Survival-Kit

Jeder, der längere Zeit allein auf sich gestellt und ohne fremde Hilfe sein wird, sollte sich unbedingt mit einem selbst zusammengestellten Überlebenspäckchen (Survival-Kit) und  einem Überlebensgürtel oder -Beutel ausstatten. Ein Survival-Kit ist übrigens keine Erfindung der heutigen Zeit: schon im 2. Weltkrieg waren britische Bomberbesatzungen damit ausgerüstet. Das Survival-Kit  muss praktisch zu einem Körperteil werden, das nur auf der Flucht und auch dann nur zu allerletzt weggeworfen wird. Es bedeutet u.U. den Unterschied zwischen Leben und Tod! Ein sorgfältig zusammengestelltes Survival-Kit ist alles, was du zum Überleben benötigst.

Ein fertig gepacktes Survival-Kit , eine Ergänzung zum Pi-Päckchen, erhöht deine Überlebenschancen. Es ersetzt dir als zivilisationsgeschädigten Wohlstandsbürger das, was du schon längst verloren hast: Instinkte und Fertigkeiten, mit denen unsere Vorfahren Jahrtausende lang über die Runden gekommen sind.

Der Inhalt wird bestimmt durch deine eigene Erfahrung, dem Landschaftstyp, dem Geschlecht, der Dauer des Unternehmens und deiner Kondition. Je mehr man sich durch Training, Ausbildung und Reaktivierung verloren gegangener Instinkte und Fertigkeiten vom Inhalt der Survival-Kits unabhängig macht, um so besser!

 Das Survival-Kit wird grundsätzlich so nahe am Körper wie möglich getragen. Der Überlebensgürtel kann z.B. in einer am Gürtel hängenden Tasche (BW-Kampftasche-klein) oder in einem entsprechend umgebauten Gürtel (Patronengürtel aus Leinen) untergebracht werden. Alle Bestandteile werden in wasserdichten Kunststoffbeuteln verstaut.  

Die Frage Kaufen oder selbst zusammenstellen muss jeder selbst treffen. Was aber im Handel unter dem Begriff "Survivalkit" teilweise angeboten wird, ist oft das Geld nicht wert. Das einzige vernünftige Kit, das ich gefunden habe, wird unter der Bezeichnung "SAS-Survivalkit" angeboten, sollte aber je nach eigenem Wissensstand ergänzt werden.

Es folgt eine Liste bewährter Ausrüstungsgegenstände. Alle diese Gegenstände sind als überlebenswichtig eingestuft und gehören zusammen in das Survivalkit (wasserdichte flache Aluminium- oder Stahldose. Um das Klappern der Gegenstände zu vermeiden, werden die Zwischenräume mit gezupfter Baumwolle oder Watte ausgefüllt (Zunder).

Streichhölzer/Feuerzeug. Normale Streichhölzer kannst du mit Wachs wasserdicht machen, es wird aber Probleme geben, wenn die Anreißfläche mit Wachs verschmiert ist. So verpacken, dass eine Selbstentzündung durch Reibung ausgeschlossen ist. Aber lass bitte den Quatsch, Streichhölzer zu halbieren, um mehr zu bekommen; du zerstörst sie garantiert! Um einen Totalverlust auszuschließen, musst du sie in kleine Packungen aufteilen.

Kerze. Möglichst aus Talg, da Talg essbar ist, allerdings ungeeignet für die Tropen, da Talg schmilzt! Dicke Weihnachtskerze zum Feuer anzünden, Beleuchten und Wärmen. Kerze rechteckig schneiden, um Platz bei der Verpackung zu sparen.

Magnesium-Block. Zündet etwa 2000 mal. Dünne Späne werden mit dem Messer abgeschabt und durch Funken aus dem eingefügten Stahldraht entzündet.    

Starkes Vergrößerungsglas zum Feueranzünden.

Signalspiegel aus Alu-Folie oder blankem nichtrostenden Metall. Alternative: eine CD, die hat nämlich schon ein Visierloch!

Nadel und Faden.  Von kleiner Nähnadel bis zur größten Stopfnadel. Nadeln magnetisiert als Kompassnadel. Fäden wachsen, um sie wasserabstoßend zu machen.

Trillerpfeife.

Angelhaken und Nylonschnur. Mindestens 5 kleinste Haken zur Köderbeschaffung.  5 kleine geschlitzte Bleiplatten. Nylonschnur ist hoch belastbar und wiegt kaum etwas.

Minikompass. Ein flüssigkeitsgefüllter Kompass ist am besten, er sollte so klein, dass man ihn verschlucken kann. Allerdings sind diese Mini-Kompasse nicht sehr genau.

Kupfer- und Blumendraht, starken Bindfaden hat man nie genug!

Schlingen. aus Messingdraht zum Jagen.  Je 3 Schlingen für Vögel, Kleintiere und Großwild.

PI-Säge

Kondom fasst bis zu 5 Liter Wasser und schützt (ohne Wasserfüllung) deine Waffe vor Staub.

Medikamente (Verfallsdatum notieren):

  • gegen starke Schmerzen
  • gegen Durchfall 
  • Antibiotica gegen generelle Infektionen
  • Antihistamine gegen Allergien und Insektenstiche
  • Malaria-Tabletten
  • Wasseraufbereitungstabletten (Ceresil/Micropur)
  • Chirurgisches Besteck
  • Zahnbehandlungs-Set 
  • Verbandsklammern
  • Verbandpäckchen
  • Heftpflaster
  • Nelkenöl gegen Zahnschmerzen
  • Japanisches Heilöl oder Teebaumöl
  • Kaliumpermanganat
  • Pervitin als letztes Aufputschmittel
  • Morphium-Syrette

Wünschenswerte Zusatzausrüstung in Survivalbeutel.

  • Bleistift-Taschenlampe.
  • Sturmstreichölzer.
  • Kunststoffverstärkte durchsichtige Plastikfolie (Tarps), etwa 3x3 m oder Spinnaker-Tuch.
  • Ausgeglühte 3-Kannt-Feile, Spitze als Schaber geschliffen.
  • Glycerin, in Verbindung mit  Kaliumpermanganat oder Zucker zum Anzünden von Feuer.
  • Alufolie zum Kochen, Backen und Warmhalten.
  • Esbit-Kocher mit Reservepackungen, nur zum Feuer anzünden.
  • BW-Essbesteck. 
  • Kochgeschirr, rechteckig. (britische Armee-Ausführung.)
  • Notraketen (rot und grün). 
  • Chemisches Signallicht. 
  • Rettungsdecke, 2-farbig.
  • Notizblock. 
  • Beidseitig angespitzter Bleistift.
  • Aquarienschlauch, ca. 1,5,m , zum Aussaugen von kleinen Wasserpfützen und der Destillationsanlage.
  • Ca. 10 Hohlnieten zum Verbinden von Gurten.
  • Stahlwolle, feinste Ausführung, zum Feuerentzünden.

Not-Verpflegung :

  • Instant-Getränkepulver. 
  • Elektrolyth-Getränkepulver mit Salzen, Mineralien und Vitaminen. 
  • Zucker.
  • Salztabletten
  • Bitter-Schokolade. 
  • Tubenbutter. 
  • Getrocknetes Fleisch. 
  • Fleischextrakt. 
  • Vielkorn-Müsli.

Quelle : Reservistenkameradschaft RK19 Bielefeld-Mitte