Lungenemphysem

Als Lungenemphysem wird eine irreversible Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen, der Alveolarräume, der Lunge bezeichnet. Es stellt den gemeinsamen Endpunkt einer Reihe von chronischen Lungenerkrankungen dar. Es kommt zu einer sichtbaren Blähung der Lungen. Durch verschiedene Schadstoffe (Tabakrauch, Silikate, Fein- und Quarzstaub) oder durch körpereigene Proteasen kommt es zu entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes. Letztendlich verliert die Lunge ihre Elastizität und die enthaltene Luft kann nicht mehr vollständig entweichen. Die Folge ist eine Überblähung der Lungen. Beim Ausatmen erhöht sich der Druck auf die Bronchiolen (kleine Bronchien), diese kollabieren, und die in den Alveolen enthaltene Luft bleibt gefangen. Damit kann weniger verbrauchte Luft abgeatmet werden, weniger frische Luft kann einströmen. Im Extremfall werden dann aus vorher funktionstüchtigen Lungenbläschen große funktionslose „Emphysemblasen“. Generell liegt beim Lungenemphysem, durch die verminderte Gasaustauschfläche, eine chronische Atemnot vor; anfangs nur bei Belastung, im späteren Verlauf auch in Ruhe (Ruhedyspnoe). Der verminderte Sauerstoffgehalt des Blutes zeigt sich eventuell durch bläulich-rote Verfärbung (Zyanose) der Lippen, Fingerspitzen, Zehenspitzen. Im ausgeprägten Stadium kann eine Kerze, aus ca. 15 cm Entfernung, nicht mehr ausgeblasen werden. Der Brustkorbumfang nimmt zu (Fassthorax). Im Spätstadium kommt es zu einer (Rechts-)Herzbelastung.