Berotec®

Berotec ist ein bronchial erweiterndes Medikament basierend auf dem Wirkstoff Fenoterolhydrobromid. Es wird primär zur Behandlung von Astmaamfällen eingesetzt. Berotec wird von der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG produziert und vertrieben.

Anwendungsgebiete 

  • akute Asthmaanfälle
  • Vorbeugung von belastungsinduziertem Asthma bronchiale
  • Asthma allergischer und nichtallergischer Ursache und andere Erkrankungen, die mit einer vorübergehenden Verengung der Atemwege einhergehen, z.B. chronische Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem (Überblähung und Zerstörung von Lungengewebe)
  • eine gleichzeitige entzündungshemmende Behandlung wird empfohlen.

Dosierung

Für die Dauerbehandlung inhalieren Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren drei- bis viermal täglich ein bis zwei Hübe. Der Abstand der einzelnen Inhalationen soll mindestens drei Stunden betragen. Zur gezielten Vorbeugung eines Asthmaanfalls müssen zehn bis 15 Minuten vor Allergenkontakt oder vor Anstrengung ein bis zwei Hübe inhaliert werden.

Bei akuter Atemnot muss ein Hub inhaliert werden. Tritt nach fünf Minuten keine Besserung ein, kann ein weiterer Hub inhaliert werden. Kann ein schwerer Atemnot-Anfall auch nach einem zweiten Hub nicht behoben werden, können weitere Inhalationen getätigt werden. Dann ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Die maximale Tagesdosis sollte acht Hübe nicht überschreiten. Die maximale Einzeldosis sollte nicht über vier Hüben liegen.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Berotec N 100µg
Dosier-Aerosol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern.

Wann darf Berotec nicht verwendet werden?

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • schwerer Schilddrüsenüberfunktion
  • Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag (Tachyarrhythmie) und Reizleitungsstörung am Herzen (WPW-Syndrom)
  • Herzmuskelerkrankung, Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis), frischem Herzinfarkt, Herzklappenfehler oder koronarer Herzkrankheit
  • Phäochromozytom
  • Muskelschwund
  • schlecht behandelter Zuckererkrankung (Diabetes mellitus vom Typ 1 oder Diabetes mellitus vom Typ 2)
  • schwerem Bluthochdruck und Bluthochdruck in den Lungengefäßen (pulmonalem Hochdruck)
  • eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
  • schweren Blutungen der Geschlechtsorgane
  • verminderter Blutgerinnung, Vena cava-Kompressionssyndrom
  • Amnioninfektionssyndrom
  • Psychosen
  • Aneurysma
  • verminderter Kaliumkonzentration im Blut.


Zur Wehenhemmung sollte Fenoterol nach Möglichkeit nicht angewandt werden, wenn die Patientin unter Funktionsstörungen des Mutterkuchens (Plazentainsuffizienz), EPH-Gestose, fehlender Darmbewegung (Darmatonie), zu niedrigem Blutdruck oder verminderter Konzentration von Eiweißen im Blut leidet.

Nimmt der Patient gleichzeitig Herzglykoside ein, darf er Fenoterol nur unter größter ärztlicher Vorsicht anwenden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Fenoterol kann über den Mutterkuchen in das Blut des ungeborenen Kindes gelangen und dort Nebenwirkungen verursachen. Daher sollte es während der Schwangerschaft nicht zur Therapie von Atemwegserkrankungen, sondern lediglich zur Wehenhemmung verwendet werden.

Wenn Fenoterol zur Wehenhemmung eingesetzt wird, muss das Kind kurz nach der Geburt auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel und Bluthochdruck untersucht werden.

Während des Stillens sollte Fenoterol nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch einen Arzt zum Einsatz kommen.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Atemwegserkrankungen wird Fenoterol meist inhaliert. Kinder unter vier Jahren können in der Regel noch nicht mit einem Inhalator umgehen. Auch bei Kindern ab vier Jahren sollte ein Erwachsener die Anwendung überwachen.

Quelle : Onmeda