Hyperkapnie

Unter Hyperkapnie (von Griechisch ὑπέρ „über“ und καπνός „Dunst, Rauch, Gas“) versteht man einen erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut. Ein erniedrigten Kohlenstoffdioxidgehalt wird als Hypokapnie bezeichnet.

Dieser kann über den Partialdruck definiert werden; der normale Wert (Kohlendioxid-Partialdruck im menschlichen Blut) liegt bei 40 mmHg für Arterialblut. Ab einem Wert von zirka 45 mmHg spricht man von einer Hyperkapnie. Es gibt Menschen, die durch eine chronische Minderfunktion ihrer Atmung eine dauerhafte Hyperkapnie aufweisen und daran adaptiert sind. Ab einem Wert von zirka 60 mmHg kommt es zu einer zunehmenden CO2-Narkose.

Die Höhe dieses Druckes ist von zwei Faktoren bestimmt:

  • der Produktion von Kohlendioxid
  • der Abatmung von Kohlendioxid (alveoläre Ventilation)

Eine erhöhte Produktion von Kohlendioxid kann in der Regel „abgeatmet“ werden, es sei denn, es liegen pathologische Umstände vor (z. B. erniedrigte Compliance). Der erhöhte Kohlendioxid-Partialdruck führt vor allem zu respiratorischer Azidose.

Das Antonym zu Hyperkapnie, also ein zu niedriger Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut, ist Hypokapnie.