Bradykardie

Als Bradykardie (auch "Bradikardie", griech. βραδυκαρδία, bradykardía, wörtl.: „Langsamherzigkeit“) wird in der Medizin ein langsamer Herzschlag unter 50 Schläge pro Minute bezeichnet. Das Gegenteil von Bradykardie wird als Tachykardie bezeichnet und beschreibt eine Ruhe-Pulsfrequenz von über 100 Schlägen pro Minute.

Physiologie

Beim herzgesunden Menschen wird die Geschwindigkeit des Herzschlages durch den Sinusknoten, den körpereigenen Herzschrittmacher, gesteuert. Die Schnelligkeit des Herzschlages, zu bestimmen durch Tastung des Pulses, hängt vom körperlichen Belastungsniveau ab. Üblicherweise fällt die Herzfrequenz nicht unter 50 Schläge pro Minute, Ausnahmen bilden hier gut trainierte Ausdauersportler bei denen eine Frequenz von 30 Schläge pro Minute im Schlaf durchaus als normal angesehen werden kann. Es liegt dann eine vom Sinusknoten gesteuerte Bradykardie, eine s.g. Sinusbradykardie vor.

Pathophysiologie

Krankhafte Ursachen für eine Bradykardie sind korrekt nur durch das Ruhe-EKG identifizierbar. Hierzu zählen

  • Erkrankung des Sinusknoten ohne ausreichenden Anstieg der Herzfrequenz unter Belastung (chronotrope Inkompetenz) und niedriger Ruhefrequenz (Sick-Sinus-Syndrom),
  • Blockierung der Erregungsleitung über die Herzvorhöfe (SA-Block),
  • Erkrankung des AV-Knoten mit Blockierung zweiten bis dritten Grades (AV-Block),
  • langsames Vorhofflimmern (Bradyarryhtmia Absoluta).

Neben einer Erkrankung des Herzens wie einer koronaren Herzerkrankung können Medikamente (Betablocker, Clonidin, Verapamil, Diltiazem, Digitalis) häufig ursächlich sein. Ein erhöhter Hirndruck ist eine Seltenheit.

Symptomatik

Von Beschwerdefreiheit über Leistungsminderung bis hin zu Ohnmachtsanfällen (Synkopen), Dekompensation einer bestehenden Herzinsuffizienz oder auch komplettem Herzstillstand mit Tod kann die Ausprägung von Beschwerden sehr unterschiedlich sein.

Diagnostik

Die sicherste Methode zur Diagnostik einer Bradykardie stellt das EKG dar. Phasen langsamen Herzschlages lassen sich durch das Langzeit-EKG erfassen. Sind weniger Pulsschläge zu tasten als im EKG zu zählen spricht man von einem Pulsdefizit. Im Rahmen einer pulsoximetrischen Überwachung wird die Herzfrequenz immer mit ausgegeben, diese Methode ist aber fehleranfällig. Auch mit Ultraschall kann mit Hilfe des Dopplers die Herzfrequenz bestimmt werden. Nicht zuletzt kann man das Herz abhören (Auskultation).

Therapie

Kommen Medikamente als Ursachen einer dauerhaften oder rezidivierend auftretenden, krankhaften Bradykardie nicht in Frage, ist die Implantation eines Herzschrittmachers notwendig. Überbrückend kann hier auch eine passagere Variante mit wenig Aufwand gelegt werden. Medikamentösen Maßnahmen wie die Gabe von Parasympatholytika (z.B. Atropin) oder Sympathomimetika (z.B. Adrenalin) kommen nur in der Notfallsituationen als Überbrückungsmaßnahme in Betracht. Gegebenenfalls muß eine Herzdruckmassage durchgeführt werden.

Symptomatik

Von Beschwerdefreiheit über Leistungsminderung bis hin zu Ohnmachtsanfällen (Synkopen), Dekompensation einer bestehenden Herzinsuffizienz oder auch komplettem Herzstillstand mit Tod kann die Ausprägung von Beschwerden sehr unterschiedlich sein.

Diagnostik

Die sicherste Methode zur Diagnostik einer Bradykardie stellt das EKG dar. Phasen langsamen Herzschlages lassen sich durch das Langzeit-EKG erfassen. Sind weniger Pulsschläge zu tasten als im EKG zu zählen spricht man von einem Pulsdefizit. Im Rahmen einer pulsoximetrischen Überwachung wird die Herzfrequenz immer mit ausgegeben, diese Methode ist aber fehleranfällig. Auch mit Ultraschall kann mit Hilfe des Dopplers die Herzfrequenz bestimmt werden. Nicht zuletzt kann man das Herz abhören (Auskultation).

Therapie 

Kommen Medikamente als Ursachen einer dauerhaften oder rezidivierend auftretenden, krankhaften Bradykardie nicht in Frage, ist die Implantation eines Herzschrittmachers notwendig. Überbrückend kann hier auch eine passagere Variante mit wenig Aufwand gelegt werden. Medikamentösen Maßnahmen wie die Gabe von Parasympatholytika (z.B. Atropin) oder Sympathomimetika (z.B. Adrenalin) kommen nur in der Notfallsituationen als Überbrückungsmaßnahme in Betracht. Gegebenenfalls muß eine Herzdruckmassage durchgeführt werden.