Bakterien

Bakterien sind sehr kleine, einzellige Lebewesen, so genannte Mikroorganismen. Sie sind meistens zwischen 0,2 und 2,0 Mikrometer groß und vermehren sich durch einfache Querteilung.

Bakterielle Zellen besitzen keinen festen Zellkern. Die DNA der Bakterien liegt daher "nackt" im Zytoplasma der Zelle vor. Wegen dieser besonderen Eigenschaft zählt man die Bakterien zu den Prokaryoten. Das Wort leitet sich von den griechischen Worten pró (anstatt) und káryon (Kern) ab und bedeutet demnach soviel wie Kernersatz.

Im Gegensatz dazu liegt in pflanzlichen, tierischen und menschlichen Zellen die DNA geschützt in einem Zellkern. Man zählt sie deshalb zu den Eukaryoten. Der Begriff leitet sich von den griechischen Worten (gut, wohl) und káryon (Kern) ab.

Bakterien können ein unterschiedliches Erscheinungsbild (Morphologie) haben, das sich in drei Grundformen einteilen läs

  1. Kokken:
    Der Begriff Kokken kommt aus dem Griechischen und bedeutet Kugeln oder Beeren. Bei Kokken handelt es sich entsprechend um runde oder ovale Bakterien, deren Durchmesser etwa 0,1 Mikrometer beträgt. Kokken treten einzeln auf oder lagern sich zusammen. Dabei liegen sie in brötchenähnlichen Paaren (Diplokokken), als Vierergruppen (Tetraden) oder als Achtergruppen (Sarcinen) vor. Kokken können auch in größeren, traubenartigen Haufen (Staphylokokken) oder in Kettenform (Streptokokken) vorkommen.
  2. Stäbchen:
    Stäbchenförmige Bakterien können plump (kokkoid) oder schlank aussehen. Die Enden der Stäbchen sind entweder spitz, abgerundet oder beinah rechteckig.
  3. Schraubenförmige Bakterien:
    Manche Bakterien sind schraubenförmig gekrümmt und zeigen unter dem Mikroskop sogar voll ausgebildete Windungen.

Außerdem können Bakterien durch Färbemethoden in gramnegative und grampositive Bakterien unterschieden werden. Die unterschiedliche Färbbarkeit hängt von der Zusammensetzung der Zellmembran ab.

Bakterien können über Luft, Wasser, Boden und Körpersubstanzen wie Blut, Stuhl, Urin und Körpersekrete übertragen werden.

Manche Bakterienarten bilden Sporen sehr resistente Dauerformen, die auch widrigsten Umweltbedingungen über Jahrzehnte trotzen können

 

Quelle :www.onmeda.de