30°-Lagerung

Die 30°-Lagerung ist eine Lagerungstechnik die der Dekubitusprophylaxe dient. Beim Dekubitus, aus dem lateinischen, von decubare = liegen. handelt es sich um ein Druckgeschwür daß durch langes Liegen auf einer Körperstelle enstehen kann. Bei  30°- Lagerung wird entweder die rechte oder linke Gesäß- bzw. Körperhälfte belastet. Diese Stellen eignen sich zur Druckbelastung, da sie durch die Gewebemuskulatur gut abgepolstert sind und sich keine Knochenvorsprünge darunter befinden. Diese Stellung wird mit Hilfe von zwei großen Kissen erreicht, die auf die Hälfte (Schiffchen) gefaltet werden.  Alternativ kann man eine Bettdecke zusammenrollen und eine Körperhälfte des Patienten in kompletter Länge unterlegen.

Dehnlage

Die Dehnlage ist eine Seitenlage, die zum Zweck der Atemerleichterung durchgeführt wird. Die Dehnung der jeweils freiliegenden Oberkörperhälfte wird durch Hochlagerung des Armes erreicht; somit wird die Last des Schultergürtels vom Brustkorb genommen. Dieses kann zusätzlich durch Anbringen eines gerollten Kissens unter den Flanken und eines kleinen Kissens unter dem Kopf unterstützt werden.

Freilagerung

Die Freilagerung ist eine Lagerungstechnik die der Dekubitusprophylaxe dient. Beim Dekubitus, aus dem lateinischen, von decubare = liegen. handelt es sich um ein Druckgeschwür daß durch langes Liegen auf einer Körperstelle enstehen kann. Gefährdete oder betroffene Körperstellen können durch eine Freilagerung entlastet werden. Die Fersen eignen sich besonders gut für diese Form. Als Lagerungshilfsmittel kann ein einfaches Handtuch dienen. Bei der Freilagerung ist jedoch darauf zu achten, dass man durch diese Maßnahme keine anderen Körperstellen extrem belastet bzw. einem Druck aussetzt, der die Blutzirkulation beeinträchtigt. Folglich dürfen Sitzringe aus Schaumstoff oder aus Gummi nicht eingesetzt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Knie nicht überstreckt ist, was mit einer Handtuchrolle unter dem Knie leicht zu vermeiden ist.

Rückenschonendes Arbeiten

  • Arbeiten Sie nicht längere Zeit mit gebeugtem Rücken.
  • Beugen Sie Die Knie statt den Rücken.
  • Stellen Sie das Krankenbett auf eine rückenschonende Arbeitshöhe ein.
  • Patientenbett sollte auf Höhe ihrer Hüfte eingestellt sein.
  • Stellen Sie sich nicht auf die Zehenspitzen.
  • Verlagern Sie ihr gewicht auf den gesamten Fuß.
  • Beim Anheben schwerer Lasten vergrößern Sie die Schrittstellung.
  • Gehen Sie in die Knie und halten Sie den Rücken gerade.
  • Schwere Lasten immer körpernah tragen.
  • Anheben während des Einatmens.
  • Gleichmäßiges Weiteratmen während des Transports.
  • Ausatmen während des Absetzens.
  • Tragen sie rutschfeste, bequeme Schuhe die festen Halt bieten.
  • Wenn Sie mit anderen Personen zusammenarbeiten, vereinbaren Sie gemeinsame Kommandos.
  • Die Körperkräfte der Helfer sollten aufeinander abgestimmt sein.

Schiefe Ebene Lagerung

Die Schiefe Ebene Lagerung ist eine Lagerungstechnik die der Dekubitusprophylaxe dient. Beim Dekubitus, aus dem lateinischen, von decubare = liegen. handelt es sich um ein Druckgeschwür daß durch langes Liegen auf einer Körperstelle enstehen kann. Gefährdete oder betroffene Körperstellen können durch eine Schiefe Ebene Lagerung entlastet werden. Unter die Matratze wird Material eingebracht, welches ca. 20 cm hoch ist und dadurch eine Kippung der Matratze um 15 bis 20 Grad erreicht wird. Der Patient braucht dabei nicht umgelagert zu werden. Sein Gewicht verlagert sich innerhalb seines Körpers mehr auf den tieferliegenden Körperteil. Dadurch erfolgt eine bessere Durchblutung der entlasteten Körperhälfte.
Materialien, die sich nicht zusammendrücken lassen, können zum unterschieben verwendet werden. Gerollte Bettdecken, Schaumstoffkissen, gerollte Bademäntel sind dafür geeignet. Wichtig ist , daß die Matratze an der gesamten Längsseite unterstützt wird.

stabile Seitenlage

Die stabile Seitenlage ist die Standardlagerung einer selbstständig atmenden bewusstseinsgetrübten oder bewusstlosen Person im Rahmen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

T-Lagerung

Die T-Lagerung dient zur Erleichterung der Atmung. Dadurch eignet sie sich als Pneumonieprphylaxe. Die T-Lagerung führt zur Dehnung des Brustkorbs, so dass alle Lungenbezirke leicht zu belüften sind. Der Atemvorgang wird erleichtert. Es werden zwei dünne schmale Kissen zu Schiffchen verformt und einander in T-Form zugeordnet. Das “ T ” wird so unter dem Patienten plaziert, dass Schultern und Wirbelsäule unterstützt werden. Dadurch liegen gleichzeitig die Schulterblattspitzen und die Rippenränder frei. Die T- Lagerung kann sowohl in Rückenlage als auch in sitzender Position durchgeführt werden. Der Kopf wird jeweils separat unterstützt.

V-Lagerung

Die V-Lagerung wird bei Patienten angewandt, die dekubitalgefährdet sind oder bereits Dekubitalwunden an den Dornfortsätzen der Wirbelsäule haben. Von besonderer Bedeutung ist diese Lagerung jedoch auch bei liegenden Peridiualkathetern oder Drainagen im Rückenbereich, damit Druckstellen vermieden werden. Das Prinzip beruht auf der Hohllagerung. Benötigt werden zwei nicht prall gefüllte Kopfkissen. Diese werden zu sogenannten Schiffchen geformt, indem ein Teil des Kissens in den anderen gestülpt wird.
Jedes Kissen darf möglichst nur 20 mal 80 cm groß sein. Beide werden so gelegt, daß Sie sich überkreuzen. Diese Kissen werden V-förmig hinter den Patienten gebracht, so daß der Patient mit dem dritten Halswirbelkörper auf die Kissen zu liegen kommt und Hals und Kopf frei liegt.  Der Patient legt sich zurück und bekommt eine eigene Kopfunterstützung. Seine Arme können sehr gut auf die Enden der Kissen gelagert werden. Nun liegt die Wirbelsäule frei. Der Oberkörper ist gut überdehnt.
Die V-Lagerung ist gleichzeitig eine atemfördernde Lagerung. Die Lagerung kann sowohl im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden.