Madenwurm

Der Madenwurm, Springwurm, Pfriemenschwanz oder die Aftermade (Enterobius vermicularis syn. Oxyuris vermicularis von griechisch ὀξύς – Spitze, οὐρά – Schwanz und lateinisch vermiculus – Würmchen) ist ein parasitischer Fadenwurm und der häufigste Eingeweidewurm, der weltweit, vor allem aber in den gemäßigten Klimazonen verbreitet ist.500 Millionen Infektionen sind weltweit pro Jahr zu verzeichnen, und zwar in sämtlichen Ländern und in allen sozialen Gruppen.
Etwa 50 % aller Menschen werden mindestens einmal im Leben befallen. Der Wurmbefall selbst wird als Enterobiasis oder Oxyuriasis bezeichnet.

Magen

Der Magen (griechisch γαστήρ gaster „Bauch“, „Magen“, lateinisch ventriculus) ist ein Verdauungsorgan des Menschen. Der Magen ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe, das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Im Magen wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft vermengt, der im Wesentlichen aus dem eiweißspaltenden Enzym Pepsin und Salzsäure besteht. Im Ruhezustand sondern die Drüsen etwa 10 ml Magensaft pro Stunde ab. Bei Nahrungsaufnahme kann die Bildung von Magensaft auf bis zu 1000 ml pro Stunde beschleunigt werden. Die Bildung wird sowohl durch Nerven-Impulse (vor allem vor der Nahrungsaufnahme), als auch durch Hormone gesteuert. Durch Muskelkontraktion (Peristaltik) wird der Nahrungsbrei weiter zum Pförtner transportiert. Dieser bildet als Schließmuskel (Sphinkter) einen Verschluss zwischen Magen und Darm und kann sich für den Durchtritt des angedauten Speisebreis (Chymus) ca. 2–3 mm weit öffnen. Dieses geschieht regelmäßig, um den Nahrungsbrei gleichmäßig in den Zwölffingerdarm weiterzuleiten. Aufgaben des Magen sind: Bildung von Magensäure, Bildung von eiweißspaltenden Enzymen, Bildung von zähem Schleim der auf der Magenschleimhaut haftet, und den Magen vor seiner eigenen Säure schützt, sowohl das Abtöten von Bakterien welche durch die Nahrung aufgenommen werden,

Magenspülung

Die Magenspülung (auch Magenausspülung oder Magenaus- oder abheberung) ist ein medizinischer Eingriff zur Entleerung des Magens. Umgangssprachlich wird der Vorgang auch als „Magenauspumpen“ bezeichnet.

Magill-Zange

Die Magill-Zange ist eine medizinische Zange, die im Unterschied zur Tupferzange abgewinkelt ist. Die Greifbacken sind zudem aufgeraut und verbreitert. Dadurch eignet sich die Magill-Zange besonders zum Einsatz im Mund-/Rachenraum. Sie wird in Kombination mit der Laryngoskopie oft zur Entfernung von Fremdkörpern aus den oberen Atemwegen, zum Positionieren des Tubus bei der nasalen Intubation sowie zum Einführen von Magensonden in die Speiseröhre benutzt.

Magnesium Phosphoricum (Schüssler Salz Nr. 7)

Magnesium phosphoricum ist das Schmerzmittel unter den Schüssler-Salzen. Es wird gegen Schmerzen und Krämpfe eingenommen. Anders als die anderen Schüssler-Salze wird Magnesium phosphoricum besonders gern als sogenannte "Heisse Sieben" angewendet

Mann über Bord System

"Mann über Bord" war bisher in der Seefahrt eine erschreckende Meldung. Bei widrigen Bedingungen (hoher Seegang, Dunkelheit, regen, Nebel etc.) ist das Auffinden einer in der See treibenden Person fast unmöglich und eine Rettungsaktion wird zur Glücksache. Hilfe durch Dritte steht in den meisten Regionen der Erde aufgrund mangelnder Infrastruktur nicht zur Verfügung oder es vergeht bis zu deren Eintreffen zu viel Zeit, um das Überleben des Verunglückten zu ermöglichen.

MANV Massenanfall von Verletzten

Der Massenanfall ist ein Notfall mit einer größeren Anzahl Verletzter oder Erkrankter sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen, der mit der vorhandenen und einsetzbaren Vorhaltung des Rettungsdienstes aus dem Rettungsdienstbereich bewältigt werden kann. Damit sind im Dienst befindliche Potenziale des bodengebundenen Rettungs­dienstes oder der Luftrettung gemeint, ergänzt durch alarmiertes,wachfreies Rettungsdienstpersonal und rettungsdienstlich ausgerich­tete Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) im eigenen Rettungsdienst­bereich.

MAP (mittlerer arteriellen Blutdruck)

Unter dem mittleren arteriellen Blutdruck Englisch middle arterial pressure, MAP, versteht man den durchschnittlichen, d.h. den unabhängig von den systolischen und diastolischen Schwankungen im Gefäßssystem herrschenden Mittelwert des Blutdrucks.

Marcumar®

Marcumar® Wirkstoff Phenprocoumon ist ein Arzneimittel , das zur Hemmung der plasmatischen Blutgerinnung eingesetzt wird. Die Medikamente werden der Wirkstoffklasse der Cumarine zugeordnet.

MAST Military Anti-Shock Trousers

MAST Military Anti-Shock Trousers, auch Pneumatic Anti-Shock Garments PASG oder auf Deutsch Antischockhosen genannt sind medizinische Geräte zur Bekämpfung von schweren Schockzuständen. In Deutschland werden sie primär von der Bundeswehr eingesetzt. Im zivilen Rettungsdienst sind sie normalerweise nicht zu finden.

McBurney-Punkt

Der McBurney-Punkt bezeichnet eine Stelle zwischen den beiden äußeren Dritteln der Verbindungslinie zwischen dem rechten vorderen oberen Darmbeinstachel (Spina iliaca anterior superior) und dem Bauchnabel. Ein Druckschmerz in diesem Bereich weist auf eine Appendizitis („Blinddarmentzündung“) hin, ist jedoch für die Diagnose weder erforderlich noch beweisend.

MCP AL Tropfen

MCP AL Tropfen ist ein Arzneimittel welches bei Übelkeit, Erbrechen, Bewegungsstörungen (Motilitätsstörungen) des oberen Magen-Darm-Traktes und Reiseübelkeit Anwendung findet.  Der Wirkstoff von MCP AL Tropfen ist Metoclopramid ein Dopamin-Antagonist.

Meditox

Das medizinisch-toxikologische Informationssystem MEDITOX des Landes Baden-Württemberg wurde im Jahre 1996 zunächst als Informationszentrale für Gefahrgut- und Großschadensfälle mit chemischen Substanzen in Betrieb genommen.

Medizinprodukt

Medizinprodukte sind nach § 3 Medizinproduktegesetz – MPG –Instrumente Apparate, Vorrichtungen, In-vitro-Diagnostika, Stoffe , und Zubereitungen aus Stoffen oder andere Gegenstände mit medizinischer Zweckbestimmung einschließlich der für ein einwandfreies Funktionieren des Medizinproduktes eingesetzten Software, die zur Anwendung für Menschen bestimmt sind. Anders als bei Arzneimitteln, die pharmakologisch, immunologisch oder metabolisch wirken, wird die bestimmungsgemäße Hauptwirkung bei Medizinprodukten primär auf physikalischem Weg erreicht.

Medulla oblongata

Die Medulla oblongata („verlängertes Mark“) ist der hinterste Gehirnteil und gehört zum Hirnstamm und damit zum Zentralnervensystem. Es beherbergt als wichtigste Zentren das Atem- und das Kreislaufzentrum sowie die Pyramidenbahnkreuzung. Das Kreislaufzentrum kontrolliert Herzfunktion und Blutdruck.    

Medumat Standard

MEDUMAT Standard ist ein automatisches Beatmungsgerät der Firma Weinmann und dient zur kontrollierten Beatmung von Personen ab ca. 10 kg Körpergewicht.

MEES Mainz Emergency Evaluation Score

Die Mainz Emergency Evaluation Score (MEES) ist ein Scoring-System, um die Effektivität der präklinischen Versorgung von Patienten durch den Rettungsdienst zu dokumentieren und nachhaltig zu verbessern. Sie wurde 1992 entwickelt.

Meldepflicht

m deutschen Recht bestehen zahlreiche Meldepflichten. Mit der Meldepflicht obliegt dem Bürger gegenüber dem Staat die Pflicht, einen bestimmten Vorgang an die jeweils zuständige Behörde anzuzeigen.

Membrana synovialis

Die Membrana synovialis (Stratum synoviale) stellt eine aus lockerem Bindegewebe bestehende Innenhaut der Gelenkkapsel dar

Mengenelement

Als Mengenelemente bezeichnet man Mineralstoffe, die im Gegensatz zu den Spurenelementen (Mikroelementen) in verschiedenen Medien in Massenanteilen von mehr als 50 mg pro Kilogramm vorkommen. Weil Mengenelemente im wässrigen Milieu meist ionisiert vorliegen, d. h. als positiv (Na+, K+, Ca2+, Mg2+) oder als negativ (Cl-, HPO42-, SO42-) geladene Teilchen, werden sie aus diesem Grund als Elektrolyte bezeichnet. Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff sind die vier Grundelemente der Organismen. Die gesamte Biomasse besteht zu 99 % aus diesen vier Elementen. Diese vier Elemente werden nicht zu den Mineralstoffen gezählt.

Meniskus

Als Menisken bezeichnet man in der Anatomie zwei Knorpel im Kniegelenk. Pro Kniegelenk findet man einen Innen und einen Außenminiskus. Derinnere Miniskus hat die Form eines Halbmonds. Der äußere Miniskus hat die Form eines Kreises.

Mepivacain

Mepivacain (Handelsnamen: Scandicain®, Meaverin®, Mecain®) ist ein Lokalanästhetikum vom Amid-Typ. Wie alle Lokalanästhetika kann es auch bei Anwendung von Mepivacain zu unerwünschten Wirkungen kommen. Diese können abhängig von der Höhe des Plasmaspiegels von neurologischen Symptomen bis hin zu Herzrhythmusstörungen reichen.

Mesenterialinfarkt

Als Mesenterialinfarkt wird ein meist akuter Verschluss eines Darmgefäßes bezeichnet, der zur Infarzierung und Nekrotisierung des entsprechenden Darmabschnitts führt, wobei sowohl die Embolisierung einer Arterie als auch die Thrombosierung einer Vene dafür verantwortlich sein können. Bei den entsprechenden betroffenen Arterien handelt es sich in ca. 85 % der Fälle um die Arteria mesenterica superior, der Rest verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf Truncus coeliacus und Arteria mesenterica inferior.

Mesenterialvene

Als Mesenterialvene lateinisch Vena mesenterica, Darmvene , Gekrösevene werden Venen bezeichnet, die suerstoffarmes, aber nährstoffreiches Blut vom Darmbereich, in die Pfortader transportieren. Der Mensch besitzt zwei Mesenterialvenen die obere Darmvene,  auch Obere Gekrösevene, obere Eingeweidevene (lateinisch Vena mesenterica superior) genannt und die untere Darmvene, auch Untere Gekrösevene, Untere Eingeweidevene (lateinisch Vena mesenterica inferior) genannt.

Metamizol

Metamizol-Natrium ist ein Schmerzwirkstpff, der von der Firma Hoechst entwickelt wurde. Er erlangte weltweite traurige Berühmtheit, da es mehrfach vom Markt genommen wurde, weil es zu ungeklärten Nebenwirkungen kam. Bis heute ist er jedoch ein hoch wirksames Schmerzmittel, welcher im Krankenhausbetrieb häufig Verwendung findet.Sein Handelsname ist Novalgin®

Mikroalbuminurie-Test

Der Mikroalbuminurie-Test gibt Aufschluss über die innerhalb von 24 Stunden oder spontan im Urin ausgeschiedene Menge des Proteins Albumin. Unter normalen Umständen wird dieses große, negativ geladene Eiweiß vom Filterapparat der Niere herausgefiltert und ist somit nicht oder nur in sehr geringen Mengen im Urin messbar. Bei Erkrankungen ist das Albumin im Urin vorhanden. Die Untersuchung zählt zu den wichtigen Vorsorgeuntersuchungen für Patienten mit Diabetes mellitus sowie für Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie). Dabei werden frühzeitig Nierenschäden sowie Probleme im Herz-Kreislauf System erkannt.

Mikrofilamente

Mikrofilamente sind fadenförmige Protein-Strukturen in eukaryotischen Zellen (Zellen mit Zellkern). Sie bestehen hauptsächlich aus dem Protein Aktin und werden daher auch als Aktinfilamente bezeichnet. Funktioniell spielen sie eine Rolle bei aktiven Bewegungen der Zellen, bei intrazellulären Transportvorgängen und bei der mechanischen Stabilisierung der Zellen.

Mikrotubuli

Mikrotubuli sind röhrenförmige, fadenförmige Protein-Strukturen in den Zellen. Sie sind Bestandteil des Zytoskeletts. Sie sind mitverantwortlich für die mechanische Stabilisierung der Zelle und ihrer äußeren Form, für aktive Bewegungen der Zelle als Ganzes, sowie für Bewegungen und Transporte innerhalb der Zelle.

Micropur

Micropur ist eine Trinkwasserentkeimung auf Silber Basis. Es handelt sich dabei um ein Silberpräperat  dass bei seiner Auflösung in Wasser je nach der angewandten Konzentration langsam in seine Komponente zerfällt. Hierdurch entstehen Silberionen, die je nach Verbrauch durch den Silberkomplex nachgeliefert werden. Diese Depotwirkung ermöglicht eine langfristige Konservierung von behandeltem Trinkwassers. Bakterien, wie Cholera und Salmonellen werden zuverlässig getötet.

Milz

Die Milz (lateinisch Lien, griechisch σπλήν, splēn) ist ein in den Blutkreislauf eingeschaltetes Organ des lymphatischen Systems und liegt in der Bauchhöhle nahe dem Magen. Die Milz hat zwei grundlegende Aufgaben. Zum einen dient sie der Vermehrung der zu den weißen Blutkörperchen gehörenden Lymphozyten und spielt daher eine Rolle bei der Abwehr körperfremder Stoffe (Antigene). Zum anderen dient sie der Aussonderung überalterter roter Blutkörperchen. In der späten Fetalentwicklung und bei Kindern spielt die Milz darüber hinaus auch eine Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen.

Mitralklappe

Das „Einlassventil“ zwischen linker Herzkammer und linkem Vorhof heißt Bikuspidalklappe (Valva atrioventricularis sinistra). Diese Klappe hat zwei (bi) Klappensegel (Cuspes) und erinnert in ihrer Form an eine Mitra und wird daher auch als Mitralklappe (Valva mitralis) bezeichnet.

Mobile Stroke Unit

Die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) hat seit 17. November 2008 einen Schlaganfalls-Rettungswagen (Mobile Stroke Unit) im Einsatz. Diese weltweit einzigartige Mobile Stroke Unit beherbergt einen Computertomographen und Laborgeräte, die für die Diagnostik des Schlaganfalls unentbehrlich sind. Per Telemedizin können die Bilddaten in die Klinik gesandt werden, um ggf. weitere Expertise einholen zu können.

Mol

Das Mol gehört zu den Basiseinheiten und ist als die Stoffmenge definiert, die aus genau so vielen Teilchen besteht wie in 12 g Kohlenstoff enthalten sind. Hierzu gehören beliebige Teilchen Atome, Ionen, Elektronen, Moleküle, etc..

Molekül

Ein Molekül ist ein Teilchen, in dem zwei oder mehr Atome fest miteinander verknüpft sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Atome von verschiedenen Elementen oder von ein und demselben sind. Sauerstoff O2 ist ein natürliches Molekül, genauso wie H2O Wasser.
Die Zusammensetzung eines reinen Stoffes wird mit seiner chemischen Formel angegeben. Jedes vorhandene Element wird durch sein Elementsymbol bezeichnet, gefolgt von einer tiefgestellten Zahl zur Angabe der Anzahl der Atome.
C6H12O6 der Zucker besteht aus 6 Kohlenstoff-, 12 Wasserstoff- und 6 Sauerstoff- Atomen. Seine Formel nennt man Molekularformel.

MoNA (Moderne Notrufabfrage)

MoNA ist ein interaktives Abfrageschema, das die Dringlichkeit medizinischer
Notrufe in 5 Kategorien einstuft. Dazu verwendet das System Informationen des Anrufers und des Leitstellendisponenten, welche dann, gestützt auf Entscheidungsbäumen, in kürzest möglicher Zeit zu einer einer Alarmierung des richtigen Rettungsmittels führt.

Morbus Basedow

Morbus Basedow oder Basedow-Krankheit (lat. morbus = die Krankheit) ist eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse. Häufig, aber nicht immer, geht die Erkrankung mit einem Kropf (Struma), einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder einer Beteiligung des Auges (endokrine Orbitopathie) einher.

Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken. Sie gehört zur Gruppe der Erkrankungen der Wirbelsäulengelenke (Spondylarthropathien) und betrifft vorwiegend die Lenden- und Brustwirbelsäule und die Kreuz-Darmbeingelenke. Außerdem kann es auch zu Entzündungen der Regenbogenhaut des Auges und selten auch anderer Organe kommen.

Morbus Crohn

Der Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Es handelt sich um eine chronische Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann. Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum) und der Dickdarm (Colon), seltener die Speiseröhre (Ösophagus) und der Mund. Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. „skip lesions“) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind.

Morbus parkinson

Morbus parkinson, deutsch die Parkinson Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie betrifft bestimmte Gebiete des Gehirns (die Basalganglien), die an der Kontrolle der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegung beteiligt sind. Die langsame Degeneration von Zellen der Substantia nigra (Schwarze Substanz) verursacht einen Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn. Dieser Mangel führt zu den klassischen Symptomen der Krankheit. Im Deutschen wird die Parkinson Krankheit auch als Schüttellähmung bezeichnet. Sie ist v.a. gekennzeichnet durch Bewegungsarmut, 2. Zittern in Ruhe, Muskelsteifheit, Gang- oder Gleichgewichtsstörungen.

Mortalität

Die Mortalität (von lat. mortalitas das Sterben), Sterblichkeit oder Sterberate ist ein Begriff aus der Demografie. Sie bezeichnet die Anzahl der Todesfälle, bezogen auf die Gesamtanzahl der Individuen oder, bei der spezifischen Sterberate, bezogen auf die Anzahl der betreffenden Population, meist in einem bestimmten Zeitraum.

MPG (Medizinproduktegesetz)

Medizinproduktegesetz (kurz MPG) bezeichnet in Deutschland und Österreich die nationale Umsetzung der europäischen Richtlinien 90/385/EWG für aktive implantierbare medizinische Geräte, 93/42/EWG für Medizinprodukte und 98/79/EG für In-vitro-Diagnostika.

mSTaRT

In München wurde 2004 in Anlehnung an das amerikanische STaRT-System (Simple Triage and Rapid Treatment) das mSTaRT-System entwickelt. Die grundlegende Neuerung gegenüber den anderen bestehenden Sichtungssystemen besteht darin, dass diesem System ein Algorithmus zugrunde liegt, anhand dem auch von nichtärztlichem Rettungsdienstpersonal einem Patienten innerhalb von 45 Sekunden eine Sichtungskategorie zugewiesen werden kann. Damit können die ohnehin nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehenden Notä̈rzte direkt am Patienten eingesetzt werden.

MTC100 TETRA PDA

Motorolas MTC100 ist der weltweit erste PDA, welcher TETRA als drahtlose Übertragungstechnologie nutzt. Das im MTC100 integrierte TETRA-Modem bietet somit den BOS-Anwendern vielfältige Möglichkeiten von Datenanwendungen und Zugang zu allen notwendigen Informationen während des operativen Einsatzes. Durch das standardisierte und weit verbreitete Windows® Mobile 5 Betriebssystem werden Anwendung und Bedienung deutlich erleichtert. Das im MTC100 integrierte GPS-System bietet für den Anwender eine erhöhte Sicherheit und Optimierung der Einsatzplanung durch Lokalisierungsmöglichkeiten. Der TETRA-PDA ermöglicht das Aufnehmen, Versenden und Empfangen von digitalen Bildern zum noch effizienteren Austausch von Informationen. Durch die integrierte Kamera, komfortabel ausgestattet mit Zoomfunktion und Beleuchtung, können z. B. Aufnahmen vom Einsatzort direkt zur Einsatzleitung übermittelt werden, während die Bluetooth-Funktion eine Verbindung zu drahtlosen Geräten wie Druckern oder Datenerfassungsgeräten herstellen kann.

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS), auch als Encephalomyelitis disseminata (ED) bezeichnet, ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Sie ist neben der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter und von erheblicher sozialmedizinischer Bedeutung.

Muscarin

Muscarin ist das Gift des Fliegenpilzes, verschiedener Trichterling- und Risspilzen. Es wirkt an den Acetylcholinrezeptoren der Synapsen wie Acetylcholin wird aber von der Acetylcholinesterase nicht abgebaut. Dies führt dann zu einer Dauererregung. Seine Wirkungen sind vermehrter Speichel- und Tränenfluss, Pupillenverengung (Miosis), Schweißausbruch, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufkollaps. Eine Vergiftung kann auch zu einer Herzlähmung und damit zum Tode führen. Bei einer Muscarin-Vergiftung steht Atropin als Antidot zur Verfügung.

Musculus deltoideus

Der Musculus deltoideus (Deltamuskel) wird aufgrund seiner Lage (Entfernung von Nerven oder Arterien) zur intramuskulären Injektion von Medikamenten genutzt. Der Musculus deltoideus ist ein dreieckiger Skelettmuskel, der wie ein Paket über dem Schultergelenk liegt und ihm Halt verleiht, indem er den Kopf des Oberarmknochens in die Gelenkpfanne drückt. Der Musculus deltoideus ist wesentlich an der Kontur der Schulterregion beteiligt und dient der Hebung des Oberarms.

MUAC Test

MUAC, Englisch für "Mid-Upper Arm Circumference" ist ein Schnelltest für Kinder, mit dem der Ernährungszustand eines Kindes festgestellt wird. Der MUAC-Test wird mit einem speziellen Armband durchgeführt, das den Oberarmumfang bei Kindern zwischen 1 und 5 Jahren mißt.

Muskelfaserriss

Der Muskelfaserriss ist eine Sportverletzung, bei der es nach einer stärkeren Belastung zum Zerreißen von Muskelgewebe kommt. Im Gegensatz zur Muskelzerrung lässt sich eine Strukturveränderung mit Zerstörung von Muskelzellen und eine Einblutung erkennen.

Muskelkater

Als Muskelkater (wohl volksetymolog. Eindeutschung von Katarrh) bezeichnet man einen Schmerz, der nach körperlicher Anstrengung, besonders bei hohen Belastungen der Muskelpartien, auftritt. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach der jeweiligen Tätigkeit bemerkbar.

Muskelkrampf

Ein Muskelkrampf tritt plötzlich mit heftig einsetzenden Schmerzen auf. Meistens geschieht das direkt während oder nach einer extremen Belastung, vorwiegend nachts. Am häufigsten sind die Wadenmuskeln und die Oberschenkelmuskulatur betroffen.

Myoglobin

Myoglobin ist ein Protein im Muskelgewebe. Myoglobin ist der Sauerstoff-Träger des Muskels. Myoglobin erleichtert den Sauerstoff-Transport im arbeitenden Muskel, indem es die effektive Löslichkeit für Sauerstoff erhöht. Im Gegensatz zum strukturverwandten Hämoglobin bindet Myoglobin den Sauerstoff nicht positiv kooperativ, sondern unabhängig von der Sauerstoffkonzentration der Umgebung. Erhöhte Werte im Blut können auf einen Herzinfarkt schließen.