Beatmungsgerät

Ein Beatmungsgerät oder Respirator ist eine elektrisch oder pneumatisch angetriebene Maschine zur Beatmung von Personen mit unzureichender oder ausgesetzter Eigenatmung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen volumenkontrollierten und druckkontrollierten Beatmungsformen bzw. -mustern, wobei die druckkontrollierte Beatmung hauptsächlich im intensivmedizinischen Bereich anzutreffen ist und die volumenkontrollierte Beatmung im präklinischen Bereich.
Ein weiteres Kriterium ist die Art der Anwendung. Bei der invasiven Beatmung ist der Patient entweder intubiert oder tracheotomiert und wird somit über einen Endotrachealtubus bzw. Tracheakanüle beatmet. Hierzu wird der Patient meist analgo-sediert, also durch entsprechende Sedativa und Analgetika in einen Zustand gebracht, in dem er die Therapie toleriert. Bei der non-invasiven Beatmung, NIV, wird der Patient über eine dichtsitzende Maske beatmet (entweder Nasenmaske, Mund-Nasenmaske, Ganz-Gesichtsmaske oder Beatmungshelm), hierzu sind keine oder deutlich geringere Medikamentengaben notwendig, außerdem sind die Infektionsgefahren geringer. Allerdings ist die NIV nur bei einigen Krankheitsbildern, wie etwa dem Lungenödem geeignet und setzt zwingend gut funktionierende Schutzreflexe voraus. Je nach Anwendungsbereich wird zwischen Notfall- und Intensivrespirator unterschieden.

Medumat Standard

MEDUMAT Standard ist ein automatisches Beatmungsgerät der Firma Weinmann und dient zur kontrollierten Beatmung von Personen ab ca. 10 kg Körpergewicht. MEDUMAT Standard gewährleistet durch einstellbare Beatmungsparameter eine gleichmäßige, dem Patienten angemessene Beatmung, sofern der eingestellte maximale Beatmungsdruck Pmax nicht überschritten wird.

MEDUMAT Standard arbeitet mit einem Betriebsdruck von 2,7 bis 6 bar, einem Volumenstrom von mindestens 70 l/min O2 und einer internen Stromversorgung. Als Beatmungsgas dient hochkomprimierter medizinischer Sauerstoff, der über einen externen Druckminderer auf den erforderlichen Betriebsdruck reduziert wird. Die Einspeisung des Sauerstoffs erfolgt am Druckgasanschluss.

Die stufenlos einstellbare Beatmungsfrequenz sowie das Inspirations/Exspirationsverhältnis von 1:1,67 werden innerhalb des Gerätes durch elektronische Steuerungsabläufe geregelt. Durch den Beatmungsschlauch wird das Inspirationsgas über das Patientenventil und die Beatmungsmaske oder den Tubus zum Patienten geleitet. Eine Lippenmembrane im Patientenventil gewährleistet, dass das Ausatemgas über den Exspirationsschenkel ausgeatmet werden kann.

Bei Stellung Air Mix wird atmosphärische Luft zugemischt, so dass sich in der Regel eine O2-Konzentration zwischen 55% und 85% bei 10 mbar Beatmungsdruck einstellt.

Oxylog® 1000

Der  Oxylog® 1000 ist ein Gerät hergestellt von der Firma Draeger zur kontrollierten Beatmung von Notfallpatienten. Der Oxylog 1000 verfügt über integrierte akustische und visuelle Alarme, die sowohl den Atemwegs- als auch den Versorgungsdruck überwachen und so die Patientensicherheit unterstützen. Alle Funktionen sind pneumatisch, d. h. das Beatmungsgerät ist nicht auf eine externe Stromquelle angewiesen. Der Oxylog 1000 ist mit einem integrierten HLW-Modus ausgestattet, der die Beatmung des Patienten auch während der Reanimation ermöglicht und so die Überlebenschancen erhöht.

Oxylog® 2000 plus

Der  Oxylog® 2000 plus gehört zu der Produktfamilie der Notfall Beatmungsgeräte der Firma Draeger.  Es kann sowohl zur gesteuerten und unterstütztenden Beatmung eingesetzt werden. Auf dem großen Display werden klinische Werte, Atemwegsdruckdruck und Parametereinstellungen übersichtlich und gut ablesbar angezeigt, sodass auch in einem hektischen Umfeld eine schnelle Beurteilung des Patientenzustands möglich ist. Durch die intuitive Bedienung ist der problemlose Einsatz des Gerätes bereits innerhalb von Sekunden nach dem Einschalten gewährleistet. Der Oxylog 2000 plus ist mühelos zu tragen und lässt sich auf einfache Weise befestigen. Das Gerät ist so konzipiert, dass es an nahezu jeden Ort mitgenommen werden kann. Hergestellt aus extrem haltbaren und schlagfesten Werkstoffen, ist der Oxylog 2000 plus auch unter extremen Umgebungsbedingungen einsetzbar. Die integrierte Batterie lässt einen autonomen Betrieb von bis zu vier Stunden zu.