Bandwurm

Bandwürmer nisten sich bei Menschen im Darm ein und können einige Meter lang werden. Klassische Krankheitssymptome treten in der Regel nicht auf.

Bandwurmbefall wird auch Taeniasis genannt.

Bandwürmer zählen zu den Plattwürmern und sind Endoparasiten. Ihre Größe variiert zwischen Millimetern bis mehreren Metern. Bandwürmer bevorzugen den Darm des Menschen als Lebensraum, wo sich reichhaltige Nahrung finden. Bandwürmer müssen während ihres Entwicklungszyklus einen Wirtswechsel vollziehen. Ihre Namensgebung richtet sich dabei nach ihren Wirten.

Man unterscheidet je nach Zwischenwirt:

  • Rinderbandwurm Länge zwischen 5 und 10 Meter. Der am häufigsten vorkommende Bandwurm in Deutschland
  • Schweinebandwurm Länge zwischen 3 und 5 Meter
  • Fischbandwurm Länge bis zu 10 Meter ist sehr selten
  • Hundebandwurm
  • Katzenbandwurm
  • Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis)

Der Mensch übernimmt bei den Bandwürmern die Rolle als Endwirt oder auch als Zwischenwirt. An der Darmwand ihres Endwirtes, zum Beispiel dem Menschen, verankern sich die Bandwürmer mit ihrem Kopf. Hierfür bedienen sie sich der an ihrem Kopf befindlichen Saugnäpfe, Sauggruben oder einem Hackenkranz. Oft schließen sich gleich sehr viele Bandwürmer mit an den Kopf an, diese werden dann als Proglottiden bezeichnet.

Wirtswechsel der Bandwürmer

Bandwürmer besitzen sowohl weibliche als auch männliche Keimzellen, sogenannte zwittrige Keimanlagen. Der Bandwurm besteht aus mehreren Teilen. So reifen die Eier nach der Befruchtung im Bandwurm heran. Sobald sie dann reif sind, werden sie mit dem gesamten Teilbereich abgestoßen und vom Wirt über den Kot ausgeschieden. Die Larven des Bandwurms bohren sich durch die Darmwand und werden so mithilfe des Blutkreislaufes im gesamten Körper verteilt. An bestimmten Organen, wie Muskeln, Leber, Lunge, etc. setzen sie sich dann fest und bilden sogenannte „Finne“ aus. Der Endwirt isst nun das finnenhaltige Fleisch, die Finne entwickeln sich im Darm erneut zu einem Bandwurm und somit infiziert sich der Endwirt mit ihm. Wird daher die Erkrankung nicht medikamentös behandelt, entsteht daraus ein währender Kreislauf.

Schädlichkeit

Der Wurm selbst ist für den Endwirt bei mäßigem Befall meistens unschädlich. Nur bei zu hohem Aufkommen kann der Wirt an Gewicht verlieren. Die eigentliche Gefahr geht von den Metacestoden aus, die sich im Gewebe einlagern und dort gesundes Gewebe verdrängen oder durch „krebsartiges“ Wachstum ganze Organe zerstören können, wie dies etwa bei der Hydatidenbildung des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis) der Fall ist. Beim Menschen hat aber eine Infektion mit einigen Arten meist erhebliche Krankheitsfolgen.

Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Erste Anzeichen einer Infektion beim Menschen sind weißliche Proglottiden im Stuhl. Krankheitssymptome treten oftmals nicht auf.

Einzig unklare Bauchschmerzen, Heißhunger und auch Appetitlosigkeit können auf einen Bandwurm hinweisen. Infizierte Kinder nehmen deutlich ab. Sollte man sich einmal mit einem Bandwurm infizieren, gibt es Medikamente um ihn wieder auszuscheiden. Um einer Infizierung vorzubeugen, sollte man Schweine- und Rindfleisch immer genügend erhitzen. Man kann sich aber auch durch das Streicheln von Hunden oder Katzen mit dem Bandwurm infizieren.

Behandlung :

Wurmfarn Das aus dem Wurmfarnrhizom erhaltene Harzöl ist ein sehr wirksames Wurmmittel. Das Harzöl wurde früher gegen Bandwürmer eingesetzt. Es lähmt die Muskulatur der Bandwürmer, so daß diese sich von der Darmwand lösen. Heute wird das Harzöl kaum verwendet, da es sehr giftig und instabil ist.Wurmfarn ist giftig!

Kürbissamen Kürbissamen lähmen den Bandwurm. Es muß ein starkes Abführmittel genommen werden zirka 3 Stunden nach Einnahme der Kürbissamen. Kürbissamen sind für den Menschen ungefährlich.

Praziquantel Praziquantel wird zur Behandlung von Infektionen mit Bandwürmern und Saugwürmern wie Leber- und Lungenegel verwendet.

Nach einer Behandlung muß der Stuhl sorgfältig analysiert werden um sicherzustellen das auch der Kopf des Wurmes ausgeschieden wurde und nicht nur Endglieder. Der Bandwurm ist in der Lage sich von seinen Endgliedern zu trennen.

Quelle : www.optikur.de