Dobutamin

Dobutamin ist ein Arzneistoff, der als Notfallmedikament bei akuter Herzinsuffizienz oder kardiogenem Schock eingesetzt wird. Es kann nur intravenös verabreicht werden. In Deutschland wird Dobutamin u. a. unter dem Handelsnamen Dobutrex® vertrieben.

Wirkungsweise

Dobutamin hat keine stimulierende Wirkung auf Dopamin-Rezeptoren, sondern wirkt als α1-, β1- und β2-Agonist, wobei die β1-Stimulation am Herzen weit im Vordergrund steht, da sich die Alpha-1- und Beta-2-Wirkungen gegenseitig aufheben (=scheinbare Beta-1-Selektivität).(Dobutamin ist ein Enantiomerengemisch: Das (+)-Enantiomer aktiviert β1- und β2-Rezeptoren und das (-)-Enantiomer ist verantwortlich für die Wirkung auf den α1 Rezeptor.) Hieraus resultieren die Hauptwirkungen von Dobutamin, nämlich eine Steigerung der Kontraktilität der Herzmuskelzellen (positive Inotropie) und eine in der Regel nur gering ausgeprägte Beschleunigung der Herzfrequenz (positive Chronotropie). Damit erfolgt eine Erhöhung von Schlagvolumen (SV) und Herzzeitvolumen (HZV) mit konsekutiver Verbesserung der Durchblutung lebenswichtiger Organe (Gehirn, Niere etc.)

Anwendungsgebiete

Akute Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, intraoperative Anwendung bei herzchirurgischen Eingriffen.

Ausserdem wird Dobutamin in der Belastungsechokardiografie eingesetzt, um das Herz medikamentös zu belasten.

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Aufgrund der agonistischen Wirkung auf β2-Rezeptoren und der damit verbundenen peripheren Vasodilatation sollte Dobutamin nicht bei Volumenmangel und bei septischem Schock eingesetzt werden, da es hierdurch zu einer zusätzlichen Reduktion der kardialen Füllungsdrücke kommen kann. Weitere Kontraindikationen sind die Perikardtamponade und die hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie.

Nebenwirkungen

Häufig auftretende unerwünschte Wirkungen resultieren aus der Beta-mimetischen Wirkung: Tachykardie, Tachyarrhythmien, Extrasystolen und pectanginöse Beschwerden.

Quelle :Wikipedia

Zusammenfassung

Handelsform

  • Stechampulle mit 250mg Dobutamin Trockensubstanz

Indikation

  • Linksherzinsuffizienz mit Lungenstauung,
  • globale Herzinsuffizienz ( nur kurzfristig begünstigend )
  • kardiogener Schock, Kardiomyopathie
  • Alles auch in Folge von einem Myokardinfarkt

Wirkungsweise

  • Katecholamin mit vorwiegender Wirkung auf die Beta1-Rezeptoren und geringer Wirkung auf Beta2 und Alpha - Rezeptoren. Dadurch Steigerung des Schlagvolumens durch Herzkraftsteigerung, Senkung des Pulmonalkapillardrucks.
  • In niederen Dosen geringe periphere Vasodilatation, höhere Dosen bewirken eine Ausschüttung von Noradrenalin, was eine Vasokonstriktion zur Folge hat.
  • Die Herzfrequenz steigt gering, die Nierendurchblutung sinkt gering.
  • Die Koronardurchblutung wird begünstigt, was eine Ausweitung der Gewebsnekrose beim Infarkt vermindert.
  • Beste Erfolge werden erzielt bei einer Kombination mit Dopamin.

Wirkeintritt

sofort,  Wirkdauer: 1-2 Minuten,  Halbwertszeit: 2 Minuten

Dosierung

  • Mit der Dosierung von Dobutamin wird nieder begonnen und langsam bis zur gewünschten Wirkung erhöht.
  • Die Maximaldosis liegt bei 40 µg / kgKG / Min.
  • Verabreichung über Perfusor oder über Infusion (isotone Lösung)

Nebenwirkungen

  • ventrikuläre Extrasystolen
  • Tachykardie
  • pektanginöse Beschwerden
  • Kopfschmerzen

Kontraindikationen

  • Tacharrhythmie

Bemerkungen

  • Trockensubstanz verdünnen mit isotoner Lösung, da salzige Lösungen die Löslichkeit negativ beeinflussen