Akrinor®

Akrinor® ist eine feste Kombination der beiden Wirkstoffe Cafedrin und Theodrenalin (Kombipräparat), die in Form einer Injektionslösung  vertrieben wird. Das Arzneimittel wird vor allem in der Anästhesiologie während Operationen eingesetzt, um den Blutdruck in hypotonen Situationen anzuheben. Zum Beispiel wird es regelmäßig bei der Kaiserschnittentbindung in Spinalanästhesie zur Behebung des häufig entstehenden Blutdruckabfalls eingesetzt. 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 200 mg Cafedrinhydrochlorid und 10 mg Theodrenalinhydrochlorid.

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Arterenol®

Arterenol® is ein Medikament mit der Wirkung eines Katecholamins. Im Körper kommen Katecholamine in Form des Hormons Noradrealin vor. Arterenol® kommt bei septischer Schock, kardiogener Schock, anaphylaktischer Schock, Vergiftungen mit Vasodilatation, Hypotonie zum Einsatz. Es wird dabei intravenös meistens mittels Spritzenpumpe verabreicht. Noradrenalin sollte so niedrig wie möglich dosiert werden, da es dem Herzen die Pumparbeit erschwert. Hauptzielparameter der Dosierung ist eine ausreichende Nierenausscheidung. Meist wird Noradrenalin mit einer relativ hohen Flüssigkeitsgabe kombiniert, um das intravasale Volumen aufzufüllen. Lokal wird das Medikament zur Verhinderung von Blutungen bei Operation meist zusammen mit einem Lokalanästhetikum eingesetzt. Als Alternative kann man Adrenalin verwenden, insbesondere dann, wenn auch die Herzfrequenz niedrig ist.

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GlucaGen®

GlucaGen® HypoKit ist ein Arzneimittel zur Behandlung schwerer Unterzuckerungen (mit Bewusstlosigkeit). Glucagon  ist ein Hormon, das vorhandene Zuckerreserven im Körper freisetzt und den Blutzucker wieder ansteigen lässt. Die Wirkung tritt innerhalb von 10 Minuten nach erfolgter Injektion ein.  Sobald der Patient das Bewusstsein wiedererlangt hat, muss er Kohlenhydrate (z.B. Brot, Obst) essen, damit der Zuckerhaushalt stabilisiert und einer nachfolgenden Unterzuckerung vorgebeugt wird. Medizinische Hilfe ist für alle Patienten mit schwerer Unterzuckerung erforderlich.

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Glucose

Glucose (kurz Glc, auch Glukose geschrieben, von Griechisch "γλυκύς", süß) ist ein Monosaccharid ("Einfachzucker") und gehört damit zu den Kohlenhydraten. Es gibt zwei Arten, die D- und L-Glucose. In der Natur kommt ausschließlich D-Glucose vor. D-Glucose wird auch als Traubenzucker oder in älterer Literatur Dextrose bezeichnet. In der Notfallmedizin wird Glucose bei Hypoglykämie als Infusionslösung  eingesetzt. Dafür stehen Glucose 20 %, Injektionsflasche, 100 ml  und Glucose Glucose 40 %, Injektionsflasche , 100 ml zur Verfügung. Bei i.V. Gabe, und nur diese ist zulässig, gibt es einen Merksatz. 10 Gramm Glucose erhöhen den Blutzuckerspiegel um 100 mg/dl. Initial sollten deshalb etwa 8 Gramm bei einem normalgewichtigen Patienten gegeben werden, bei Bedarf weitere 8 Gramm. Zur Reduktion der Venenreizung die Glucoselösung im Bypass (unter Verwendung eines Dreiwegehahns) zu einer kristalloiden Lösung wie Ringer infundieren. Als Dauermedikamentation ist 40% Glucose per peripheren Zugang nicht geeignet da dies zu Gefäßnekrsosen führen kann. EIn ZVK sollte in solchen Fällen Verwendung finden.

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Haes

Haes, Abkürzung von Hydroxyethylstärke ist eine Infusionslösung zur Therapie von Volumenmangel im Blutsystem. Es hat eine längere Verweildauer als Ringerlösungen und eignet sich daher bei schwerem Volumenmangelschock. Neben Haes sollte auch immer eine Vollelektrolytlösung infundiert werden.

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Hyperhaes

Hyperhaes ist ein Plasmaexpander der bei schwerem Volumenmangelschock, Hypovolämie zum Einsatz kommt. Hyperhaes ist eine Hydroxyethylstärke,also eine lange Kette von Kohlenhydraten (Zucker). Im Gegensatz zum normalen Haes ist Hyperhaes nicht nur in der Lage, die gegebene Flüssigkeit im Blut zu halten, sondern zusätzlich Flüssigkeit aus dem interstitiellen Raum (Raum zwischen den Zellen) abzuziehen. Hyperhaes ist eine hypertone, hyperonkotische Lösung mit 7,5% NaCl + 6% Haes. Die Osmolarität beträgt 2570 mosm/l. Nach Infusion von Hyperhaes muss eine Infundierung von normaler Ringerlösung folgen. Hyperhaes wird normalerweise beim hypovolämischen Schock initial verabreicht durch einmalige Bolusgabe von ca. 4 ml/kg KG innerhalb 3-5 Minuten. Hyperhaes kann mittels Druckinfusion infundiert werden. Hyperhaes sollte als hochkonzentrierte Lösung nur in sicher verlegte intravenöse Zugänge, am besten in eine große Vene, noch besser über einen zentralvenösen Zugang infundiert werden. Es besteht eine extreme Gefahr der Nekrosenbildung sollte der venöse Zugang para (Paravasat) laufen. Es ist also sehr darauf zu achten dass eine Venole das Gefäß nicht duchstochen hat.

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Ringer Lösung

Die Ringer Lösung ist eine isotone Elektrolytlösung zur intravenösen Infusion, die unter anderem bei Hypovolämie als Flüssigkeitsersatz und zum Auflösen von Medikamenten eingesetzt wird. Benannt wird Sie nach dem britischen Physiologen Sydney Ringer (1835–1910). Ringer Lösung enthält pro Liter 8,60 g Natriumchlorid, 0,30 g Kaliumchlorid und 0,33 g Calciumchlorid.

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Ringer Lactat Lösung

Die Ringer Lactat Lösung ist eine isotone Elektrolytlösung zur intravenösen Infusion, die unter anderem bei Hypovolämie als Flüssigkeitsersatz und zum Auflösen von Medikamenten eingesetzt wird. Benannt wird Sie nach dem britischen Physiologen Sydney Ringer (1835–1910). Ringerlösung enthält pro Liter 5,9–6,1 g Natriumchlorid,0,3–0,4 g Kaliumchlorid,# 0,22–0,29 g Calciumchlorid-Dihydrat und 2,8–3,45 g Natriumlactat. Beim Metabolismus von Lactat IIonen in der Leber werden Hydrogencarbonat-Ionen (HCO3) freigesetzt, die eine wichtige puffernde Wirkung auf den pH-Wert des Blutes haben. Diese Eigenschaft des Lactats ist nützlich bei leichten Azidosen zur Stabilisierung des pH-Werts des Blutes. Jedoch entsteht durch den Umwandlungsprozess auch ein bedeutsamer zusätzlicher Sauerstoffbedarf des Körpers.

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