Arzneimittel

Arzneimittel sind nach § 2 Abs. 1 AMG (Arzneimittelgesetz – AMG, BGBl I v. 05.09.2005, S. 2760) Stoffe und Zubereitungen von Stoffen, die dazu bestimmt sind, durch Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen (Nr. 1), die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände erkennen zu lassen (Nr.2), vom menschlichen Körper erzeugte Wirkstoffe oder Körperflüssigkeiten zu ersetzen (Nr. 3), Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen (Nr. 4) oder die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu beeinflussen (Nr. 5).

Nach Artikel 1 Buchstabe b) Nr. 2 der Richtlinie 2004/27/EG sind Arzneimittel alle Stoffe oder Stoffzusammensetzungen, die als Mittel mit Eigenschaften zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten bestimmt sind (Präsentationsarzneimittel), oder die im oder am menschlichen Körper verwendet oder einem Menschen verabreicht werden können, um entweder die menschlichen physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu beeinflussen (Funktionsarzneimittel) oder eine medizinische Diagnose zu erstellen (In-vivo-Diagnostika). Der Gesetzgeber hat im Arzneimittelgesetz festgelegt: Arzneimittel sind Waren besonderer Art. Entwicklung einschließlich Zulassung, Herstellung, Beschaffung, Bevorratung, Verteilung und Abgabe von Arzneimitteln sind zum Schutz der Verbraucher im Arzneimittelgesetz reglementiert. Danach dürfen mit wenigen Ausnahmen nur zugelassene/registrierte Fertigarzneimittel in den Verkehr gebracht und üblicherweise von Apotheken (§ 43 AMG) vertrieben werden. Verschreibungspflichtige Arzneimittel (§§ 48, 49 AMG) sind dabei nur nach Vorlage eines ärztlichen Rezeptes erhältlich.