Haes

Haes, Abkürzung von Hydroxyethylstärke ist eine Infusionslösung zur Therapie von Volumenmangel im Blutsystem. Es hat eine längere Verweildauer als Ringerlösungen und eignet sich daher bei schwerem Volumenmangelschock. Neben Haes sollte auch immer eine Vollelektrolytlösung infundiert werden.

Haldol®

Haldol® Wirkstoff Haloperidol ursprünglicher Hersteller Janssen-Cilag ist ein hochpotentes Antipsychotikum aus der Gruppe der Butyrophenone und wird u. a. zur Behandlung akuter Psychosen mit Wahn, Halluzinationen oder Denk- und Bewusstseinsstörungen eingesetzt.

Hämatokrit

Hämatokrit (Abkürzung: Hct, Hkt oder Hk) bezeichnet den Anteil aller zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes. Der Hämatokrit ist hauptsächlich von der Konzentration der Erythrozyten abhängig, die rund 96 Prozent der zellulären Bestandteile des Blutes ausmachen. Damit ermöglicht die Bestimmung des Hämatokrit-Wertes vor allem einen Rückschluss auf den Anteil der Erythrozyten im Blut. Darüber hinaus kann der Hämatokrit-Wert Aufschluss über den Wasserhaushalt des Patienten geben.   

Hämoglobin

Als Hämoglobin (Hb) bezeichnet man den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

Hausapotheke

Hausapotheke ist ein Behältnis, um im privaten häuslichen Bereich eine Zusammenstellung von häufig gebrauchten Arznei- und Verbandmitteln für die Erste Hilfe und häusliche Krankenpflege aufzubewahren.

Hämostase

Die Hämostase (von griechisch αἷμα Häma „Blut“ und στάσις Stasis „Stauung, Stockung, Stillstand“; auch: Blutstillung, Stypsis) ist ein lebenswichtiger Prozess, der die bei Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stehen bringt. Dadurch wird der übermäßige Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf verhindert und die Voraussetzung für eine Wundheilung geschaffen. Die Blutstillung muss im Fall einer Verletzung hinreichend schnell einsetzen, um größeren Blutverlust zu vermeiden. Sie muss auf den Bereich der Verletzung beschränkt bleiben und darf nicht fälschlicherweise durch andere Ereignisse wie Entzündungen oder Infektionen ausgelöst werden.

Hautdesinfektion

Hautdesinfektion ist eine antiseptische Arbeitsweise in der Wundversorgung. Die Hautdesinfektion sollte möglichst als Wischdesinfektion durchgeführt werden, da so eine satte Benetzung der Haut sichergestellt wird.

Heilpraktiker

Heilpraktiker ist eine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung für Personen, die nach dem deutschen Heilpraktikergesetz von 1939 in der jeweils geltenden Fassung eine staatliche Erlaubnis besitzen, die Heilkunde auszuüben, ohne über eine ärztliche Approbation zu verfügen. Der Heilpraktiker übt seinen Beruf eigenverantwortlich aus und zählt zu den freien Berufen im Sinne von § 18 Einkommensteuergesetz.

Heilpraktikergesetz

Das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) vom 17. Februar 1939 regelt die Voraussetzungen zur Führung der Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ und enthält Ordnungswidrigkeits- und Straftatbestände. Vormals war die Ausübung der Heilkunde in der Reichsgewerbeordnung geregelt (nach den Grundsätzen der sog. Kurierfreiheit). Die Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 17. Februar 1939 regelt die Voraussetzungen der Genehmigung, unter anderem die amtsärztliche Überprüfung.
Dieses Gesetz hat, in veränderter Form, weiterhin Gültigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Unter Bestallung ist in diesem Zusammenhang eine staatliche Berufszulassung zu verstehen.

Heimlich-Handgriff

Das Heimlich-Manöver, auch Heimlich-Handgriff genannt, ist eine lebensrettende Sofortmaßnahme bei drohender Erstickung oder Bolustod bedingt durch eine komplette Verlegung der Atemwege durch einen Fremdkörper (Verschlucken).

Heimlichventil

Das Heimlichventil ist ein Ventil, das zur Entlastung bei einem Pneumothorax eingesetzt wird. Es lässt zu, dass die Luft aus der Brusthöhle entweicht, allerdings nicht wieder angesaugt werden kann. Angebracht wird es mittels Punktion im zweiten oder dritten Zwischenrippenraum (Intercostalraum) in Höhe einer gedachten Linie in der Mitte des Schlüsselbeins (Medioclavicularlinie, MCL).

Heimrespirator

Heimrespitatoren auch Heimbeatmungsgeräte sind Beatmungsgeräte die bei Patienten verwendet werden, deren Eigenatmung durch zeitweise oder bleibende Störungen von Nervensystem oder Atemmuskulatur stark reduziert ist, die aber trotzdem aus der Klinik entlassen werden.

HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom ist eine schwerwiegende Erkrankung während der Schwangerschaft, die zu den Hypertensiven Störungen gehört.

Hemiplegie

Eine Hemiplegie ist die komplette Lähmung einer Körperseite. Der Begriff wird auch für Organe außerhalb des Bewegungssystems, z. B. für die halbseitige Kehlkopflähmung verwendet. Unter einer Plegie (griechisch πληγή, plijí, altgriechische Aussprache plēgḗ, ursprünglich "Schlag", "Lähmung", heute "Wunde") versteht man eine vollständige Lähmung von Skelettmuskeln. Hemi ist eine griechischer Frendwortteil und bedeutet "halb"

Heparin-Natrium

Heparin ist eine therapeutisch eingesetzte Substanz zur Blutgerinnungshemmung. Heparin wird oft im Zusammenhang mit der Lysetherapie bei akutem Herzuinfarkt eingesetzt in Kombination mit Medikamenten wie Metalyse oder Actilyse®. Indikationen sind Thromboseprophylaxe, Akuter Myokardinfarkt, Lungenembolie, Arterielle und venöse Verschlüsse. Natürliche Heparine werden am ergiebigsten aus Dünndarmmukosa vom Schwein extrahiert. Die Gewinnung aus Rinderlungen wird seit der BSE-Epidemie nicht mehr praktiziert. Heparin wird nicht aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert und muss deshalb parenteral appliziert werden. Seine Dosis wird nicht in Gramm angegeben, sondern in Internationalen Einheiten (IE): Eine Einheit verhindert die Gerinnung von 1 ml citrathaltigen Plasmas nach Zugabe von CaCl2 bei 37°C über eine Stunde.

Herz

Das Herz (lateinisch-anatomisch das Cor, griechisch-pathologisch die Kardia, καρδία oder latinisiert Cardia) ist ein muskuläres Hohlorgan, das mit rhythmischen Kontraktionen das Blut durch den Körper pumpt und so die Durchblutung aller Organe sichert. Dabei arbeitet es genauso wie jede Pumpe, indem es die Flüssigkeit (Blut) ventilgesteuert aus Blutgefäßen (Hohl- bzw. Lungenvenen) ansaugt und durch ein andere Blutgefäße (Truncus pulmonalis bzw. Aorta) ausstößt

Herzbeutel

Der Herzbeutel oder das Perikard (lat. Pericardium) ist ein bindegewebiger Sack, der das Herz umgibt und dem Herzen durch eine schmale Gleitschicht freie Bewegungsmöglichkeit gibt. Er enthält als Gleitmittel eine geringe Menge (beim Menschen 20–50 ml) seröser Flüssigkeit (Liquor pericardii).

Herzlungenwiederbelebung

Siehe HLW

Herzneurose

siehe Herzphobie

Herzphobie

Wer unter einer Herzphobie leidet, bewertet harmlose und normale Veränderungen seines Herz-Kreislaufsystems, wie etwa ein leichtes Herzstechen oder Extrasystolen, als Hinweis für einen drohenden Infarkt und ein Versagen seines Herzens. Durch die Bewertung dieser normalen Symptome als Lebensgefahr kommt es zu angst- und panikartigen Anfällen. Durch die Angst kommt es zu den typischen körperlichen Angstreaktionen wie Schweißausbrüche, Herzrasen, Atemnot und Steigerung des Blutdrucks. Die Betroffenen fühlen sich nun erst recht bestätigt, dass ihr Herz zu versagen droht. Die Angst wird zur Panik und es ist ein Teufelskreis aus immer stärker werden Symptomen, der Bewertung dieser Symptome als drohenden Herzinfarkt und Panikgefühlen entstanden.

Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher oder Pacemaker (PM) (englisch „der Schrittmacher“) ist ein medizinisches elektrisches Gerät, das den Herzmuskel bei zu langsamem Herzschlag (Bradykardie) regelmäßig stimuliert und zur Kontraktion anregt.

Hibler Wärmepackung

Dazu werden nasse Kleidungsstücke entfernt. Danach ein in 40 Grad warmen Wasser getränktes gefaltetes Frottiertuch o.ä. auf Rumpf (Brustkorb und Bauch) gelegt. Zusätzlich wird der Patient dick in Decken, zum Beispiel Rettungsdecke, o.ä. eingepackt. Arme und Beine bleiben dabei jedoch frei. Des Weiteren können weitere Wärmeelemente, Decken und Windschutz in mehreren Schichten um den Patienten angebracht werden. Unterkühlte sind Schwerverletzte und gehören zur Beobachtung in eine Klinik!

Hilfsfrist

Die Hilfsfrist ist das wichtigste Planungs- und Qualitätsmerkmal für die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. In den Gesetzen der Länder zum Rettungsdienst und Brandschutz sowie kommunalen Brandschutzbedarfsplänen werden Höchstwerte für die Hilfsfrist bzw. zusätzlich Schutzziele (Hilfsfrist und Personalstärke) beim Brandschutz festgelegt. Danach richtet sich die Dichte des Netzes an Rettungswachen und Feuerwehrstandorten sowie deren Personal- und Sachmittelausstattung. Die Einhaltung der Hilfsfrist kann durch die Einsatzdokumentationen der Leitstellen überprüft werden.

Histoacryl®

Histoacryl® ist ein Gewebekleber der Firma Braun. Mit ihm können kleine Hautwunden schnell, einfach und sicher versorgen werden. Histoacryl® ermöglicht einen völlig unkomplizierten, sicheren und schnellen Wundverschluß. Der Gewebekleber Histoacryl® besteht aus n-Butyl-2- Cyanoacrylat. In Gegenwart von Gewebefeuchtigkeit polymerisiert dieses Monomer in kürzester Zeit zu einem festen Stoff.

Hitzschlag

Ein Hitzschlag beruht auf einem Wärmestau im Körper. Bei feucht-schwüler Witterung, körperlicher Anstrengung und unzweckmäßiger Kleidung stellt der Körper die Schweißbildung ein und kann daher nicht genügend Wärme abführen. Der Betroffene hat eine trockene, rote und warme Haut sowie einen hochroten Kopf. Schwindel und Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit sind möglich. Symptome sind eine Körpertemperatur wie bei sehr hohem Fieber, Krämpfe, Ausbleiben der Schweißabsonderung durch akuten Wassermangel und Bewusstseinstrübung, die wie Müdigkeit und Schlaf erscheinen kann. Es kann zur Hirnschädigung kommen. Ursachen sind häufig eine körperliche Überanstrengung bei feuchter Hitze oder der Aufenthalt in überhitzten, geschlossenen Räumen.

HLW Herzlungenwiederbelebung

Unter einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) oder Kardiopulmonalen Reanimation (CPR), vereinfacht auch oft Wiederbelebung oder Reanimation genannt, versteht man das Durchführen von Maßnahmen, die einen Atem- und Kreislaufstillstand beenden sollen. Dabei lassen sich Basismaßnahmen, die im Rahmen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, von erweiterten Maßnahmen unterscheiden. Gelegentlich bezieht sich der Begriff auch nur auf die Basismaßnahmen.

Holzkohle

Holzkohle eignet sich als einfaches Mittel bei Vergiftungen und Infektionen. Die orale Anwendung kann vielen Darminfekten vorbeugen. Holzkohle ist weder bei oraler Einnahme, eingeatmet noch bei Hautkontakt gefährlich oder giftig. Die unterstützende Wirkung der Kohle auf die Ausscheidungs- und Heilungsprozesse des Körpers sind unerreicht. Die Oberfläche der Kohlekörnchen ist sehr porös. Deswegen können Gase, Fremdeiweiße, Stoffwechselendprodukte, Chemikalien und Medikamente gebunden werden und so zur Reinigung und Entgiftung des Körpers beitragen. Die Menge an Kohle, die man in einen kleinen Würfel der Kantenlänge von 1 cm füllen könnte, hätte eine Oberfläche von 1.000m². Kohle kann kommerziell und medizinisch fast so universell wie Wasser als freies Heilmittel verwendet werden. In 10 cm³ pulverisierter Kohle können 800 cm³ Ammoniakgas gebunden werden.

Hormon

Ein Hormon (griech. ὁρμάω hormáō „antreiben“) ist ein biochemischer Botenstoff. Hormone übermitteln innerhalb eines Lebewesens Informationen von einem Organ zum anderen oder von einem Gewebe zum anderen, ähnlich wie es auch Nerven tun. Im Vergleich erreichen die durch Nerven vermittelten Informationen sehr schnell ihr Zielorgan, während der Informationsfluss durch Hormone vergleichsweise langsam von statten geht. Dabei sind die Zeiträume von der Hormonausschüttung bis zur Hormonwirkung je nach Hormon sehr unterschiedlich, einige Hormone wirken sehr schnell (z. B. Adrenalin), während die Wirkung von anderen Hormonen wie z. B. Steroidhormonen erst nach Stunden einsetzt.

Hormonsystem

Das Hormonsystem, oft auch als endokrines System (endo „innen“, krinein= „ausscheiden“) bezeichnet, ist ein Organsystem zur Steuerung der Körperfunktionen, die sich vom Wachstum über die Fortpflanzung bis hin zum täglichen Verdauungsvorgang erstrecken. Das Hormonsystem übt seine Funktion durch über dreißig verschiedene Hormone aus. Die Hormone, chemische Botensubstanzen über den Blutkreislauf (endokrin) zu ihren Zielorganen geleitet oder entfalten ihre Wirkung direkt auf Nachbarzellen (parakrin). Die Wirkung wird über spezielle Rezeptoren an der Plasmamembran der Zellen vermittelt. Das medizinische Fachgebiet, welches sich mit Erkrankungen des Hormonsystems (Endokrinopathien) beschäftigt, ist die Endokrinologie.

Hubschrauberlandeplatz

Ein Hubschrauberlandeplatz ist ein behördlich genehmigter Landeplatz für Hubschrauber. Darüber hinaus bestehen nicht genehmigte Landestellen, die in der Regel eine geringe Anzahl von Flugbewegungen aufweisen. Im Gegensatz zu den genehmigten Hubschrauberlandeplätzen erfordern Starts und Landungen an Hubschrauberlandestellen eine Außenstart- und Landeerlaubnis der zuständigen Luftfahrtbehörde.

Humanalbumin

Das Humanalbumin ist die menschliche Form des Albumins. Es handelt sich um ein globuläres, im Blut vorkommendes Protein. Albumin dient der Aufrechterhaltung des onkotischen Drucks. Es ist unter anderem bei Lebererkrankungen vermindert. Beim Gesunden findet sich eine Konzentration von 35 bis 53 g/l im Serum.

Humerus

Der Humerus ist einer der längsten und kräftigsten Röhrenknochen des Menschen. Die fünffache Länge des Oberarmknochens entspricht etwa der Körpergröße.

HWS-Schiene

HWS-Schiene bezeichnet eine Kunststoffmanschette, die die Halswirbelsäule (HWS) immobilisiert. Sie ersetzt einen Teil der Stützfunktion der HWS und setzt die teilweise Bewegungsfähigkeit außer Kraft. Der Kopf ruht auf der Schiene und sie sitzt auf den Schultern auf. Für die HWS-Schiene hat sich der Produktname Stifneck (von engl. stiff neck, Genickstarre) der Firma Laerdal durchgesetzt. Ein weiteres bekanntes Produkt ist die Ambu Perfit bzw. Ambu Perfit Ace, die sich platzsparend flach lagern lässt und von der Firma Ambu hergestellt werden.

Hydrophobie

Mit hydrophob werden in der Chemie Substanzen charakterisiert, die sich nicht mit Wasser mischen und es auf Oberflächen meist „abperlen“ lassen.
Der Begriff hydrophob stammt aus dem Griechischen: ὕδωρ hydōr bedeutet Wasser, φόβος phóbos bedeutet Furcht. Hydrophob kann man also mit „wassermeidend“ übersetzen. Das Maß für den Ausprägungsgrad der Hydrophobie von Stoffen ist die Hydrophobizität.

Hygiene

Das Wort Hygiene stammt aus dem Griechischen: ὑγιεινή [τέχνη] (hygieiné téchne) und bedeutet „gesund[e Kunst]“. Es ist von Hygiéia, der griechischen Göttin der Gesundheit, abgeleitet. Hygiene im engeren Sinn bezeichnet die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten, insbesondere Reinigung, Desinfektion und Sterilisation. In der Alltagssprache wird Hygiene auch fälschlich an Stelle von Sauberkeit verwendet, obwohl Sauberkeit nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Aufgabenkreis der Hygiene darstellt.

hygienische Händedesinfektion

Die hygienische Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen. Sie dient sowohl dem Schutz des Patienten als auch dem eigenen Schutz. Deshalb muß die Reihenfolge beachtet werden. Sie wurde von Ignaz Semmelweiß 1818-1845 eingeführt. Damals mittels Chlorkalk.

Hyperkapnie

Unter Hyperkapnie (von Griechisch ὑπέρ „über“ und καπνός „Dunst, Rauch, Gas“) versteht man einen erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut. Ein erniedrigten Kohlenstoffdioxidgehalt wird als Hypokapnie bezeichnet. Dieser kann über den Partialdruck definiert werden; der normale Wert (Kohlendioxid-Partialdruck im menschlichen Blut) liegt bei 40 mmHg für Arterialblut. Ab einem Wert von zirka 45 mmHg spricht man von einer Hyperkapnie. Es gibt Menschen, die durch eine chronische Minderfunktion ihrer Atmung eine dauerhafte Hyperkapnie aufweisen und daran adaptiert sind. Ab einem Wert von zirka 60 mmHg kommt es zu einer zunehmenden CO2-Narkose.

Hyperhaes

Hyperhaes ist ein Plasmaexpander der bei schwerem Volumenmangelschock, Hypovolämie zum Einsatz kommt. Hyperhaes ist eine Hydroxyethylstärke,also eine lange Kette von Kohlenhydraten (Zucker). Im Gegensatz zum normalen Haes ist Hyperhaes nicht nur in der Lage, die gegebene Flüssigkeit im Blut zu halten, sondern zusätzlich Flüssigkeit aus dem interstitiellen Raum (Raum zwischen den Zellen) abzuziehen. Hyperhaes ist eine hypertone, hyperonkotische Lösung mit 7,5% NaCl + 6% Haes. Die Osmolarität beträgt 2570 mosm/l. Nach Infusion von Hyperhaes muss eine Infundierung von normaler Ringerlösung folgen. Hyperhaes wird normalerweise beim hypovolämischen Schock initial verabreicht durch einmalige Bolusgabe von ca. 4 ml/kg KG innerhalb 3-5 Minuten. Hyperhaes kann mittels Druckinfusion infundiert werden. Hyperhaes sollte als hochkonzentrierte Lösung nur in sicher verlegte intravenöse Zugänge, am besten in eine große Vene, noch besser über einen zentralvenösen Zugang infundiert werden. Es besteht eine extreme Gefahr der Nekrosenbildung sollte der venöse Zugang para (Paravasat) laufen. Es ist also sehr darauf zu achten dass eine Venole das Gefäß nicht duchstochen hat.

Hyperthyreose

Eine Hyperthyreose  - Schilddrüsenüberfunktion ist eine Erkrankung der Schilddrüse, bei der die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone produziert, so dass im Organismus ein Überangebot entsteht. Infolgedessen kann es zu einer Vielzahl von Krankheitserscheinungen wie beschleunigtem Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern kommen. Die häufigsten Ursachen der Hyperthyreose sind der Morbus Basedow, die Schilddrüsenautonomie und eine erhöhte Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten. Im Extremfall einer krisenhaften lebensbedrohlichen Überfunktion spricht man von einer „thyreotoxischen Krise“ (Synonym Thyreotoxikose, „Schilddrüsenhormonvergiftung“). Das Gegenteil der Hyperthyreose, ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, wird als Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) bezeichnet.

Hyperton

Flüssigkeiten, die einen höheren osmotischen Druck haben als Blut, nennt man hyperton. Hyperton bedeutet wörtlich "mit erhöhtem Druck".

Hypertrophie

Als Hypertrophie bezeichnet man die Vergrößerung eines Gewebes oder Organs durch Zellvergrößerung bzw. Zunahme des Zellvolumens bei gleichbleibender Zellzahl. Das Wort Hypertrophie lommt aus dem GriechichßLateinischen und bedeutet Überernährung. Die Hypertrophie kann sich durch Entfernung des Stimulus weitestgehend zurückbilden. Ein bekanntes Stimulus ist der Sport, welcher z.B. zum vergrößerten Herz -Sportlerherz führen kann.

Hyperventilation

Bei einer Hyperventilation (von Griechisch ὑπέρ „über“ und Lateinisch ventilare „fächeln“) handelt es sich um eine über den Bedarf gesteigerte Lungenbelüftung. Sie geht mit einer Abnahme des Kohlenstoffdioxid-Partialdruckes (CO2) und einem pH-Anstieg (respiratorische Alkalose) im Blut einher. Eine Hyperventilation kann sich als Störung der Atemregulation aus psychischen oder körperlichen Gründen ereignen (Hyperventilationssyndrom, primäre Hyperventilation), als Reaktion auf eine Unterversorgung zeigen (bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-System, sekundäre Hyperventilation), oder auch bei kontrollierter Beatmung auftreten.

Hypnomidate®

Hypnomidate® Wirkstoff Etomidate ist ein reines Hypnotikum, also ein schlaferzwingendes Medikament ohne schmerzstillende (analgetische) oder muskelrelxierender Wirkung.

Hypokaliämie

Als Hypokaliämie (griech. hypo- - wenig, niedrig; -ämie - im Blut) (auch Kaliummangel oder Kaliumdefizit) wird ein Zustand bezeichnet, der durch zu wenig Kalium im Blut gekennzeichnet ist. Je nach Ausprägung kann die Hypokaliämie harmlos bis lebensbedrohlich sein. Den Ausgleich einer Hypokaliämie durch Kaliumzufuhr bezeichnet man als Kaliumsubstitution.

Hypokapnie

Unter Hypokapnie versteht man einen erniedrigten Kohlenstoffdioxidgehalt (pCO2 unter 35 mmHg) im Blut. Ein erhöhter Kohlestoffdioxidgehalt wird als Hyperkapnie bezeichnet. Diese Hypokapnie kann beispielsweise bei zu schneller und oder tiefer Atmung, so genannter Hyperventilation, oder auch bei respiratorischer Kompensation einer metabolischen Azidose (Abatmen von Säurevalenzen!) auftreten.

Hypothermie

Die Hypothermie, Unterkühlung oder Verklammung ist ein Zustand nach Kälteeinwirkung auf den Körper eines Lebewesens, das heißt die Wärmeproduktion war über längere Zeit geringer als die Wärmeabgabe. Die Unterkühlung kann Gesundheitsschäden oder den Tod herbeiführen. Bei nur lokalen Kälteeinwirkungen kommt es zu Erfrierungen. Bei Unfällen am Wasser oder im Gebirge haben die Helfer in der Wasserrettung und dem Bergrettungsdienst immer auch von einer Unterkühlung des Patienten auszugehen.

Hypoton

Flüssigkeiten, die einen geringeren osmotischen Druck haben als Blut, nennt man hypoton. Hypoton kommt aus dem Griechischen und bedeutet "mit vermindertem Druck"

Hypovolämie

Als Hypovolämie bezeichnet man die Verminderung der zirkulierenden, also sich im Blutkreislauf befindlichen Menge Blut.

Hypoxämie

Hypoxämie ist definiert als Sauerstoffmangel im Blut.

Hypoxie

Hypoxie ist definiert als Sauerstoffmangel im Gewebe.