V-Lagerung

Die V-Lagerung wird bei Patienten angewandt, die dekubitalgefährdet sind oder bereits Dekubitalwunden an den Dornfortsätzen der Wirbelsäule haben. Von besonderer Bedeutung ist diese Lagerung jedoch auch bei liegenden Peridiualkathetern oder Drainagen im Rückenbereich, damit Druckstellen vermieden werden. Das Prinzip beruht auf der Hohllagerung. Benötigt werden zwei nicht prall gefüllte Kopfkissen. Diese werden zu sogenannten Schiffchen geformt, indem ein Teil des Kissens in den anderen gestülpt wird.
Jedes Kissen darf möglichst nur 20 mal 80 cm groß sein. Beide werden so gelegt, daß Sie sich überkreuzen. Diese Kissen werden V-förmig hinter den Patienten gebracht, so daß der Patient mit dem dritten Halswirbelkörper auf die Kissen zu liegen kommt und Hals und Kopf frei liegt.  Der Patient legt sich zurück und bekommt eine eigene Kopfunterstützung. Seine Arme können sehr gut auf die Enden der Kissen gelagert werden. Nun liegt die Wirbelsäule frei. Der Oberkörper ist gut überdehnt.
Die V-Lagerung ist gleichzeitig eine atemfördernde Lagerung. Die Lagerung kann sowohl im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden.

Vakuummatratze

Die Vakuummatratze ist eine Lagerungshilfe in der Notfallpatienten zum Transport komplett ruhig gestellt werden können. Sie wird eingesetzt <abbr title="zum Beispiel" lang="de">z.B.</abbr> bei jedem Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen, bei Brüchen des Oberschenkels <abbr title="beziehungsweise" lang="de">bzw.</abbr> Oberschenkelhalses. Sie besteht aus einer luftdichten Hülle, die kleine Kunststoffkügelchen beinhaltet. Durch das Absaugen der Luft wird sie fest und kann individuell angepasst werden.

Valsalva Manöver

Der Valsalva-Versuch, auch Valsalva-Pressdruck-Versuch, Valsalva-Manöver oder Valsalva-Methode (nach Antonio Maria Valsalva, 1666–1723) ist ein medizinisches Verfahren. Dabei wird der Luftdruck in den Luftwegen durch Verschließen der Atemwege und Anspannung der Atemmuskulatur (durch versuchtes Ausatmen) erhöht. Er wird zur Überprüfung des Barorezeptorenreflexes oder zur Belüftung des Mittelohres durchgeführt und beim Untersuchen von Beinvenen mit Ultraschall. Außerdem wird er von Patienten durchgeführt, die unter Herzrasen leiden, um die Schlagzahl des Herzen wieder zu normalisieren.

Valva aortae

Die Valva aortae Lateinisch für Aortenklappe ist das „Auslassventil“ der linken Herzkammer zur Aorta.

Varikosis

Krampfadern (von althochteusch krimpfan „krümmen“, lateinisch varix, Plural Varizen) sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis.

Varizen

Varizen sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis. Betroffen sind die oberflächlichen Venen der Beine inklusive deren Hauptstämmen, der Vena saphena magna und Vena saphena parva.

Vasodilation

Vasodilatation (von (lateinisch) vas „Gefäß“ und dilatatio „Erweiterung“) bezeichnet die Erweiterung der Blutgefäße. Vasodilatation kann sowohl aktiv, zum Beispiel bei Erschlaffung der Gefäßmuskulatur, als auch passiv, zum Beispiel durch erhöhtes Blutvolumen herbeigeführt werden. Das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln bei der aktiven Vasodilatation wird als Vasomotorik bezeichnet

Vasokonstriktion

Vasokonstriktion (von (lateinisch) vas „Gefäß“ und constringo  „zusammenschnüren“) ist der medizinische Fachbegriff für Gefäßverengung. Sie erhöht den Strömungswiderstand des arteriellen Systems, so dass der Blutdruck steigt. Lokale Vasokonstriktion und Vasodilatation (Erweiterung der Gefäße) dienen der Regulierung der Organdurchblutung.

Vasopressin

Vasopressin auch antidiuretisches Hormon, ADH genannt ist ein im Hypothalamus produziertes Peptidhormon mit diuresehemmender und gefäßverengenden (vasokonstriktorischer) Wirkung. Vasopressin wird als Pitressin® von der Firma Pfizer hergestellt. Vasopressin wird als stark blutdrucksteigernde Substanz erfolgreich bei Patienten im Schockzustand eingesetzt. Die Hoffnungen, die in Vasopressin als Alternative zu Adrenalin gesetzt wurden, haben sich jedoch bis jetzt nicht erfüllt. Mehrere große randomisierte Studien konnten keinen Überlebensvorteil bei der Gabe von Vasopressin (40 IU einmalig) nachweisen. Da die Datenlage insgesamt jedoch als ungenügend bewertet wird, gibt es in den aktuellen Reanimationsrichtlinien weder eine Empfehlung für noch gegen die Gabe von Vasopressin.

Vena cava inferior

Die Vena cava inferior („untere Hohlvene“) ist ein kräftiges venöses Blutgefäß der Brust- und Bauchhöhle.

Vena cava superior

Die Vena cava superior („obere Hohlvene“) ist ein kurzes kräftiges venöses Blutgefäß der Brusthöhle.

Venen

Venen sind Blutgefäße, die das im Körper zirkulierende Blut zurück zum Herzen führen. Mit Ausnahme der Lungenvenen transportieren sie sauerstoffarmes sogenanntes "venöses" Blut. Die Venen sind Teil des kardiovaskulären System und gehören zum so genannten Niederdrucksystem, das als Blutspeicher dient.

Venenwinkel

Als Venenwinkel (Angulus venosus) bezeichnet man in der Anatomie den Zusammenfluss der beiden Drosselvenen Vena jugularis externa und Vena jugularis interna sowie der Schlüsselbeinvene Vena subclavia zur Vena brachiocephalica (Syn. Vena anonyma) am Brusteingang. Er liegt beim Menschen hinter dem Schlüsselbein. Hier münden auch die großen Lymphsammelstämme. Dabei ist der linke Venenwinkel bedeutsamer, da hier der Brustmilchgang (Ductus thoracicus) als großes lymphatisches Sammelgefäß aus dem gesamten unteren Körper mündet. Rechts mündet nur ein kleineres Lymphgefäß aus dem rechten Arm und vom rechten Hals.

ventral

ventral (venter „Bauch“): bauchseits, am Bauch gelegen.

Verapamil®

Verapamil® ist ein Kalziumantagonist. Es verlangsamt den Kalziumeinstrom in die Zellen, und somit die Erregungsausbreitung am Reizleitungssystem. Außerdem bewirkt Verapamil® eine Vasodilatation (Erweiterung eine Blutgefäßes) vorwiegend im venösen Schenkel des Kreislaufs.Ein weiteres Medikament mit der gleichen Wirkung ist  Isoptin®

Verband

Verbände haben ein weites Anwendungsspektrum und müssen darum zum Teil widersprüchliche Leistungen erbringen. Dabei gilt natürlich in besonderer Weise, dass Verbände keine Schäden verursachen sollten. Ein wesentliches Problem fast aller Wundverbände ist eine drohende Verklebung oder Verwachsung der Wunde mit Verbandmaterial und die dann immer wiederkehrende Schädigung des Heilungsprozesses durch Verbandwechsel. Dieses Problem muss vor allem durch den Einsatz geeigneter Materialien gelöst werden. Außerdem schränken Verbände häufig Körperfunktionen ein, etwa wenn Schienen Gelenke immobilisieren. Dies führt nicht nur zur Einschränkung der Lebensqualität, sondern kann auch zu Folgeschäden führen, die unter Umständen dauerhaft sind.

Verbandbuch

In einem Verbandbuch werden in Betrieben, Behörden und Schulen die geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen schriftlich aufgezeichnet. Sie dienen als Nachweis, dass ein Gesundheitsschaden bei einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Die Eintragung hat unabhängig von der vermeintlichen Schwere der Verletzung zu erfolgen.

Verbandkasten

Ein Verbandkasten (lt. StVZO, DIN), oder standardsprachlich Verbandskasten, umgangssprachlich auch Erste-Hilfe-Kasten oder Rot-Kreuz-Kasten, ist ein Behältnis mit Verbandmitteln und weiterer Ausrüstung für die Erste Hilfe. In vielen Staaten existieren gesetzlich geregelte Mindeststandards für das Mitführen von Verbandkästen im Straßenverkehr und das Vorhalten von Erste-Hilfe-Material in Betrieben im Zuge des Arbeitsschutzes. Deshalb sind Verbandkästen in diesen Bereichen auch am weitesten verbreitet. Die Vorschriften können sich hierbei von Land zu Land jedoch mitunter stark unterscheiden.

Verbrennung

Eine Verbrennung (Combustio, Brandverletzung, Verbrennungstrauma) ist in der Medizin eine Schädigung durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Diese kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), elektrischen Strom oder Reibung entstehen. Bei der Verbrennung werden primär Haut und Schleimhaut geschädigt. Davon abzugrenzen ist die Kälteverbrennung, eine Sonderform der Erfrierung, die lokal mit der Verbrennung vergleichbare Schäden verursacht.

Verbrennungs-Grade

Verbrennungen werden in Schweregrade eingeteilt, die sich auf die Tiefe und die Ausdehnung der Verbrennung beziehen. Es gibt vier Verbrennungs-Grade.

Verhältnismäßigkeitsprinzip

Das Verhältnismäßigkeitsprinzip, auch als Grundsatz der Verhältnismäßigkeit bezeichnet, ist ein Merkmal des Rechtsstaats. Zweck des Grundsatzes ist es, vor übermäßigen Eingriffen des Staats in Grundrechte, insbesondere auch in die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG), zu schützen (daher oft auch Übermaßverbot genannt). Als verfassungsrechtliches Gebot ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gem. Art. 1 Abs. 3, Art. 20 Abs. 3 GG für die gesamte Staatsgewalt unmittelbar verbindlich.

Verletztenanhängekarte

Die Verletztenanhängekarte (VAK) ist ein Kartensystem, das beim Massenanfall von Verletzten (MANV) zur einheitlichen Registrierung der Patientendaten und zur Dokumentation der Verletzung oder Erkrankung, sowie der durchgeführten Maßnahmen dient. Für die Registrierung von Unverletzten (Betroffenen) werden Begleitkarten oder Ausweis/Bezugskarten verwendet. Die VAK wird meist mit Klarsichttaschen und Gummikordel am Patienten befestigt.

Verschreibungspflicht

Die Verschreibungspflicht beziehungsweise Rezeptpflicht regelt die Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten an den Verbraucher. Die Verschreibungspflicht soll den Patienten zum Beispiel vor unmäßigen Nebenwirkungen durch die Arzneimitteleinnahme oder durch den Verzehr belasteter tierischer Lebensmittel schützen. Vor allem bei neuen Arzneimitteln sind die Nebenwirkungen noch nicht vollständig bekannt und können oft nur durch den breiten Einsatz in der Bevölkerung komplett erfasst werden. Auch soll der Missbrauch von Arzneimitteln verhindert werden. Arzneimittel, die keine Verschreibung benötigen, werden umgangssprachlich auch als rezeptfrei bezeichnet.

Vesikel

Vesikel, von lateinisch vesicula „Bläschen“ sind  kugelförmige oder ovoide Zellstrukturen in Nervenzellen. Sie sind von einer einfachen Membran umgeben, die genauso aufgebaut ist wie die Zellmembran.

Visken®

Visken® ist ein Medikament aus der Gruppe der Betablocker. Visken® hemmt die Wirkung von den Hormonen Adrealin und Noradrealin, indem sie deren Rezeptoren, die Beta1 und Beta2-Rezeptoren, im Herzen, in der Lunge, in der Muskulatur, in der Bauchspeicheldrüse, in den Nieren, in den Blutgefäßwänden und im Fettgewebe blockieren. Die Abläufe, die durch Aktivierung der Beta1 und Beta2-Rezeptoren auftreten, sind z.B. eine Steigerung des Herzschlages, ein schneller Puls, eine Verengung der Gefäße, die Weitung der Lunge beim Einatmen oder die Bereitstellung von Zucker aus den Energiespeichern der Muskulatur. Die Blockung der Botenstoffe Nonadrealin und Adrealin bewirkt eine Senkung des kardialen Sauerstoffverbrauchs, Senkung von Herzfrequenz und Herzkraft, daraus resultiert eine Blutdrucksenkung. Durch die Beta1 und Beta2-Blockade entsteht ein gesteigerter peripherer und bronchialer Gefäßwiderstand.

Vitalkapazität

Die Vitalkapazität ist eine Kenngröße für die Funktion der Lunge und wird in der Spirometrie benutzt. Es gibt Größen jeweils für die Einatmung (inspiratorische Vitalkapazität) und für die Ausatmung (exspiratorische Vitalkapazität).

Vitamin A

Vitamin A gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Man unterscheidet Vitamin A1 (Retinol) und Vitamin A2 (3-Dehydroretinol) sowie verschiedene Abkömmlinge. Viel Vitamin A enthalten Karotten, Spinat und Leber. Bei Vitamin-A-Mangel können unter anderem Nachtblindheit oder Schäden an Haut und Schleimhäuten entstehen. Vitamin A muss dem Körper über die Nahrung zugeführt werden, da er es nicht selbst herstellen kann.

Vitamin B1

Vitamin B1 ,Thiamin oder Aneurin ist ein wasserlösliches Vitamin von schwachem, aber charakteristischem Geruch und ist insbesondere für die Funktion des Nervensystems unentbehrlich. Wird das Vitamin B1 für ca. 14 Tage dem Körper nicht mehr zugeführt, sind die Reserven zu 50 % aufgebraucht. Es wird im Volksmund auch Stimmungsvitamin genannt. Vitamin B1 kommt vor allem in Fleisch, Hülsenfrüchten, Getreide und Kartoffeln vor. Der tägliche Bedarf liegt bei Männern bei zirka 1.3 Gramm, bei Frauen 1.1 Gramm. Thiamin ist hitzeempfindlich, es wird durch Kochen zerstört (zu ca. 40 %). Es ist wasserlöslich, dadurch geht beim Kochen in Wasser ein Teil ins Kochwasser verloren. In rohem Fisch und Farnen ist das Enzym Thiaminase enthalten, das Thiamin abbaut und somit vernichtet.

Vitamin C

Vitamin C auch Ascorbinsäure ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Vitamin C ist vor allem in Obst wie Sanddorn, schwarze Johannisbeere, Kiwi, Zitrusfrüchten und Säften enthalten. Es kommt aber auch in Paprika, Brokkoli, Tomaten, Grünkohl, Kohlrabi, Blumenkohl und Kartoffeln vor. Vitamin C erfüllt im menschlichen Körper vielfältige Schutzfunktionen und ist wichtig für den Aufbau von Bindegewebe, Zähnen, Zahnfleisch und Knochen. Vitamin C muss dem Körper über die Nahrung zugeführt werden, da er es nicht selbst herstellen kann.

Voltaren®

Voltaren® ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID) und wird bei Entzündungen und Schmerzen eingesetzt.

Vomex®

Vomex® ist ein hydrophiles, apothekenpflichtiges (als Injektionslösung verschreibungspflichtiges) Antihistaminikum. Es wirkt auf das zentrale Nervensystem und wird gerne zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei der so genannten Reisekrankheit (Kinetose) angewandt.