i-STAT

I-Stat ist ein mobiles Blutgasanalysegerät der Firma Abbott. Folgende Parameter können mit dem I-Stat gemessen werden: ACT (Celite), ACT (Kaolin), PT/Inr, Kreatinin, Laktat, Troponin I, BNP, CK-MB, Glukose, Hämatokrit, Chlor, Natrium, Kalium, pH, pCO2, pO2, Ionisiertes Kalzium, Harnstoffstickstoff

IABP (intraaortale Ballonpumpe)

Die intraaortale Ballonpumpe (IABP) ist ein notfallmedizinisches Hilfsmittel zur Unterstützung einer insuffizienten Herztätigkeit (z. B. nach Herzinfarkt) mit dem Ziel der Vermeidung eines kardiogenen Schockes. Sie wird zur Durchführung der intraaortalen Ballongegenpulsation benötigt. Ihr Einsatz ist dann angezeigt, wenn andere Maßnahmen wie Medikamente und Beatmung nicht ausreichend sind.

ICD (implantierbarer Kardioverter/Defibrillator)

Ein implantierbarer Kardioverter/Defibrillator (ICD) ist ein Gerät, das wie ein Herzschrittmacher implantiert wird. Es wurde ursprünglich entwickelt (Michel Mirowski, 1980), um den plötzlichen Herztod infolge Kammerflimmerns durch eine Schockabgabe mit hoher Energie (10 bis 40 Joule) abzuwenden.

ICD-10

Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, engl.: International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) ist das wichtigste, weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin. Es wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben. Die aktuelle, international gültige Auflage (engl. revision) ist ICD-10, Version 2006.

IfSG Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG, seltener: InfSchG) regelt seit dem 1. Januar 2001 die Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Es wurde vom Deutschen Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats am 20. Juli 2000 beschlossen, im Bundesgesetzblatt am 25. Juli 2000 veröffentlicht und trat am 1. Januar 2001 in Kraft.

Ileus

Der Ileus (latinisierte Form des griechischen ειλεός, ileós, von altgriechisch eilein, „einschließen“, „zusammendrängen“) oder Darmverschluss ist eine Unterbrechung der Darmpassage. Als lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf er im Allgemeinen einer sofortigen Krankenhauseinweisung und oft einer chirurgischen Intervention.

Ikterus

Der Ikterus (gr. ΐκτερος, en. jaundice), auch Gelbsucht genannt, ist ein Symptom, das bei mehreren unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann. Er beschreibt eine Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Bindehaut des Auges durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin. Dem Ikterus liegt eine Störung im Bilirubinstoffwechsel zugrunde. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Durch vermehrten Anfall oder verminderte Ausscheidung des Bilirubins kommt es zunächst zum Ansteigen der Serumkonzentration (sogenannte Hyperbilirubinämie) und anschließend zum Austritt durch das Gefäßendothel mit Einlagerung im Körpergewebe.

Impetigo contagiosa

Impetigo contagiosa (von lateinisch impetere „angreifen“; von lateinisch contagiosum „ansteckend“) ist eine hochinfektiöse bakterielle Hautinfektion, die hauptsächlich bei Kindern sowie Neugeborenen auftritt und deren Symptome besonders stark im Bereich des Gesichts und der Extremitäten zu sehen sind. Synonym werden die Begriffe Impetigo vulgaris, auch „Grindblasen“, „Grindflechte“, „Eitergrind“, „Eiterflechte“ , „Borkenflechte“ oder „Schleppe“ verwendet.

Infiltrationsanästhesie

Unter Infiltrationsanästhesie versteht man die lokale Schmerzausschaltung in einem Gewebe durch Einbringen (Injektion) eines Lokalanästhetikums über eine Kanüle. Nach Injektion des Lokalanästhetikums verteilt sich der Wirkstoff durch Diffusion zwischen den Gewebspalten und gelangt so in die Nähe der Nervenfasern. Lokalanästhetika, die zur Infiltrationsanästhesie eingesetzt werden, enthalten häufig Vasokonstriktoren (z.B. Adrenalin), um die lokale Wirkung zu verlängern bzw. die systemische Anflutung zu verzögern.

Infrarot-Themometer

Infrarot-Themometer auch Ohrthermometer genannt, messen die Temperatur des Körpers über die im Gehörgang abgegebene Infrarotstrahlung. Die Strahlung repräsentiert dabei ziemlich genau die Temperatur im Körperinneren. Mit Messzeiten im unteren Sekundenbereich sind die Geräte sehr schnell. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Sondenspitze genau platziert wird, was am besten gelingt, wenn der Gehörgang durch leichtes Ziehen am Ohr gestreckt wird.

Infusion

Als Infusion, Infusionstherapie (lateinisch: infusio „Aufguss“, bzw. infundere „aufgießen“) oder Flüssigkeitstherapie bezeichnet man die parenterale Verabreichung von Flüssigkeiten. Sie werden in aller Regel intravenös verabreicht. In Abhängigkeit von der Zielsetzung der Therapie sind weitere Bezeichnungen Flüssigkeitsgabe, Volumenersatz bzw. Volumensubstitution, Volumetherapie und Osmotherapie. Die Verabreichung von Blutbestandteilen mittels Infusion wird als Transfusion bezeichnet.Außerhalb der reinen Flüssigkeitstherapie finden Infusionslösungen noch Verwendung in der parenteralen Ernährung.

Infusionsbesteck

Ein Infusionssystem oder Infusionsbesteck dient zur Verbindung eines Infusionsbehälters mit einem intraarteriellen, intravenösen oder intraossären Zugang.

Injektionskanüle

Eine Injektionskanüle, auch Injektionsnadel genannt, ist eine hohle Nadel, die in der Medizin dazu benutzt wird, Flüssigkeiten mit Hilfe einer Spritze in den menschlichen Körper einzubringen (zu injizieren) oder aus diesem zu entnehmen (zu punktieren).Das Ende der Kanüle ist meist mit einem schrägen Schliff geschärft, um beim Eindringen in das Gewebe einen kleinen Schnitt zu setzen. Würde das Gewebe nicht zerschnitten, sondern wie bei einer einfachen Nadel nur verdrängt, wäre die Punktion schmerzhafter.

Inotropie

Der Begriffe Inotropie (Adj. inotrop) bezeichnet die Einflussnahme auf die Kontraktionsfähigkeit von Muskelgewebe. Der Begriff wird in der Medizin jedoch vornehmlich in Bezug auf die Herzmuskulatur verwendet. Es werden die positive Inotropie (Steigerung der Kontraktilität) von der negativen Inotropie (Herabsenken der Kontraktilität) unterschieden.

Insulin

Insulin ist ein für Menschen und alle Tiere lebenswichtiges Peptidhormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den Langerhansschen Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name Insulin ab (lat. insula). Das Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann.

Intestinum tenue

Der Intestinum tenue lateinisch für Dünndarm ist der Teil des menschlichen Verdauungstraktes, der zwischen Magen und Dickdarm liegt. Der Dünndarm ist der längste Teil des Verdauungstraktes.

Intramuskuläre Injektion

Als intramuskuläre (i.m.) Injektion bezeichnet man das Einbringen eines flüssigen Arzneimittels in einen Skelettmuskel mittels Spritze und Kanüle (bzw. Fertigspritze). Die intramuskuläre Injektion zählt damit zur parenteralen Applikationsform. Ziel ist es, das Arzneimittel unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes mit einer gewissen Depotwirkung (z. B. Hormonpräparate, Antipsychotika, Antibiotika) zu verabreichen. Die intramuskuläre Injektion wird in der Humanmedizin auch für die meisten Impfungen eingesetzt, während in der Tiermedizin vor allem subkutan geimpft wird

intraossärer Zugang

Ein intraossärer Zugang bzw. eine intraossäre Infusion ist eine Applikationsform, bei der Infusionen oder Medikamente intraossär (in die Knochenmarkshöhle) verabreicht werden. Dazu wird eine Stahlkanüle in den Knochen eingestochen, worüber die Substanzen aufgrund der guten Durchblutung der Knochenmarkhöhle verabreicht werden können.

Intravenöser Zugang

Der Begriff intravenös (Abk. i. v., von lat. intra „hinein“, „innen“, „innerhalb“ und vena „Vene“, „Blutader“; selten auch endovenös, von griech. ἔνδον „innen“) bedeutet „in einer Vene“ oder „in eine Vene hinein“. Man versteht darunter z. B. die direkte Verabreichung eines Medikaments oder einer Flüssigkeit oder Suspension in ein venöses Blutgefäß.

Intubation

In der Medizin bezeichnet eine Intubation das Einführen eines Schlauches über Mund oder Nase zur Sicherung der Atemwege. Im angelsächsischenS prachgebrauch kann der Begriff teilweise auch zur Beschreibung endoskopischer Prozeduren gebraucht werden, wird jedoch meist im Sinne der endotrachealen Intubation benutzt.  Bei der endotrachealen Intubation wird ein Tubus durch Mund (orotracheal) oder Nase (nasotracheal) zwischen den Stimmlippen des Kehlkopfes (Larynx) hindurch in die Luftröhre (Trachea) eingebracht. Weitere Arten von Tuben sind der Guedeltubus, Wendl-Tubus, Larynxtubus und Combitubus.

Intubationslarynxmaske

Eine Intubationslarynxmaske ist eine spezielle Larynxmaske in der nach dem Einlegen ein spezieller , mechanisch verstärkter Endotrachealtubus in die Luftröhre eingeführt wird. Anschließend wird die Larynxmaske entfernt. Die  Intubationslarynxmaske bietet alle Merkmale und Vorteile einer endotrachealen Intubation, kann jedoch im Gegensatz zur klassischen Intubation mittels eines Laryngoskops blind, also ohne Sicht eingeführt werden. Im Gegensatz zur klassischen Intubation ist ein ungewolltes Intubieren des Magens nahezu ausgeschlossen. Auch ist eine Beatmung während des Einlegens eines Endotrachealtubus möglich.

Inzidenz

Die Inzidenz ist eine epidemiologische Maßzahl und damit Fachausdruck aus der medizinischen Statistik. Sie gibt die Anzahl der Neuerkrankungen an einer bestimmten Krankheit, in einer Bevölkerungsgruppe definierter Größe, (oft pro 100.000 Einwohnern, was präzise ausgedrückt eigentlich die Inzidenzrate meint), während einer bestimmten Zeit, üblicherweise in einem Jahr an.

Ipecacuanha-Sirup®

Ipecacuanha-Sirup® ist ein starkes Brechmittel welches aus der Brechwurzel (auch Ruhrwurzel, lat.: Psychotria ipecacuanha oder Uragoga ipecacuanha) einer Pflanzenart aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) hergestellt wird. Ipecacuanha-Sirup® wird bei Vergiftungen eingesetzt, wobei seine Anwendung in der Notfallmedizin nicht unumstritten ist, Zum einen dauert es ziemlich lange (bis zu 30 Minuten) bis das Erbrechen ausgelöst wird, zum anderen wirkt es nicht immer. Ipecacuanha selbst kann kardiotoxische Nebenwirkungen verursachen.

IRV Inspiratorisches Reservevolumen

Das inspiratorische Reservevolumen ist die Luftmenge, die am Ende einer normalen Inspiration noch zusätzlich eingeatmet werden kann (rund 2000 ml beim Erwachsenen).

Isoptin®

Isoptin® ist ein Kalziumantagonist. Es verlangsamt den Kalziumeinstrom in die Zellen, und somit die Erregungsausbreitung am Reizleitungssystem. Außerdem bewirkt Isoptin® eine Vasodilatation (Erweiterung eine Blutgefäßes) vorwiegend im venösen Schenkel des Kreislaufs.

isoton

Flüssigkeiten, die den gleichen osmotischen Druck haben wie Blut, nennt man isoton. Isoton kommt aus dem Griechischen und bedeutet gleiche Spannung oder gleicher Druck

ITLS

International Trauma Life Support (kurz ITLS) ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Illinois, USA, die ein Lehrgangskonzept für die präklinische Traumaversorgung entwickelt hat. ITLS hat es sich zur Aufgabe gemacht, weltweit die rettungsdienstliche Versorgung von verletzten Menschen durch eine Verbesserung und Standardisierung der Ausbildung des Rettungsdienstpersonals zu optimieren. Ziel ist es, die Sterblichkeit und den Grad der Behinderung von verletzten Patienten (Traumapatienten) zu reduzieren.