Furosemid

Furosemid (Handelsnamen u. a. Lasix®) ist ein Arzneistoff und Vertreter der sogenannten Schleifendiuretika, die im aufsteigenden Teil der Henle-Schleife in der Niere ein Transportprotein (einen Ionenkanal, den Natrium-Kalium-Chlorid-Cotransporter) hemmen und so zur Ausscheidung großer Mengen von Gewebeflüssigkeit führen. Bei venöser Gabe des Medikaments sind Ausscheidungsmengen von bis zu 50 Liter pro Tag möglich. Furosemid wurde 1962 von Hoechst patentiert.

Indikationen

Nach Herstellerangaben offiziell zugelassene Indikationen sind Bluthochdruck, Aszites und Ödeme (einschließlich Hirnödem) etwa infolge Herzinsuffizienz oder aufgrund von Leber-, Nierenerkrankungen oder von Verbrennungen, unter bestimmten Umständen auch drohendes Nierenversagen. Ferner wird Furosemid bei Hyperkaliämie eingesetzt, um überschüssiges Kalium auszuschwemmen.

Im Sport wird es als Maskierungsmittel eingesetzt, da es hilft eventuell vorhandene Spuren von eingenommenen Dopingmitteln aus dem Körper auszuschwemmen, weshalb es auf der Dopingliste zu finden ist.

Kontraindikationen

Kontraindikationen sind: Hypovolämie, Anurie, Hypokaliämie, Einsatz in der Stillzeit und das hepatische Koma.

 

Quelle : Wikipedia

Furosemid wird ganz allgemein bei Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen) infolge von Herzmuskelschwäche, Leberzirrhose, Funktionsstörungen der Nieren oder Verbrennungen eingesetzt.

Furosemid hat darüber hinaus noch einige weitere Einsatzgebiete:

  • Bei einem Lungenödem erreicht Furosemid eine rasche und intensive Flüssigkeitsausschwemmung.
  • Wie andere Schleifendiuretika dient Furosemid der Vorbeugung eines akuten Nierenversagens und der Behandlung einer Nierenfunktionsschwäche.
  • Furosemid findet Anwendung bei der Behandlung des Bluthochdrucks oder einer Bluthochdruckkrise im Rahmen von Herz- und Kreislauf-Beschwerden.

Wird mit Furosemid in Tabletten-Form keine ausreichende Harnausscheidung erreicht, kann der Wirkstoff auch als Injektion verabreicht werden.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Ausscheidung von Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium steigern
  • Nierendurchblutung steigern
  • Wasserausscheidungen fördern
  • Herz entlasten
  • Blutdruck senken.

Furosemid darf nicht angewendet werden bei:

  • schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinstrübung
  • schwerer Verringerung des Gehalts von Kalium im Blut
  • Verringerung des Gehalts von Natrium im Blut
  • zu geringer strömender Blutmenge im Körper
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder chemisch ähnliche Substanzen wie Sulfonamide und Trimethoprim. Hier sind vom Arzt mögliche Kreuzreaktionen zu beachten.
  • Nierenfunktionsschwäche mit fehlender Harnproduktion
  • normaler sowie eingeschränkter Nierenfunktion in höherer Dosierung.

Furosemid darf bei einem systolischen Blutdruck unter 90 mmHg nicht eingesetzt werden!

Quelle : www.onmeda.de