AB0-Blutgruppensystem

Das menschliche Blut wird in Blutgruppen eingeteilt. Dabei bezieht man sich auf bestimmte Eingenschaften der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Das AB0-System der Blutgruppen wurde 1901 von Karl Landsteiner aufgestellt Es ist das wichtigste Blutgruppenmerkmal bei der Bluttransfusion und umfasst vier verschiedene Hauptgruppen: A, B, AB und 0. Zusätzlich wird das Blut nach dem Rhesusfaktor unterschieden. Auch der Rhesusfaktur ist eine Eigenschaft der roten Blutkörperchen.

Abbindung

Abbindung ist eine Erste Hilfe Maßnahme bei sehr starken Blutungen im Bereich der Extremitäten (Arme und Beine). Eine Abbindung einer Extremität darf nur in absoluten Ausnahmefällen erfolgen, wenn keine anderen Maßnahmen zum Erfolg führen.

Abdomen

Das Abdomen (zu deutsch der Bauch) ist der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken.

Abdrückung

Bei der  Abdrückung handelt es sich um eine Erste Hilfe Maßnahme bei der eine Arterie gegen einen Knochen gedrückt wird. Die Abdrückung wird zur Blutstillung von stark blutenden Verletzungen im Bereich der Extremitäten (Arme,Beine) und am Hals angewendet.

Abduktion

In der Medizin bezeichnet man mit dem Begriff der Abduktion (v. lat.: abducere = wegführen) das Abspreizen z. B. eines Armes oder eines Beines bzw. eine Bewegung eines Körperteils (z. B. Daumen) von der Körpermitte oder Gliedmaßenachse weg. Das Gegenteil ist die Adduktion. Entsprechend werden die Muskeln, die diese Bewegungen ermöglichen, auch als Abduktoren beziehungsweise Adduktoren bezeichnet.

Abduktionsfraktur

Eine Abduktionsfraktur ist eine Schenkelhalsfraktur. Sie tritt besonders im hohen Lebensalter auf und ist dann, bedingt durch Osteoporose, häufiger bei Frauen als bei Männern. Abduktionsfrakturen entstehen bei Sturz auf das abgespreizte (abduzierte) Bein und sind eher seltene Schenkelhalsfrakturen . Viel häufiger ist die Adduktionsfraktur, da sie dem typischen Sturz auf die Seite folgt.

Abduktionsschiene

Die Abduktionsschiene wird im Bereich der Orthopädie eingesetzt um nach einer Operation an der Schulter eine Stabilität zu gewährleisten. Der Arm kann in einer gestreckten Haltung geschient werden und entlastet somit die Schulter. Nach einer Fraktur werden die Abduktionsschienen eingesetzt, um den Schulterbereich stabilisieren zu können. Der Arm liegt waagerecht vor dem Körper und entlastet den Oberkörper.

Abführmittel

Abführmittel, Laxativa oder Laxantien sind Arzneimittel, die die Stuhlentleerung beschleunigen. Sie werden gegen Obstipation (Verstopfung), nicht aber bei vorliegendem Ileus (Darmverschluss) eingesetzt.

ABGA arterielle Blutgasanalyse

ABGA: Abkürzung für arterielle Blutgasanalyse. Die Untersuchung der Gase (O2, CO2) und des Säure-Basen-Haushaltes in dem sauerstoffreichen Gas der Arterie. Meistens führen Blutgasanalyse-Geräte noch weitere Messungen durch, die in einer Notfallsituation wichtig sind (z.B. Hb, Blutsalze).

Abnabelung

Als Abnabelung wird im originären Sinne das (natürliche) Abtrennen bzw. Abfallen der Nabelschnur mitsamt der daran befindlichen Plazenta (Mutterkuchen) vom Neugeborenen bezeichnet. Im gegenwärtigen Sprachgebrauch wird in der Praxis der Geburtshilfe mit Abnabelung – eigentlich ungenau – auch die Durchtrennung der Nabelschnur mittels Schere oder Messer nach der Geburt bezeichnet.

Absaugen

Mit Absaugen wird in der professionellen Pflege und in der Notfallmedizin das Entfernen von Atemwegssekret (auch Speichel) oder aspirierten Stoffen (fest oder flüssig) mit einem biegsamen Absaugkatheter aus den Atemwegen bezeichnet. Dabei wird zwischen Absaugen der Mundhöhle und tiefem Absaugen aus den Bronchien unterschieden. Es gibt verschiedene Absaugtechniken, das orale bzw. transnasale Absaugen intermittierend oder das endotracheale Absaugen über einen Endotrachealtubus oder eine Trachealkanüle und das bronchoskopische Absaugen. Es gibt verschiedene Absaugpumpen.

Absaugkatheter

Ein Absaugkatheter, auch Absaug-Katheter geschrieben, ist ein Hilfsmittel bzw. Zubehör bei der Absaugung von Flüssigkeiten (Blut, Speisebrei) aus Rachen und Luftröhre im menschlichen Körper, welcher an eine Absaugpumpe angeschlossen wird. Es ist ein an beiden Seiten geöffneter kleiner Schlauch, oben mit einem Anschlusstrichter, unten meistens einfach abgeschnitten. Viele Katheter haben seitliche Öffnungen, welche ein "Festsaugen" an Gefäßwänden verhindern. Die Katheter bestehen aus einem Plastik-, Silikon- oder Gummischlauch, sind flexibel, gerade oder gebogen und sind zumeist Einweg-Material. Es gibt verschiedene Größen, von CH 5 bis CH 20. Der Durchmesser ist durch unterschiedliche Farben des Anschlusstrichter am oberen Ende gekennzeichnet. Außerdem gibt es unterschiedliche Längen von 51 bis 60 cm.

Absaugpumpe

Eine Absaugpumpe ist ein medizinisches Gerät, das einen Unterdruck erzeugt, um Luft oder zusammen mit einem sterilen Absaugkatheter Körperflüssigkeiten abzusaugen. Sie besteht aus einer Pumpeneinheit und einem Auffangbehälter für abgesaugte Flüssigkeiten.

Absichern der Unfallstelle

Zur eigenen Sicherheit gehört auch in hohem Maße das Absichern einer Unfallstelle nach einem Verkehrsunfall. Bei Annäherung an eine Unfallstelle muss der Ersthelfer nach Erfassen der Situation sofort die Warnblinkanlage des eigenen Fahrzeuges einschalten, um so nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu warnen. Nach dem Eintreffen an der Unfallstelle ist in angemessener Entfernung (10 Meter hinter dem verunglückten Fahrzeug) zu halten, bei Dunkelheit kann das Fahrlicht des eigenen Fahrzeuges die Unfallstelle beleuchten.

Abstrich

Ein medizinischer Abstrich ist die Entnahme von körpereigenem Untersuchungsmaterial aus der Oberfläche von Wunden oder Schleimhäuten (Mund, Harnröhre, Scheide, After) mit sterilen Wattetupfern, kleinen Bürsten oder kleinen Spateln zur mikrobiologischen und/oder zytologischen Diagnostik.

ACD-Thoraxsaugglocke (ACD-CPR)

ACD-Thorax-Saugglocke Kardiopulmonale Reanimation mit aktiver Kompressions-Dekompressionstechnik (ACD-CPR). Hierbei erfolgt nach jeder Kompression des Thorax eine aktive Dekompression durch die am Brustkorb haftende Thorax-Saugglocke. Dies fördert den venösen Rückstrom und die folgende Kompression gewinnt an hämodynamischer Wirksamkeit.

Acetylcholin

Acetylcholin (ACh) ist einer der wichtigsten Neurotransmitter - Botenstoff in vielen Organismen, so auch im Menschen. Die quartäre Ammoniumverbindung Acetylcholin ist ein Ester der Essigsäure und des Aminoalkohols Cholin. Otto Loewi wies 1921 an einem Froschherzen nach, dass für die Übertragung eines Nervenimpulses auf das Herz ein chemischer Stoff verantwortlich ist, den er zunächst als Vagusstoff bezeichnete und welchen Henry H. Dale später als Acetylcholin identifizierte. Abgebaut wird Acetylcholin durch Acetylcholinesterase (AChE).

Acetylcholinesterase

Die Acetylcholinesterase (AChE) ist ein Enzym  welches den Neurotransmitter  = Botenstoff Acetylcholin  (ACh) in Acetat  und Cholin  spaltet und damit abbauen. Damit steht dieser Botenstoff Acetylcholin den Nervenzellen nichtmehr länger zur Verfügung und somit kann keine Übertragung mehr stattfinden.  Dieser Vorgang geschieht hydrolytisch. Dabei wirkt es vor allem im Zentralnervensystem ( ZNS ) an neuromuskulären Synapsen  (wie der motorischen Endplatte) sowie im vegetativen Nervensystem  da hier bevorzugt ACh als Neurotransmitter zur Exozytose verwandt wird. Die Acetylcholinesterase ist eines der schnellsten Enzyme überhaupt. Die große Geschwindigkeit ist erforderlich um von den Neuronen  übertragene Reize durch sofortigen Abbau des Neurotransmitters so kurz wie möglich zu halten. Dies ist entfernt mit der Taktfrequenz  eines Prozessors  zu vergleichen. Nur so wird komplexes  Denken  möglich.

Acetylcholinesterase-Hemmer

Substanz, die das Acetylcholin abbauende Enzym Acetylcholinesterasen (AchE) hemmt. Dadurch steht Acetylcholin länger und in größeren Mengen zur Verfügung. Acetylcholinesterasen (AchE) sind Enzyme, die das Acetylcholin (Ach), eine Transmittersubstanz - Botenstoff, spalten und damit abbauen. Acetylcholin (Ach) wirkt vor allem im Zentralnervensystem ( ZNS ) an neuromuskulären Synapsen  (wie der motorischen Endplatte) sowie im vegetativen Nervensystem. Die Aufgabe der Acetylcholinesterasen-Hemmer (AchE-Hemmer) besteht darin, den Abbau des Acetylcholins zu verhindern. Damit steht dieser Botenstoff Acetylcholin länger zur Verfügung und kann somit auch die Weiterleitung von Informationen im Gehirn verbessern. Reversible Hemmstoffe der Acetylcholinesterase werden therapeutisch genutzt, z. B. bei der Behandlung der Myasthenia gravis. Für die symptomatische Behandlung der Demenz vom Typ Alzheimer gibt es zur Zeit verschiedene Wirkstoffe, wie Donepezil, Rivastigmin und Galantamin, die als AchE-Hemmer wirken. Irreversibel wirkende Hemmstoffe werden als Insektizide z.B. (E-605)verwendet und sind für den Menschen giftig. Auch Chemische Kampfstoffe wurden auf der Basis von Acetylcholinesterasen-Hemmer entwickelt, z.B. Sarin.

Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure, kurz ASS, ist ein weit verbreiteter schmerzstillender und blutgerinnungs- und entzündungshemmender sowie fiebersenkender Wirkstoff. Namensgebend für den Wirkstoff waren die Weidengewächse (lateinisch Salicaceae), aus denen erstmals diese Substanz gewonnen werden konnte. ASS wurde insbesondere unter dem Markennamen Aspirin® bekannt.

ACLS Advanced Cardiac Life Support

Unter Advanced Life Support (ALS) und Advanced Cardiac Life Support (ACLS) versteht man die in den Richtlinien der Fachgesellschaften European Resuscitation Council (ERC) und American Heart Association (AHA) beschriebenen erweiterten Maßnahmen im Rahmen einer Reanimation, um einen Kreislaufstillstand zu beenden und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. Die Basismaßnahmen einer Reanimation werden hingegen als basic life support (BLS) bezeichnet.

Aconitin

Aconitin gilt als eines der stärksten Pflanzengifte überhaupt, es ist wirksamer als Strychnin. Aconitin ist das Hauptalkaloid des Blauen Eisenhut. Aconitin ist in allen Pflanzenteilen enthalten. Aconitin und verwandte Alkaloide werden sehr schnell intestinal, aber auch über intakte Haut und Schleimhäute resorbiert. Aconitin verlangsamt die Inaktivierung des spannungsabhängigen Natriumkanals und verlängert dadurch den Einstrom von Natriumionen während des Aktionspotenzials. Es wirkt peripher wie zentral auf motorische wie sensible Nerven zunächst erregend, gefolgt von einer Lähmung. Kardiale Auswirkungen sind vor allem Arrhythmien sowie eine Bradykardie, die bei letaler Dosis zum diastolischen Herzstillstand führt.

Actilyse®

Actilyse® Wirkstoff rtPA ( recombinat tissue plasminogen activator ) Medikament der Firma Boehringer Ingelheim. Actilyse® wird zur Aufläsung von Thrombosen bei Herzinfarkten, Lungenembolien und Schlaganfällen eingesetzt. Actilyse®ist ein Fibrinolytikum. Eine verbesserte Variante des Medikaments, welche weniger Hirmblutungen auslöst wurde 2001 von Boehringer Ingelheim unter dem Namen Metalyse® auf den europäischen Markt gebracht.

Adalat®

Adalat® ist ein Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit. Es kam 1975 auf den Markt und gehört heute zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Präparaten zur Behandlung dieser Leiden.

Der Wirkstoff von Adalat® ist ein so genannter Kalzium-Antagonist: Nifedipin. Er blockiert die Kanäle in der Wand der Gefäßmuskulatur und verhindert, dass Kalzium in die Muskelzellen einströmt. Die Muskelzellen entspannen sich, und die Blutgefäße werden erweitert. Dadurch wird die Durchblutung verbessert, und der Blutdruck sinkt.

Adam Stokes Anfall

Adams-Stokes-Anfall oder kurz MAS-Anfall bezeichnet man einen Zustand kurzer Bewusstlosigkeit, der hervorgerufen wird durch einen anfallsartig auftretenden kurzen Herzstillstand (Asystolie) infolge Sinusknotenarrest, SA-Blockierung oder AV-Blockierung.

ADH

ADH (antidiuretisches Hormon) auch Vasopressin genannt ist ein im Hypothalamus produziertes Peptidhormon mit diuresehemmender und gefäßverengenden (vasokonstriktorischer) Wirkung. Vasopressin wird als Pitressin® von der Firma Pfizer hergestellt. Vasopressin wird als stark blutdrucksteigernde Substanz erfolgreich bei Patienten im Schockzustand eingesetzt. Die Hoffnungen, die in Vasopressin als Alternative zu Adrenalin gesetzt wurden, haben sich jedoch bis jetzt nicht erfüllt. Mehrere große randomisierte Studien konnten keinen Überlebensvorteil bei der Gabe von Vasopressin (40 IU einmalig) nachweisen. Da die Datenlage insgesamt jedoch als ungenügend bewertet wird, gibt es in den aktuellen Reanimationsrichtlinien weder eine Empfehlung für noch gegen die Gabe von Vasopressin.

Adipositas

Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. aber fast nur „obesity“) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.

Adnexitis

Bei der Adnexitis handelt es sich um eine Entzündung der so genannten Adnexe (dt.: Anhangsgebilde). In der Regel wird der Begriff in der Gynäkologie verwendet und beschreibt die Kombination der Entzündung von Eileiter (lat. Tuba uterina, griech. Salpinx, Entzündung Salpingitis) und des Eierstocks (lat. Ovar, griechisch Oopheron, Entzündung Oophoritis). Als Synonym für die Adnexitis kann also auch der Begriff Oopherosalpingitis verwendet werden. Eine Eiteransammlung im Eileiter bezeichnet man als Pyosalpinx.

Adrealin

Adrenalin (von lat. ad „zu“ und ren „Niere“), auch Epinephrin (INN) oder Suprarenin® (epi (gr.) bzw. supra (lat.): „auf“; nephros (gr.) bzw. ren (lat.): „Niere“) genannt), ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttetes Hormon. Als Stresshormon vermittelt Adrenalin eine Steigerung der Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erweiterung der Bronchiolen, eine schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Es reguliert ebenso die Durchblutung (Zentralisierung) und die Magen-Darm-Tätigkeit (Hemmung). Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen (Nervenzellen) vor. Seine Effekte vermittelt Adrenalin über eine Aktivierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, den Adrenozeptoren

AED (Automatisierter externer Defibrillator)

Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und Kardioversion. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (Defibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern (Kardioversion) beenden. Bei den so genannten automatisierten externen Defibrillatoren (AED) analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrillation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Funktion freigeschaltet und kann durch den Anwender ausgelöst werden.

Afferenz

Afferenz (von lat. affere = hintragen, zuführen; Adjektiv afferent) bezeichnet die Gesamtheit aller von der Peripherie (Sinnesorgan, Rezeptor) zum Zentralnervensystem (ZNS) laufenden Nervenfasern.

Agonist

Als Agonist (griechisch αγωνιστής, agonistís - der Tätige, Handelnde, Führende) wird in der Pharmakologie eine Substanz (Ligand) bezeichnet, die einen bestimmten Botenstoff (z. B. ein Neurotransmitter) in seiner Wirkung imitiert, bzw. ersetzt. Dabei besetzt der Agonist den entsprechenden Rezeptor und aktiviert die Signaltransduktion in der Zelle und führt zu einem detektierbaren Effekt. Anhand des Ausmaßes der Aktivierung kann zwischen einem vollen Agonisten und einem Partialagonisten unterschieden werden. Inverse Agonisten, die zu einer Inaktivierung eines spontanaktiven Rezeptors führen und somit einen zu vollen und partiellen Agonisten gegensätzlichen Effekt zeigen, werden hingegen nicht den Agonisten zugeordnet.

AIRFREE®

AIRFREE® ist ein medizinisches Gerät zur Koniotomie. Unter einer Koniotomie (synonym: "Konikotomie" oder "Krikothyreotomie - von griech. κωνος = Kegel / κρίκος = Ring / θυρεός = Schild / τομή= Schnitt) versteht man das Eröffnen der Atemwege in Höhe des Kehlkopfes bei akuter Erstickungsgefahr. Sie ist eine ärztliche lebensrettende Notfallmaßnahme, die nur selten und nur als letztes Mittel zum Einsatz kommt. Bisher stellte die Notkoniotomie selbst für erfahrene Notärzte eine schwere Belastung mit unsicherer Erfolgsquote dar. Das AIRFREE® Koniotomieset (Einmalprodukt, steril verpackt) ist einfachst anzuwenden und garantiert größtmögliche Sicherheit auch unter schwierigsten Bedingungen. Das innovative Design wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Firbas (Abteilung für systemische Anatomie, Med. Universität Wien) und Prof. Dr. Gilly (Klinik für Anästhesie an der med. Universität Wien) konzipiert und getestet.

Akinese

Akinese (gr. α- nicht, κινείν bewegen; synonym Akinesie oder Akinesia) bezeichnet eine hochgradige Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit.
In der Neurologie ist sie eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit. Ebenso kann eine Akinese als extrapyramidale Nebenwirkung von Arzneimitteln aus der Gruppe der Neuroleptika beobachtet werden.
In der Kardiologie wird dieser Begriff in der Echokardiografie verwendet: Ein Teil der Herzwand ist akinetisch, wenn es zum Beispiel nach einem Herzinfarkt vernarbt oder betäubt ist; auch bei einer hochgradigen Stenose bei Koronarer Herzerkrankung kann ein Teil des Herzens aufhören sich zu bewegen, was dann Hibernation genannt wird.

Akrinor®

Akrinor® ist eine feste Kombination der beiden Wirkstoffe Cafedrin und Theodrenalin (Kombipräparat), die in Form einer Injektionslösung  vertrieben wird. Das Arzneimittel wird vor allem in der Anästhesiologie während Operationen eingesetzt, um den Blutdruck in hypotonen Situationen anzuheben. Zum Beispiel wird es regelmäßig bei der Kaiserschnittentbindung in Spinalanästhesie zur Behebung des häufig entstehenden Blutdruckabfalls eingesetzt. 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 200 mg Cafedrinhydrochlorid und 10 mg Theodrenalinhydrochlorid.

Aktivkohle

Aktivkohle oder kurz A-Kohle (Carbo medicinalis, medizinische Kohle) ist eine feinkörnige Kohle mit großer innerer Oberfläche. Aktivkohle wird eingesetzt um Giftstoffe aus dem Magen-Darm-Trakt zu entfernen. Bei harmlosen Durchfallerkrankungen, z. B. Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis), werden üblicherweise Kohlekompretten benutzt. Bei Vergiftungsnotfällen wird Aktivkohle in größerer Menge benutzt, um oral aufgenommene Gifte, die sich im Verdauungstrakt befinden oder einem enterohepatischen Kreislauf unterliegen, aus dem Organismus zu entfernen. Die Dosierung ist in solchen Fällen 0,5 bis 1 g Kohle pro Kilogramm Körpergewicht bei einem erwachsenen Menschen. Aktivkohle kann auch bei Opiatvergiftungen eingesetzt werden um den Übertritt vom Blut in den Magen zu verhindern.

Akupressur

Akupressur ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin , bei der sanfter Druck auf verschiedene Stellen des Körpers ausgeübt wird.

Algurie

Algurie (v. gr. algos - Schmerz und ouron - Harn) ist die medizinische Bezeichnung für Schmerzen beim Wasserlassen. Ursachen sind meist ein (unterer) Harnwegsinfekt oder Harnblasensteine, seltener auch eine Vorsteherdrüsenentzündung (Prostatitis), ein Fremdkörper in der Harnröhre (Urethra) oder auch ein Harnblasenkarzinom.

Allen-Test

Mit dem Allen-Test (nach dem amerikanischen Arzt Edgar Van Nuys Allen) können die Arteria radialis sowie die Arteria ulnaris auf Durchblutungsstörungen getestet werden. Dabei werden beide Arterien abgedrückt, das Blut in der Hand durch mehrfaches Öffnen und Schließen der Hand peripher aus der Hand gepumpt und anschließend der Verschluss der zu testenden Arterie gelöst. In der Regel sollte sich die Hand bei normalen Bedingungen innerhalb weniger Sekunden wieder mit Blut füllen. Sollte dies nicht der Fall sein, liegen Durchblutungsstörungen in der getesteten Arterie vor, zumeist eine Arteriosklerose.

Alupent®

Alupent® ist ein β-Sympathomimetikum. Es ist chiral und wird als Racemat eingesetzt. Alupent® kann die Herzfrequenz stark steigern. Es wirkt ähnlich wie das Adrenalin, ohne dass es allerdings zu einer so ausgeprägten Blutdrucksteigerung führt. Alupent® wird meist als Notfallmedikament bei sehr langsamem Herzschlag (Bradykardie) in der Medizin und Tiermedizin eingesetzt. Alupent® wird von Boehringer Ingelheim hergestellt und vertrieben.

Alu-Polsterschiene

Als Gattungsnamen für die Alu-Polsterschiene haben sich die Produktbezeichnungen SAM Splint (engl. SAM-Schiene) der Firma SAM Medical Products sowie Koch Splint der Dr. Paul Koch GmbH durchgesetzt.

Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit, die gekennzeichnet ist durch den langsam fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten. Im Gehirn von Alzheimer-Kranken sind typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques) festzustellen. Die Alzheimer-Krankheit kann schon vor dem 50. Lebensjahr auftreten, ihre Häufigkeit steigt aber mit dem Lebensalter steil an. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. Diese Störungen machen die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger.

Alveolen

Die Alveolen, von lat. Alveolus; englisch: pulmonary alveolus, air vesicles) sind die strukturellen Elemente der Lunge, in denen bei der Atmung der Gasaustausch zwischen Blut und Alveolarluft erfolgt.

Ambu® Perfit® ACE

Als HWS-Schiene bezeichnet eine Kunststoffmanschette, die die Halswirbelsäule (HWS) immobilisiert. Sie ersetzt einen Teil der Stützfunktion der HWS und setzt die teilweise Bewegungsfähigkeit außer Kraft. Der Kopf ruht auf der Schiene und sie sitzt auf den Schultern auf. Die Perfit ACE setzte bei der Einführung neue Maßstäbe. Durch die optimale Feinrasterung und das anatomische Kinnstück ist die Perfit ACE in der heutigen Notfallversorgung unverzichtbar geworden. Mit der Mini Perfit ACE bieten wir Ihnen jetzt die einzigartige Möglichkeit mit nur zwei Zervikalstützen für jeden Patienten vorbereitet zu sein.

Amiodaron

Amiodaron ist ein Arzneistoff, der als sog. Antiarrhythmikum zur Behandlung von zahlreichen Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. In Deutschland wird er als Cordarex® von der Firma Sanofi-Aventis und unter generischer Bezeichnung von zahlreichen anderen Anbietern vertrieben. Amiodaron ist ein sehr wirksames und zuverlässiges Medikament gegen tachykarde Herzrhythmusstörungen, ist aber auch mit schwerwiegenden Nebenwirkungen belastet.

Amtliches Auskunftsbüro

Das Amtliche Auskunftsbüro ist eine Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes, die im Kriegsfall die Nationale Auskunftsstelle über Kriegsgefangene und in Gewalt einer Konfliktpartei befindliche Zivilisten sowie bei Katastrophen Suchdienst und Vermisstenauskünfte organisiert.

AMVV Arzneimittelverschreibungsverordnung

Die Arzneimittelverschreibungsverordnung reguliert in Deutschland, welche Arzneimittel von Apotheken nur auf Vorlage eines durch einen Arzt, Tierarzt oder Zahnarzt ausgestellten Rezeptes abgegeben werden dürfen. Weiterhin legt sie die notwendigen auf dem Rezept aufzubringenden Angaben fest. Für Betäubungsmittel kommt die schärfere Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zur Anwendung.

Analgetikum

Ein Analgetikum (Plural: Analgetika; d.h. Schmerzmittel; von gr. ἄλγος, álgos, „Schmerz“ mit α privativum, Verneinung → „kein Schmerz“), ursprünglich: remedium analgeticum - ist ein Stoff, der schmerzstillend (analgetisch) wirkt. Im Idealfall unterdrückt er die Schmerzempfindung, ohne das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des Zentralnervensystems zu beeinflussen bzw. die Leitung von Aktionspotentialen in afferenten Nervenfasern zu unterdrücken. Analgetika werden wirkmechanistisch von anderen zur Schmerzausschaltung verwendeten Stoffen, wie Narkotika und Lokalanästhetika, abgegrenzt. Sie zählen zu den am häufigsten verwendeten Arzneimitteln und werden oft unkontrolliert und teilweise missbräuchlich eingenommen.

Analtampon

Der Analtampon wird bei Stuhlinkontinenz verwendet. Er kann sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern benutzt werden. Es gibt hier verschiedene Arten des Produktes, die sich in der Form und der Größe unterscheiden. Allen gemeinsam ist, dass sie aus Schaumstoff bestehen und vom Träger selbst in das Rektum eingeführt werden müssen.

Anämie

Bei einer Anämie ist die Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes vermindert. Infolgedessen kann es in ausgeprägten Fällen zu einer Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff (Hypoxie) kommen.

Aneurysma

Das Aneurysma (griechisch ἀνεύρυσμα „die Ausweitung, Verbreiterung“, von ἀν[α]~ „aus~“ und εὐρύς „der Breite, Weite“) ist eine spindel- oder sackförmige, lokalisierte, permanente Erweiterung des Querschnitts von arteriellen Blutgefäßen in Folge angeborener oder erworbener Wandveränderungen.

Angelus venosus

Als Angulus venosus yu Deutsch Venenwinkel bezeichnet man in der Anatomie den Zusammenfluss der beiden Drosselvenen Vena jugularis externa und Vena jugularis interna sowie der Schlüsselbeinvene Vena subclavia zur Vena brachiocephalica (Syn. Vena anonyma) am Brusteingang. Er liegt beim Menschen hinter dem Schlüsselbein. Hier münden auch die großen Lymphsammelstämme. Dabei ist der linke Venenwinkel bedeutsamer, da hier der Brustmilchgang (Ductus thoracicus) als großes lymphatisches Sammelgefäß aus dem gesamten unteren Körper mündet. Rechts mündet nur ein kleineres Lymphgefäß aus dem rechten Arm und vom rechten Hals

Angina pectoris

Angina pectoris (Syn.: Stenokardie, deutsch: Brustenge, Herzschmerz, Abk. AP) ist ein anfallsartiger Schmerz in der Brust, der durch eine Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst wird. Meist beruht diese auf einer Engstelle (Stenose) eines Herzkranzgefäßes.

Animax®

Ein mechanisches Hilfsmittel für Thoraxkompression und Beatmung bei Kreislaufstillstand. Das Gerät arbeitet ohne externe Energiequelle wie Batterie oder Druckluft.

Anisokorie

Als Anisokorie (Adjektiv: anisokor; von griech. a(n): Alpha privativum, isos: gleich, kore: Pupille) wird ein Unterschied in den Pupillenweiten der Augen verstanden. Im Gegensatz dazu steht Isokorie für die Gleichheit der Pupillenweiten.

Antagonist

Ein Antagonist (altgriechisch ἀνταγωνιστής, /antago'nistes/ „der Gegenhandler“) ist in der Pharmakologie eine Substanz, die einen agonistisch wirkenden Stoff (etwa ein Hormon oder einen Neurotransmitter) durch Blockierung seiner Bindungsstelle (des Rezeptors) in seiner Wirkung hemmt, ohne selbst einen Effekt auszulösen.

Anterogtad

Anterograd bedeutet "nach vorne gerichtet". Damit kann eine zeitliche oder räumliche Dimension gemeint sein. Das Gegenteil von "anterograd" ist retrograd.
Bei einer anterograden Amnesie bezieht sich die Bezeichnung auf den zeitlichen Anteil der verlorengegangenen Erinnerung. Hierbei sind alle oder Teile von Erinnerungen nach einem bestimmten Ereignis verlorengegangen.

Antibiotikum

Antibiotika (v. altgriech. ἀντί- „anstelle, gegen“ und βίος „Leben“ mit lateinischer Endung; Einzahl Antibiotikum) sind Medikamente, mit denen Infektionskrankheiten behandelt werden. Antibiotika werden in der Medizin gegen bakterielle Infektionen oder Infektionen durch Protozoen eingesetzt. Zudem spricht man im Zusammenhang mit desinfizierend wirkenden Pflanzen von pflanzlichen Antibiotika.

Anticholium

Anticholium Wirkstoff Physostigmin ist ein Medikament welches aus dem Samen der Kalabarbohne (Physostigma venenosum). Es wird in der Medizin nur noch als Gegenmittel bei Vergiftungen mit parasympatholytisch wirkenden Substanzen eingesetzt.

Antihistaminikum

Antihistaminika, auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten, sind Wirkstoffe, welche die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin abschwächen oder aufheben, indem sie Histamin-Rezeptoren blockieren. Antihistaminika werden entsprechend ihrer Selektivität für die vier verschiedenen Histaminrezeptoren in H1-, H2-, H3- und H4-Antihistaminika unterteilt. Lediglich die H1- und H2-Antihistaminika besitzen derzeit eine therapeutische Bedeutung und werden insbesondere zur Behandlung von Allergien bzw. gegen Magenschleimhautentzündung eingesetzt.

Antigene

Als Antigene (engl. für Antibody generating) bezeichnet man Substanzen, die vom Immunsystem als körperfremd erkannt werden und eine Reaktion der Abwehrzellen hervorrufen. In der Regel wirken körperfremde Eiweiße (z. B. von Krankheitserregern) als Antigene. Antikörper und bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren können sich an Anzigene spezifisch binden. Binden sich Lymphozyten-Rezeptoren wird in der Regel die Produktion von Antikörpern gegen das Antigen angeregt.

Antisepsis

Mit Antisepsis (griech. wörtlich "gegen Fäulnis") bezeichnet man alle Maßnahmen zur Verminderung von infektiösen Keimen und damit zur Verhinderung einer Infektion. Antiseptische Maßnahmen sind die Desinfektion von Oberflächen, Materialien und Gegenständen.

Anus praeternaturalis

Anus praeternaturalis, Kurzform Anus praeter = „außernatürlicher After“, umgangssprachlich auch Seitenausgang ist eine chirurgisch herbeigeführte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung der Ausscheidungen dient.

Aortenklappe

Die Aortenklappe ist eine Heryklappe in der Linken Kammer des Herzens. Sie ist das „Auslassventil“ der linken Kammer zur Aorta In Lateinisch wird sie Valva aortae genannt.

Apathie

Mit Apathie (griechisch ἀπάθεια, apátheia „Unempfindlichkeit“, „Gelassenheit“) bezeichnet man die Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit, mangelnde Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen.

Apnoe

Als Apnoe (griechisch άπνοια, ápnia, „die Nicht-Atmung“, von πνοή, pnoé, „die Atmung, der Atemzug“ / sprich: "Apnoë", nicht "Apnö") wird ein mehr oder weniger langes Aussetzen der äußeren Atmung bezeichnet

Apoplex

Apoplex Schlaganfall (auch Zerebraler Insult, apoplektischer Insult oder Gehirnschlag) wird eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird. Ein Apoplex stellt eine Sauerstoffminderversorgung eines teils des Gehirns durch Gefäßverschluß oder durch Platzen einer Gehirnarterie dar.

Apothekenpflicht

Die Apothekenpflicht für bestimmte Arzneimittel bedeutet, dass diese nur in Apotheken verkauft werden dürfen. Auf der Arzneimittelpackung ist zur Kennzeichnung „Apothekenpflichtig“ aufgedruckt und in Arzneimittelverzeichnissen (z. B. Rote Liste) ist die Apothekenpflicht mit einem „Ap.“ gekennzeichnet. Arzneimittel, die einer Beratung bedürfen und daher nur in Apotheken verkauft werden dürfen, unterliegen der Apothekenpflicht. Dadurch soll die Arzneimittelsicherheit gewährt werden. Ein Rezept ist dafür allerdings nicht erforderlich, solange das Medikament nicht auch verschreibungspflichtig ist.

Apotheken-Notdienstnummer

Welche Apotheken auch nachts und an den Wochenenden geöffnet sind, kann man unter der bundesweit einheitlichen Notdienstnummer der Apotheker - 22833 - herausfinden.

Appendizitis

Unter einer Appendizitis wird eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms verstanden. Im deutschen Sprachraum wird dieses Krankheitsbild medizinisch nicht korrekt als Blinddarmentzündung bezeichnet, im Mittelalter auch die Seitenkrankheit genannt. Ist tatsächlich der Blinddarm (das Caecum) entzündet, wird in der Fachsprache von einer Typhlitis gesprochen.
Der Verlauf der Erkrankung kann von einer leichten Reizung über die schwere Entzündung bis hin zum Wanddurchbruch (Perforation in die freie Bauchhöhle) und damit zu einer Peritonitis führen.

AQUATABS®

Trinkwasserdessinfektionmittel der Irischen Firma Medentech Ltd. AQUATABS® Brausetabletten werden zur Wasserdesinfektion auf der Reise eingesetzt. AQUATABS® dienen zur Verhinderung von Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden.

Aromatherapie

Aromatherapie ist die Behandlung von Empfindungsstörungen und Erkrankungen durch Duftstoffe. Die Aufgabe der Aromatherapie ist die Heilung, Linderung und Verhinderung von Krankheiten, Infektionen, Beschwerden und Unwohlsein. Die Aromen stammen von Pflanzen, Kräutern, Blumen, Bäumen aus dem Gebiet der  Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Zumeist werden ätherische Öle angewendet die in Form von Massagen, Bädern, Vernebelungen, Duftlampen u.s.w. Verwendung findet. Aromatherapie im Sinne der Phytotherapie ist eine Behandlung durch medizinisch dahin gehend ausgebildetes Personal wie Ärzte und Heilpraktiker. Jedoch kann man die Selbstbehandlung durch angenehme Aromen durch Duftlampen, aromatisierte Badezusätze, Saunaaufgüsse oder aromatisierte Tees auch dazu zählen, wenn sie das Befinden oder die Stimmungslage positiv beeinflusst.

Arterenol®

Arterenol® is ein Medikament mit der Wirkung eines Katecholamins. Im Körper kommen Katecholamine in Form des Hormons Noradrealin vor. Arterenol® kommt bei septischer Schock, kardiogener Schock, anaphylaktischer Schock, Vergiftungen mit Vasodilatation, Hypotonie zum Einsatz. Es wird dabei intravenös meistens mittels Spritzenpumpe verabreicht. Noradrenalin sollte so niedrig wie möglich dosiert werden, da es dem Herzen die Pumparbeit erschwert. Hauptzielparameter der Dosierung ist eine ausreichende Nierenausscheidung. Meist wird Noradrenalin mit einer relativ hohen Flüssigkeitsgabe kombiniert, um das intravasale Volumen aufzufüllen. Lokal wird das Medikament zur Verhinderung von Blutungen bei Operation meist zusammen mit einem Lokalanästhetikum eingesetzt. Als Alternative kann man Adrenalin verwenden, insbesondere dann, wenn auch die Herzfrequenz niedrig ist.

Arteria axillaris

Als Arteria axillaris („Achselarterie“) wird die Fortsetzung der Arteria subclavia in der Achselhöhle bezeichnet. Sie versorgt die Achselhöhle, die Muskeln der Schulter und der Brust und den Arm.

Arteria brachialis

Die Arteria brachialis („Oberarmarterie“) ist eine Schlagader (Arterie) des Oberarms und versorgt den gesamten Arm mit Blut. Sie liegt als Fortsetzung der Achselarterie (Arteria axillaris) in der inneren Bizepsfurche (Sulcus bicipitalis medialis), also an der Innenseite des Musculus biceps brachii am Oberarm. Unterhalb der Ellenbeuge teilt sie sich beim Menschen in die Arteria radialis und die Arteria ulnaris für den Unterarm.

Arteria facialis

Die Arteria facialis („Gesichtsarterie“) ist die Arterie, die den größten Teil der oberflächlichen Strukturen des Gesichts versorgt.

Arteria femoralis

Die Arteria femoralis (Oberschenkelarterie) ist als Fortsetzung der Arteria iliaca externa die Arterie zur Versorgung des Beins. Sie gibt kurz unter dem Leistenband die etwa gleichstarke Arteria profunda femoris ab, die in die Tiefe abbiegt und die hauptsächliche Versorgung des Oberschenkels leistet. Die A. femoralis selbst bleibt relativ oberflächlich und zieht gerade weiter zum Unterschenkel.

Arteria hepatica communis

Die Arteria hepatica communis („gemeinsame Leberarterie“) ist eine Schlagader der Bauchhöhle im Bereich des Oberbauchs. Sie ist einer der drei Hauptäste des Truncus coeliacus.

Arteria hepatica propria

Die Arteria hepatica propria (Leberarterie) ist die Arterie, die die Leber mit Blut versorgt. Sie ist die Fortsetzung der Arteria hepatica communis nach dem Abgang der Arteria gastroduodenalis und verläuft im Ligamentum hepatoduodenale.

Arteria mesenterica superior

Die Arteria mesenterica superior („obere Eingeweidearterie“) ist ein unpaarer Ast der Aorta und entspringt aus dieser hinter dem Hals der Bauchspeicheldrüse, also etwa auf Höhe des ersten Lendenwirbelkörpers. Die Arteria mesenterica superior wird von der gleichnamigen Vena mesenterica superior begleitet. Nachdem sie den Bauchspeichelhals passiert hat, teilt sich die Arteria mesenterica superior in mehrere Äste auf.

Arterie

Die Arterie (von griech. ἀρτηρία - mit Luft gefüllt), ist ein Blutgefäß, welches das Blut vom Herz wegführt. Sie ist nach den an großen Arterien spürbaren Pulsen des Herzschlags auch Schlagader oder Pulsader benannt. Durch ihren Aufbau sollen sie den vom Herzen erzeugten Blutdruck möglichst stabil halten. Arterien transportieren in der Regel sauerstoffreiches Blut (deshalb die alte Bezeichnung „arterielles Blut“), nur die Arterien des Lungenkreislaufs enthalten sauerstoffarmes Blut. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 % des gesamten Blutvolumens enthalten.

Arteriolen

Arteriolen (lat. Arteriolae, Singular Arteriola) sind kleine Arterien, die im Blutkreislauf hinter den Arterien und vor den arteriellen Kapillaren liegen. Ihre venösen Entsprechungen bezeichnet man als Venolen. Arteriolen und Venolen sind die feinsten, noch mit bloßem Auge sichtbaren Blutgefäße. Man kann sie zum Beispiel an der Sclera des Auges als feine Gefäßzeichnung (Episcleralgefäße) erkennen.

Arteriosklerose

Unter Arteriosklerose (auch Atherosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung) versteht man eine Systemerkrankung der Schlagadern (Arterien), die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden führt.

Arthritis

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung. Prinzipiell unterteilt man die Arthritis nach ihrer Ursache in eitrige, bakterielle Arthritis, Arthritis bei rheumatischen Erkrankungen, die postinfektiöse Arthritis, die Arthritis bei Stoffwechselerkrankungen und die "aktivierte Arthrose". Die häufigste und bekannteste Form ist die rheumatoide Arthritis, die auch chronische Polyarthritis genannt wird. Von einer Polyarthritis spricht man allgemein, wenn mehr als 5 Gelenke betroffen sind. Meistens sind die kleinen Gelenke an den Fingern und Zehen betroffen. Typisch ist auch, das meistens die Gelenke auf beiden Seiten betroffen sind, z. B. die Fingergrundgelenke der linken und der rechten Hand. Bei einer chronischen Entzündung bleiben die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen und verringern sich nicht nach einigen Tagen oder Wochen. Als Folge dieser langanhaltenden Entzündungsprozesse verformen sich nach und nach die Gelenke und werden am Ende unbeweglich. Die Entwicklung der Erkrankung kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Arthrose

Als Arthrose bezeichnet man den fortschreitenden Verschleiß eines Gelenkknorpels. Jedes Gelenk besteht aus den beteiligten Knochen, aus dem die Gelenkflächen überziehenden Knorpel und aus der alles umfassenden Gelenkkapsel mit der Gelenkinnenhaut. Bei einer Arthrose wird der Knorpel stärker belastet als er verkraften kann und dadurch immer mehr abgerieben. Der Körper kann einmal zerstörtes Knorpelgewebe nicht wieder aufbauen.

Arzneimittel

Arzneimittel sind nach § 2 Abs. 1 AMG (Arzneimittelgesetz – AMG, BGBl I v. 05.09.2005, S. 2760) Stoffe und Zubereitungen von Stoffen, die dazu bestimmt sind, durch Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen (Nr. 1), die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände erkennen zu lassen (Nr.2), vom menschlichen Körper erzeugte Wirkstoffe oder Körperflüssigkeiten zu ersetzen (Nr. 3), Krankheitserreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen oder unschädlich zu machen (Nr. 4) oder die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu beeinflussen (Nr. 5).

Ärztliche Tätigkeit

Asepsis

Unter Asepsis (griech. "Keimfreiheit", wörtlich "ohne Fäulnis") versteht man in der Medizin alle Maßahmen zur Beseitigung von Krankheitserregern. Sie soll das Eindringen von Viren, Bakterien und Pilzen in den Organismus bei chirurgischen Eingriffen verhindern.

Aspiration

Mit Aspiration (lateinisch: aspirātiō, von aspirāre = ansaugen, aus ad = heran und spirāre = atmen) bezeichnet man in der Medizin
das Ansaugen von Flüssigkeiten o.ä. mit einer Spritze oder ähnlichem. Das Einatmen von körpereigenen Sekreten (Speichel oder Mageninhalt) sowie körperfremden, festen und flüssigen Substanzen in die Atemwege.

Aspirationspneumonie

Die Aspirationspneumonie ist eine Lungenentzündung, die dadurch entsteht, dass erbrochener Mageninhalt oder andere Stoffe in die Lunge gelangen (Aspiration) und dort durch ihre spezifischen Eigenschaften starke Entzündungsreaktionen hervorrufen.

Zur Aspirationspneumonie kommt es z. B. häufig im Rahmen einer kardiopulmonalen Reanimation, im Schock, bei Bewusstlosigkeit oder bei Schlucklähmungen durch neurologische Ausfälle.

Aspisol®

Aspisol® ist ein von Bayer Vital hergestelltes Schmerzmittel welche wegen seines gerinnungshemmenden (Thromboyztenaggregationshemmenden) Verhaltens auch in kardiologischen Notfallsituationen Anwendung findet. Aspisol® wird oft bei der Pre Lyse in Verbindung mit Metalyse® eingesetzt.  Aspisol® in Tablettenform ist als Aspirin® bekannt. Aspisol® wird als Trockensubstanz ausgeliefert und muß vor einer Anwendung in 5 ml Lösungsmittel aufgelöst werden.

Aspirin®

siehe Acetylsalicylsäure.

ASS

siehe Acetylsalicylsäure. ASS wurde insbesondere unter dem Markennamen Aspirin® bekannt.

ASV

Die Beatmungsmethode ASV (adaptive Servoventilation) , auch AZMV (antizyklisch modulierte Ventilation) genannt, wurde für Patienten mit Cheyne-Stokes-Atmung entwickelt. Bei der Cheyne-Stokes-Atmung handelt es sich um ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen.

Ataxie

Ataxie (griech.: ataxia, „ohne Ordnung“) ist ein Oberbegriff für verschiedene Störungen der Bewegungskoordination. Dabei kann eine Ataxie auch auftreten, wenn keine Lähmung (Parese) vorliegt, also bei vollkommen normaler Muskelkraft.

Atelektase

Unter einer Atelektase versteht man einen kollabierten Lungenabschnitt, der mit wenig oder keiner Luft gefüllt ist. Die Alveolarwände liegen einander an.

Atemspende

Die Atemspende ist ein Bestandteil der Lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Ziel ist es, einer Person mit Atemstillstand und/oder Herz-Kreislaufstillstand durch die Atmung des Ersthelfers Sauerstoff zuzuführen. Durch diese Form der Beatmung wird in Kombination mit der Herzdruckmassage im Rahmen der Reanimation durchgeführt. Dadurch kann eine ausreichende Versorgung des Körpers sichergestellt werden, wobei ein niedrigeres Atemvolumen als bei normaler Spontanatmung dazu ausreichend ist.

Atemstillstand

Als Atemstillstand oder Apnoe (griechisch άπνοια, ápnia, „die Nicht-Atmung“, von πνοή, pnoé, „die Atmung, der Atemzug“ / sprich: "Apnoë", nicht "Apnö") wird ein mehr oder weniger langes Aussetzen der äußeren Atmung bezeichnet. Mögliche Ursachen sind eine Atemlähmung (durch Schädigung des Atemzentrums oder eine Lähmung der Atemmuskulatur), Strangulation, Blockade der Atemwege, durch neurologische Erkrankungen oder Traumata (eine Thoraxkompression als Folge eines Unfalls, nach einem Lawinenabgang oder als Folge einer Verschüttung bei einem Grubenunglück). Ebenso wird das willentliche Anhalten der Atmung als Atemstillstand bzw Apnoe bezeichnet.

Atropin

Atropin (abgeleitet von Atropos, griechische Schicksalsgöttin) ist ein giftiges Alkaloid, das in der Natur in Nachtschattengewächsen wie Alraune, Engelstrompete, Stechapfel, Tollkirsche oder Bilsenkraut vorkommt. Chemisch gesehen ist Atropin ein Racemat aus D- und L-Hyoscyamin. Atropin blockiert den Parasympathikus was zur Beschleunigung der Herzfrequenz, Weitstellung der Bronchien , Weitstellung der Pupillen , Austrocknung der Schleimhäute und stark verminderte Schweißbildung führt. Atropin wird als Gegengift (Antidot) bei Vergiftungen mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln (Insektiziden) und Nervenkampfstoffen eingesetzt. Atropin kann bei der Einleitung oder während einer Narkose vor allem bei niedriger Herzfrequenz verwendet werden. Atropin vermindert die Speichel- und Schleimsekretion, was bei Operationen im Mund und Rachenbereich sowie bei fiberoptischen Intubationen und Bronchoskopien genutzt werden kann. Weiter hat Atropin einen festen Platz in der kardio-pulmonalen Reanimation bei Asystolie und pulsloser elektrischer Aktivität (PEA). Atropin wird in der Augenheilkunde zur Erweiterung der Pupillen eingesetzt.

Auge

Auge (lat. Oculus) heißen die Sinnesorgane des Menschen, welche zur Wahrnehmung von elektromagnetischer Strahlung im Wellenlängenbereich des Emissionsspektrums der Sonne dienen. Augen dienen der Bildwahrnehmung. Der adäquate Reiz für dieses Sinnesorgan entsteht beim Menschen durch elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen etwa 380 nm und 780 nm und ist für Tag- und Nachtsehen etwas unterschiedlich Empfindlichkeitskurve. In den Fotorezeptoren des Auges erzeugen die absorbierten Lichtwellen Änderungen der Erregung in den ableitenden Nervenbahnen. Das Auge steht am Anfang der Sehbahn, die im Gehirn diese Erregungsänderung zum visuellen Cortex weiterleitet. Dort und in anderen übergeordneten Zentren werden die vom Auge stammenden Erregungsmuster schließlich zu optischen Wahrnehmungen verarbeitet. Für den Menschen ist der Lichtsinn von sehr großer Bedeutung. Er ist der Leitsinn, der Menschen wie anderen visuell ausgerichteten Lebewesen eine sichere Orientierung ermöglicht.

Augenverbände

Augenverbände können mit verschiedenen Mitteln realisiert werden. Z.B. mit Augenklappen, Dreiecktüchern, Wundschnellverbänden, Verbandspäckchen oder Schaumstoff. Normallerweise müssen beide Augen verbunden werden, da nur so eine Ruhigstellung der Augen erreicht wird. Das Verbinden beider Augen sollte vermieden werden wenn möglich, da die Massnahme eine erhebliche Belastung für den Patienten darstellt. Selbstverständlich muss eine entsprechende Betreuung, z.B. Erklären der Maßnahme, ständiger Zuspruch, der verletzten Person erfolgen. Tragen sie Sorge das alle benötigten Gegenstände für den Patient in Griffnähe sind.

Augenverätzung

Verätzungen des Auges gehören zu den gefährlichsten Augenverletzungen. Oft muß mit schweren, bleibenden Schäden gerechnet werden , die zur Einschränkung der Sehfunktion bis hin zur Erblindung führen können.

Autotranfusion

Klinische Bezeichnung für eine Erste Hilfe Maßnahme bei drohendem Schock. Dabei werden die Beine um 30% hochgelagert oder der Kopf tiefgelagert. Die Autotransfusion bewirkt eine Umverteilung  des Blutes von peripheren zu zentralen vernösen Blutgefässen. Das Blut steht so dem Kreislauf besser zur Verfügung.

Atemhöhle

Atemhöhle ist ein Begriff aus der Lawinenrettung. Als Atemhöhle gilt jeder noch so kleine Hohlraum vor Mund und Nase bei gleichzeitig freien Atemwegen. Der Befund keine Atemhöhle gilt nur dann, wenn Mund und Nase durch Schnee oder Erbrochenes luftdicht verschlossen sind.

Atom

Die Atome sind Grundbausteine der Materie. Sie sind die kleinste Einheit, in die sich Materie mit chemischen oder mechanischen Mitteln zerlegen lässt. Der Name „Atom“ leitet sich vom griechischen ἄτομος/átomos, α-τεμνω ab, was „das Unzerschneidbare“ bedeutet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde entdeckt, dass Atome aus einer durch Elektronen gebildeten Atomhülle und einem Atomkern bestehen.

AutoPulse®

Automatische Wiederbelebungs - Reanimationshilfe der US-Amerikanischen Firma Zoll. 

Autotransfusion

Klinische Bezeichnung für eine Erste Hilfe Maßnahme bei drohendem Schock. Dabei werden die Beine um 30% hochgelagert oder der Kopf tiefgelagert. Die Autotransfusion bewirkt eine Umverteilung  des Blutes von peripheren zu zentralen vernösen Blutgefässen. Das Blut steht so dem Kreislauf besser zur Verfügung. 

Axon

Das Axon (v. altgriech. ὁ ἄξων áxon „Achse“); auch als Neurit bezeichnet) ist der lange, faserartige Fortsatz einer Nervenzelle (Syn. Neuron), der elektrische Nervenimpulse vom Zellkörper (Perikaryon) wegleitet. Die Weitergabe von Nervenzelle zu Nervenzelle bzw. an das Erfolgsorgan erfolgt nicht elektrisch, sondern chemisch.

AZMV

Die antizyklisch modulierte Ventilation (AZMV) ist eine klinische Beatmungsmethode. Es handelt sich dabei um eine assistierte Beatmungsmethode. Das Beatmungsgerät arbeitet nur wenn eine Störung der Atmung des Patienten vorliegt, es assistiert die Beatmung des Patienten. Ein AZMV Beatmungsgerät passt sich automatisch an den aktuellen Bedarf des Patienten an.

AZV Atemzugvolumen

Das Atemzugvolumen beschreibt das pro Atemzug eingeatmete Luftvolumen (rund 300-500 ml beim Erwachsenen).