Überleben ganzverschütteter Personen in einer Lawine

Die Wahrscheinlichkeit einen Lawinenunfall zu überleben hängt entscheidend von der Art der Verschüttung ab. Während die Mortalität (Todesrate) bei einer Ganzkörperverschüttung (Kopf und Oberkörper sind verschüttet) über 50% beträgt, liegt sie bei Teilverschüttung (Kopf und Oberkörper frei) nur bei 4% und kommt überwiegend durch tödliche Verletzungen zu Stande. Die Gesamtmortalität einer Lawinenverschüttung liegt bei 23%. Die ersten 18 Minuten in einer Lawine im freien Gelände überleben 91% aller Verschütteten. (Überlebensphase). Todesfälle in dieser Phase sind fast ausschließlich durch tödliche Verletzungen bedingt.

Uhrglasnägel

Uhrglasnägel sind eine Form krankhaft veränderter Finger- (seltener Zehen-) Nägel.

Unblutiger Aderlass

Der unblutige Aderlass ist eine Methode zur Entlastung des Lungenkreislaufs. Im Gegensatz zum klassischen Aderlass, bei dem aus dem Körper Blut fließen gelassen wird, ist diese Methode absolut unblutig. Es wird nur ein Teil des zirkulierenden Bluts in drei der vier Extremitäten zurückgehalten. Dadurch wird zunächst die Vorlast der Herzkammern abgesenkt.

Unterkühlung

Die Unterkühlung,Hypothermie oder Verklammung ist ein Zustand nach Kälteeinwirkung auf den Körper eines Lebewesens, das heißt die Wärmeproduktion war über längere Zeit geringer als die Wärmeabgabe. Die Unterkühlung kann Gesundheitsschäden oder den Tod herbeiführen. Bei nur lokalen Kälteeinwirkungen kommt es zu Erfrierungen. Bei Unfällen am Wasser oder im Gebirge haben die Helfer in der Wasserrettung und dem Bergrettungsdienst immer auch von einer Unterkühlung des Patienten auszugehen.

Unterlassene Hilfeleistung

§ 323c Strafgesetzbuch Unterlassene Hilfeleistung Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Urapidil

Urapidil ist ein Antihypertensivum (blutdrucksenkendes Mittel) aus der Gruppe der α1-Rezeptorenblocker, und wird vor allem bei akuten Blutdruckerhöhungen eingesetzt.

Urbason®

Urbason® Wirkstoff Methylprednisolon ist ein Ersatz für das fehlende körpereigenen Kortisons. Weit häufiger ist der Einsatz des Wirkstoffes bei chronischen Entzündungen, die nicht durch Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder Viren bedingt sind. Hierzu zählen vor allem entzündliche Reaktionen durch Allergien oder Autoimmunkrankheiten. Urbason® wirkt entzündungshemmend, abschwellend und unterbindet die Histaminausschüttung. Im Notfall wird Urabason® bei anaphylaktischer Schock. allergische Reaktionen, schwerer Asthmaanfall und akutem Rückenmarkstrauma eingesetzt.

Urinsediment

Das Urinsediment oder Harnsediment (lat. sedimentum: Bodensatz) ist eine Aufbereitung des Urins zur mikroskopischen Beurteilung der festen Bestandteile. Werden bestimmte nicht-lösliche Bestandteile im Urinsediment nachgewiesen, so kann dies ein Hinweis auf bestimmte Erkrankungen der Niere oder der harnableitenden Organe (Harnleiter, Harnblase) sein. Die Untersuchung des Urinsediments ist einfach durchzuführen und gibt als diagnostische Methode wichtige orientierende Hinweise im Rahmen einer mikrobiologischen Beurteilung oder des sogenannten Urinstatus im Rahmen einer Urinuntersuchung.

Urinuntersuchung

Die Urinuntersuchung, auch Uroskopie oder Harnschau, ist eine der ältesten medizinischen Untersuchungen. Sie erlaubt Rückschlüsse auf den Zustand und die Funktionsfähigkeit von Niere und Blase, beispielsweise bei Niereninsuffizienz und Blaseninfektion. Heute wird in den meisten Fällen zunächst ein Urinteststreifen eingesetzt, der eine schnelle, einfache und preisgünstige Analyse des Urins auf Vorhandensein von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Eiweiß, Nitrit, Glukose und anderen Substanzen ermöglicht.