B-Lymphozyten

B-Lymphozyten oder kurz B-Zellen gehören zu den Leukozyten (weißen Blutkörperchen). Sie sind als einzige Zellen in der Lage Antikörper zu bilden und machen zusammen mit den T-Lymphozyten den entscheidenden Bestandteil des adaptiven Immunsystems aus.

Babinski-Reflex

Als Babinski-Reflex oder Babinski-Zeichen bezeichnet man einen pathologischen Reflex, der bei einer Schädigung der Pyramidenbahn auftritt (Pyramidenbahnzeichen). Der Reflex ist nach dem polnisch-französischen Neurologen Joseph Babinski benannt, der den neurologischen Hintergrund dieser Störung aufdeckte. Bei Säuglingen, also im ersten Lebensjahr, ist er noch physiologisch. Der normale Plantarreflex (Fußsohlenreflex) ist ein Fremdreflex und antwortet bei Bestreichen der Sohle mit einer Greifbewegung (Plantarflexion) der Zehen. Bei einer Schädigung der Pyramidenbahn führt das Bestreichen vor allem des äußeren Fußrandes dagegen zu einer gegenläufigen Bewegung der großen Zehe nach oben (Dorsalextension), während die übrigen Zehen die Plantarflexion ausführen.

BAGEH

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) ist eine Arbeitsgruppe der folgenden fünf Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund , Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft , Deutsches Rotes Kreuz , Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Gegründet wurde die Arbeitsgemeinschaft im Jahr 1988, sie hat ihren Sitz in Berlin. Jüngstes Mitglied ist die DLRG, seit 1994. Die BAGEH ist gemeinsames Sprachrohr der beteiligten Organisationen in Sachen Erster Hilfe-Ausbildung gegenüber der Politik oder anderen Verbänden, wie beispielsweise der Bundesärztekammer und den Unfallversicherungsträgern (Berufsgenossenschaften). Ziele: vertrauensvolle Zusammenarbeit aller an der Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe beteiligten Organisationen.
einheitliche Ausbildung: sowohl fachlich und inhaltlich nach dem jeweiligen Stand der medizinischen Wissenschaft; als auch durch zeitgemäße Lehrmethoden mit entsprechenden didaktischen Möglichkeiten. Aufklärung der Bevölkerung hinsichtlich der Notwendigkeit der Ersten Hilfe durch Laien.

Bainbridge-Reflex

Der Bainbridge-Reflex ist ein 1915 von Bainbridge beschriebener Reflex, bei dem nach einer plötzlichen Vergrößerung des Blutvolumens (Infusion von Kochsalzlösung oder Bluttransfusion) ein Anstieg der Herzfrequenz zu beobachten ist. Dieser Effekt war bei unterschiedlichem arteriellen Blutdruck nachweisbar, aber von der Dehnung des rechten Herz-Vorhofs (mit Steigerung des zentralen Venendrucks) und intakter Nervenverbindung zum Kreislaufzentrum (N. vagus) abhängig. Später wurde entdeckt, dass die Reflexantwort von der Ausgangslage abhängt: Bei niedriger Schlagzahl (Bradykardie) steigert Volumengabe die Herzfrequenz, diese nimmt jedoch ab, wenn dasselbe bei hoher Ausgangsfrequenz (Tachykardie) erfolgt.

Bakterien

Bakterien sind sehr kleine, einzellige Lebewesen, so genannte Mikroorganismen. Sie sind meistens zwischen 0,2 und 2,0 Mikrometer groß und vermehren sich durch einfache Querteilung.

Baldrian-Tropfen

Baldrian (Valeriana) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Baldriangewächse. Baldrian wird allein oder in Kombination mit anderen pflanzlichen Extrakten wie Hopfen oder Melisse als mildes Beruhigungsmittel und Schlafmittel eingesetzt.

Ballaststoff

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie können durch die Enzyme im Dünndarm nicht zerlegt und vom Stoffwechsel daher nicht direkt aufgenommen werden. Ein Großteil der Ballaststoffe wird jedoch im Dickdarm zum Teil durch die Mikroorganismen fermentiert und u. a. in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt und dadurch für den Körper aufnahmefähig und verwertbar gemacht. Der Teil der Ballaststoffe, der im Dickdarm durch die Mikroflora nicht fermentiert wird, wird unverändert ausgeschieden.

BAND e.V.

Die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND) ist eine Vereinigung von Notärzten in Deutschland. Sie bildet die Dachorganisation von elf Länder-Arbeitsgemeinschaften. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft wurde am 2. September 1998 gegründet und vertritt rund 8000 Notärzte.

Bänder

Bänder sind Faserbündel, die längs oder kreuzweise verlaufen. Sie verbinden die Knochen miteinander, indem sie die Gelenkstellen überziehen und geben den Gelenken dadurch Stabilität.

Bänderdehnung

Eine Bänderdehnung (auch Bänderzerrung) wird durch gewaltsames, über das normale Maß hinaus gehende Bewegen eines Gelenkes verursacht. Es ist nicht in jedem Fall möglich, diese Form der Verletzung von einem Bänderriss oder einer Verstauchung (Distorsion) abzugrenzen. Die Übergänge sind fließend.

Bandwurm

Bandwürmer nisten sich bei Menschen im Darm ein und können einige Meter lang werden. Klassische Krankheitssymptome treten in der Regel nicht auf.

Barbiturat

Barbiturate sind Derivate der Barbitursäure, allerdings keine Salze oder Ester, wie der Name suggeriert. Barbitursäurederivate waren für viele Jahrzehnte die Schlafmittel schlechthin; das erste Barbiturat mit schlafanstoßender Wirkung wurde bereits 1903 synthetisiert. Seit 1992 sind sie in Deutschland und Schweiz als solche nicht mehr zugelassen, und unterliegen bis auf einige Ausnahmen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV). Das Barbitursäurederivat Thiopental (Trapanal®) wird heutzutage bei der intravenösen Einleitung einer Vollnarkose beim unkomplizierten Patienten als Alternative zu Propofol verwendet.

Barorezeptor

Im menschlichen Körper registrieren Barorezeptoren (Drucksinneskörperchen, auch Pressorezeptoren genannt) den Druck des fließenden arteriellen Blutes auf die Gefäßwände. Als Mechanorezeptoren werden sie durch Dehnung der Gefäßwand aktiviert. Das Maß ihrer Aktivität, das heißt die Frequenz der gesendeten Signale ist abhängig vom Grad der Gefäßwanddehnung. Ihre Impulse gelangen zur Medulla oblongata, einer Teilstruktur des Zentralnervensystem (ZNS). Dort verursachen sie eine Hemmung (Inhibition) von Neuronen, deren Aufgabe die Erhöhung der Pulsfrequenz (die Anzahl der Herzschläge pro Minute) ist. Aktive Barorezeptoren verhindern daher eine Erhöhung der Pulsfrequenz.

Barotrauma

Ein Barotrauma (aus dem griechischen Wörtern τραύμα traúma für Wunde und βάρος báros für Schwere oder Gewicht zusammengesetzt, entsprechend Druckverletzung; englisch barotrauma) ist eine Gesundheitsstörung, die durch Änderungen des Umgebungsdrucks und dessen Auswirkungen auf luft- oder gasgefüllte Hohlräume und deren Hüllen bei Menschen verursacht wird.

Basale Stimulation

Basale Stimulation (von lat. basal = grundlegend und voraussetzungslos und stimulatio = Anreiz, Anregung) bedeutet die Aktivierung der Wahrnehmungsbereiche und die Anregung primärer Körper- und Bewegungserfahrungen sowie Angebote zur Herausbildung einer individuellen non-verbalen Mitteilungsform (Kommunikation) bei Menschen, deren Eigenaktivität auf Grund ihrer mangelnden Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist und deren Fähigkeit zur Wahrnehmung und Kommunikation erheblich beeinträchtigt ist, z. B.: schwerst mehrfachbeeinträchtigten Menschen, Schädel-Hirn-Traumatisierte, Menschen mit hemiplegischem, apallischem oder komatösem Syndrom. Mit einfachsten Möglichkeiten wird dabei versucht, den Kontakt zu diesen Menschen aufzunehmen, um ihnen den Zugang zu ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen zu ermöglichen und Lebensqualität zu erleben. Die Basale Stimulation wurde von Andreas D. Fröhlich ab 1975 im Rahmen eines Schulversuches entwickelt, veröffentlicht und ist heute als Begriff markenrechtlich geschützt. Sie versteht sich ausdrücklich als pädagogisches Konzept und nicht als therapeutische Technik. Während Fröhlich das Konzept für den Bereich der Sonderpädagogik entwickelte, wurde das Konzept von Christel Bienstein in Zusammenarbeit mit Fröhlich in den Bereich der Pflege übertragen.
Ziel der basalen Stimulation : Anregung und Förderung individueller Lernproyesse in dem betroffenen Menschen.

Basenüberschuss

Base Excess (BE), deutsch auch als Basenabweichung oder Basenüberschuss bzw. Basendefizit bezeichnet, ist ein berechneter Parameter, der anhand einer Blutgasanalyse bestimmt wird und Aussagen über stoffwechselbedingte (metabolische) Störungen des Säure-Basen-Haushaltes ermöglicht. Begriff und Prinzip wurden im Jahr 1958 von Astrup und Siggaard-Andersen eingeführt.

Bauchauflagen (Heiß, feucht)

Heiße Bauchauflagen bewirken auf eher passive Weise eine zunächst lokale, periphere Gefäßerweiterung und verstärkte Durchblutung. Dadurch verbessert sich die Stoffwechselaktivität, und es kommt zur Entkrampfung und Entspannung. Die intensive Wärme selbst dringt nicht bis zu den inneren Organen durch, sie bleibt relativ oberflächlich. Über eine lokale Anregung bestimmter Hautsegmente können jedoch über spinale Reflexbahnen auch innere Organe beeinflusst werden. Heiße Bauchauflagen kommen bei Verstopfung, Darmträgheit,Blähungen, Magen, -Darm Krämpfen.Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündung, Schlafstörungen, Nervosität und bei inerer Unruhe zur Anwendung.

Bauchfell

Das Peritoneum (von griech. peritonaion „das Ausgespannte“) oder Bauchfell kleidet als seröse Haut den Bauchraum aus. Es umgibt die meisten inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens. Es ist durch ein einschichtiges, flaches Epithel gekennzeichnet.

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse – in der medizinischen Fachsprache das Pankreas (griech.: pánkreas, pán für „alles“, kréas für „Fleisch“) – ist ein quer im Oberbauch liegendes Drüsenorgan der Wirbeltiere. Die von ihr gebildeten Verdauungsenzyme werden über einen oder zwei Ausführungsgänge in den Zwölffingerdarm abgegeben. Sie ist daher eine exokrine Drüse (exokrin „nach außen abgebend“). Diese Verdauungsenzyme spalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette der Nahrung im Darm in ihre Grundbestandteile und zerkleinern sie damit in eine von der Darmschleimhaut aufnehmbare (resorbierbare) Größe. Darüber hinaus werden in der Bauchspeicheldrüse Hormone gebildet, die direkt an das Blut überführt werden. Damit ist sie gleichzeitig auch eine endokrine Drüse (endokrin „nach innen abgebend“). Dieser endokrine Anteil des Pankreas sind die Langerhans-Inseln, die vor allem für die Regulation des Blutzuckerspiegels (über die Hormone Insulin und Glucagon) sowie von Verdauungsprozessen verantwortlich sind.

Beatmung

Beatmung dient der Unterstützung oder dem Ersatz unzureichender oder nicht vorhandener Spontanatmung. Ihre lebenserhaltende Funktion ist zentraler Bestandteil in der Anästhesiologie, der Notfallmedizin und der Intensivmedizin. Es wird unterschieden zwischen der kontrollierten Beatmung und der assistierten Beatmung. Der Begriff Beatmung wird in der professionellen Notfallmedizin verwendet, in der Ersten Hilfe spricht man von der Atemspende.

Beatmungsbeutel

Der Beatmungsbeutel ist ein Hilfsmittel zur manuellen Beatmung von Patienten mit Atemstillstand oder insuffizienter (nicht ausreichender) Atmung. Er besteht aus einem Hohlkörper, der zur Beatmung zusammengedrückt werden muss, Ventilen und einem Ansatzstück für die Beatmungsmaske oder einem Tubus. Zu den bekanntesten Herstellern zählt die Firma Ambu, daher auch der Begriff Ambu-Beutel.

Beatmungsgerät

Ein Beatmungsgerät oder Respirator ist eine elektrisch oder pneumatisch angetriebene Maschine zur Beatmung von Personen mit unzureichender oder ausgesetzter Eigenatmung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen volumenkontrollierten und druckkontrollierten Beatmungsformen bzw. -mustern, wobei die druckkontrollierte Beatmung hauptsächlich im intensivmedizinischen Bereich anzutreffen ist und die volumenkontrollierte Beatmung im präklinischen Bereich.
Ein weiteres Kriterium ist die Art der Anwendung. Bei der invasiven Beatmung ist der Patient entweder intubiert oder tracheotomiert und wird somit über einen Endotrachealtubus bzw. Tracheakanüle beatmet. Hierzu wird der Patient meist analgo-sediert, also durch entsprechende Sedativa und Analgetika in einen Zustand gebracht, in dem er die Therapie toleriert. Bei der non-invasiven Beatmung, NIV, wird der Patient über eine dichtsitzende Maske beatmet (entweder Nasenmaske, Mund-Nasenmaske, Ganz-Gesichtsmaske oder Beatmungshelm), hierzu sind keine oder deutlich geringere Medikamentengaben notwendig, außerdem sind die Infektionsgefahren geringer. Allerdings ist die NIV nur bei einigen Krankheitsbildern, wie etwa dem Lungenödem geeignet und setzt zwingend gut funktionierende Schutzreflexe voraus. Je nach Anwendungsbereich wird zwischen Notfall- und Intensivrespirator unterschieden.

Bedside-Test

Als Bedside-Test werden „Labor-Untersuchungen“ bezeichnet, die unmittelbar am Patientenbett und im übertragenen Sinn in Patientennähe, ohne Versendung des Probenmaterials in ein Labor durchgeführt werden können. Der bedeutendste Beside-Test ist für die Blutgruppenbestimmung. Diese obligatorische ärztliche Maßnahme wird vor jeder Bluttransfusion durchgeführt, um jede Möglichkeit einer Verwechslung von Blutkonserven auszuschließen. Dabei wird die Blutgruppe des jeweiligen Empfängers mit der der verwendeten Blutkonserve verglichen. Die Grundlagen des Verfahrens gehen auf Reuben Ottenberg (Anfang des 20. Jhd.) zurück. Das Verfahren wird deshalb Bedside-Test (englisch: Bedside - Bettseite) genannt, da es ursprünglich für die Ausführung direkt am Bett des Patienten gedacht ist.

Beintieflagerung

Eine Beintieflagerung wird bei arteriellen Duchblutungsstörungen des Beins durchgeführt. Dadurch soll die Zirkulation des Blutes im Bein verbessert werden. Im Falle eines Patientenbettes wird das gesamte Bettniveau schräg gestellt, so daß die Beine deutlich tiefer als der Oberkörper liegen. Fußstütze zur Sitzfußprophylakse einbringen.

Benzoe-Tinktur

Als Benzoe bezeichnet man das Harz (den ausfließenden Gummi) des Benzoebaumes. Benzoe ist enorm hautpflegend und lindert Reizungen und Entzündungen. Ausserdem wirkt es antibakteriell, wird in Cremes also gerne konservierend eingesetzt. Tinktur bedeutet in Alkohol gelöst. Benzoe-Tinktur kann eingesetzt werden um die Klebekraft von Wundschnellverbänden oder Wundnahtstreifen um ein Vielfaches zu erhöhen.

Bergungstod

Als Bergungstod bezeichnet man das Phänomen, dass vermeintlich gerettete Katastrophenopfer, die manchmal Stunden und Tage in misslicher Lage überlebt hatten, Minuten nach der Bergung plötzlich doch sterben.

Berotec®

Berotec ist ein bronchial erweiterndes Medikament basierend auf dem Wirkstoff Fenoterolhydrobromid. Es wird primär zur Behandlung von Astmaamfällen eingesetzt.

Betablocker

Betablocker (Syn.: Beta-Rezeptorenblocker, Beta-Adrenozeptorenblocker, β-Blocker) ist in der Medizin ein Sammelbegriff für eine Reihe ähnlich wirkender Arzneistoffe, die im Körper an β-Rezeptoren als inverse Agonisten wirken und so die Wirkung einiger Stresshormone (insbesondere Noradrenalin und Adrenalin) hemmen. Sie führen durch Herabsetzen der Basalaktivität zu einer Senkung von Pulsfrequenz und Blutdruck, außerdem zu einer geringeren Schlagkraft und Erregbarkeit des Herzens. 

Betaisodona®

Betaisodona® Salbe ist ein Produkt der Firma Mundipharma GmbH. Der Wirkstoff ist Povidon-Jod. Povidon-Jod wird als antiseptisches Mittel auf der intakten äußeren Haut und auf den Schleimhäuten beispielsweise vor Operationen, Probeentnahmen, Blutentnahmen oder Injektionen einmalig angewendet, um das betreffende Gebiet zu desinfizieren. Betaisodona® Salbe wird zur Hautinfektion, bei Dekubitus , bei offenen Beinen und zur Wundbehandlung und Wundpflege eingesetzt. Povidon-Jod darf bei Überempfindlichkeit gegen Jod und bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) nicht eingesetzt werden. Auch vor und nach einer Radiojodtherapie im Rahmen der Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung darf kein Povidon-Jod benutzt werden.

Betriebssanitäter

Betriebssanitäter arbeiten überwiegend in großen Unternehmen, großen Baustellen und in Betrieben mit einem besonderen Gefährdungspotential. Dort sind sie für die Versorgung von erkrankten und verletzten Personen zuständig und führen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Notarztes erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen durch.

Bilirubin

Das Bilirubin (lat.: bilis= „Galle“, ruber = „rot“) ist ein gelbes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Bilirubin ist verantwortlich für die gelbe Farbe des Urins.

Bienenstich

Bei einem Bienenstich sollte der Stachel sofort mit einer Pinzette entfernt werden. Kühlen und Druck lindern die Schmerzen und verringern die Ausbreitung des Giftes. Antiallergische Gele und Cremes wirken abschwellend und sind auch für die sofortige Medikation eines Insektenstichs anzuraten. Hydrocortison soll aber bei Kindern unter sechs Jahren nicht verwendet werden. Bei einem Stich in den Mund, den Rachen oder auf die Lippen sollte sofort mit Eiswürfeln gekühlt werden. Solche Stiche können lebendsbedrohlich sein. Auch muß man an eine analphylaktische Reaktion denken. Treten nach einem Stich Schwindel, Übelkeit, Herzrasen oder Atemnot auf so handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine anaphylaktische Reaktion.

Biliverdin

Das Biliverdin (lat. viridis - grün) ist ein grünes Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, genauer gesagt das des Hämatoporphyrins, welches zusammen mit Eisen den Häm-Anteil bildet. Es gehört zur Gruppe der Bilitiene. Der Globin-Anteil (ein Eiweiß) wird wieder zu Aminosäuren zerlegt und erneut dem Synthesestoffwechsel zur Verfügung gestellt. Biliverdin ist die Vorstufe des Bilirubins und ist nicht toxisch, sondern wirkt sogar antioxidativ. Es schützt somit die Gefäße und Fettsäuren vor Oxidation. Der Stoff besitzt eine mäßig gute Wasserlöslichkeit und wird teilweise über den Urin ausgeschieden.

BioNexia® Troponin I

Der BioNexia® Troponin I Test ist ein einstufiger immunchromatographischer Schnelltest für den qualitativen
Nachweis von humanem cTnI im Vollblut, Serum oder Plasma. Die gebrauchsfertigen BioNexia® Troponin I Kits
enthalten alle Materialien, die für die Durchführung der Tests benötigt werden. Der BioNexia® Troponin eignet sich zur Schnelldiagnose oder Ausschluß eines Herzinfarktes.

Biot-Atmung

Als Biot-Atmung (seltener: meningitisches Atmen) wird eine Form der periodischen Atmung bezeichnet, bei der ausreichend kräftige und gleichmäßig tiefe Atemzüge immer wieder durch plötzliche Pausen unterbrochen werden. Diese Atemform weist auf eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Atemzentrums hin. Benannt ist diese Atemstörung nach dem französischen Arzt Camille Biot (* 1878).

Biphasische Defirbrillation

Bei der biphasischen Defibrillation handelt es sich um eine technische Weiterentwicklung der bislang üblichen monophasischen Defibrillation. Bei der monophasischen Defibrillation fließt der Strom zwischen den Paddels nur in eine Richtung, der Impuls besteht aus einer Phase. Wesentliches Merkmal der biphasischen Defibrillation ist die Form der abgegebenen Stromkurve. Der Impuls wird in zwei Teile zerlegt, die sich in ihrer Richtung unterscheiden, d.h. die Polung der Paddels wird während des Impulses geändert

Blasen

Eine Blase (lateinisch „Bulla“, Plural "Bullae") ist in der Dermatologie (Hautheilkunde) ein über das Hautniveau erhabener flüssigkeitsgefüllter Raum, der wenigstens erbsengroß (> 5 mm) ist. Unterschieden werden subkorneale (unter der Hornschicht gelegene), intraepidermale (in der Oberhaut gelegene) und subdermale (unter der Lederhaut gelegene) Blasen.

Blasenpflaster

Ein Blasenpflaster ist eine spezielle Form eines Wundschnellverbands. Es wird zur Abdeckung von kleinen wundgeriebenen Stellen und Blasen verwendet. Das mit einer großflächigen Gel- oder Hydrokolloidfüllung gepolsterte Pflaster dient nicht nur dem Schutz der Wunde vor Verschmutzung, sondern lindert durch seine Polsterung weitere durch Berührungen oder Druck verursachte Wundschmerzen. Ein klassisches Einsatzgebiet von Blasenpflastern sind Verletzungen durch scheuerndes Schuhwerk.

Blinddarm

Der Blinddarm (lat. Caecum, Coecum oder Cecum, davon abgeleitet auch Zäkum; griech. typhlon) ist der blind endende Anfangsteil des Dickdarms, der sackförmig in die Bauchhöhle ragt. Umgangssprachlich wird damit häufig fälschlicherweise der Wurmfortsatz des Blinddarms gemeint. Auch die Bezeichnung „Blinddarmentzündung“ für die Appendizitis ist unzutreffend.

Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke, auch Blut-Gehirn-Schranke genannt, ist eine bei allen Landwirbeltieren (Tetrapoda) im Gehirn vorhandene physiologische Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem Zentralnervensystem. Sie dient dazu, die Milieubedingungen (Homöostase) im Gehirn aufrecht zu erhalten und sie von denen des Blutes abzugrenzen. Endothelzellen, die über Tight Junctions eng miteinander verknüpft sind und die kapillaren Blutgefäße zum Blut hin auskleiden, sind der wesentliche Bestandteil dieser Barriere. Die Blut-Hirn-Schranke schützt das Gehirn vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern, Toxinen und Botenstoffen. Sie stellt einen hochselektiven Filter dar, über den die vom Gehirn benötigten Nährstoffe zugeführt und die entstandenen Stoffwechselprodukte abgeführt werden. Die Ver- und Entsorgung werden durch eine Reihe spezieller Transportprozesse gewährleistet.

Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Blutgefäß. In der Fachsprache wird der Begriff Gefäßdruck verwendet.
In verschiedenen Bereichen des Blutkreislaufs herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel den arteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe (BD oder BP, gebräuchlich ist auch die Synekdoche RR für Riva-Rocci), der meistens an der Brachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch der zentralvenöse Druck von medizinischem Interesse.
Die Blutdruckmeßwerte sind Überdrucke gegenüber der Atmosphäre und werden nicht in der SI-Einheit Pascal (Pa), sondern in der traditionellen Einheit mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben, weil früher für die Druckmessung üblicherweise nur Quecksilbermanometer verwendet wurden.
Die Angabe des arteriellen Drucks erfolgt konventionell als Zahlenpaar aus systolischem (maximaler Wert, ist unter anderem abhängig von der Herzauswurfleistung) und diastolischem Druck (minimaler Wert, in der Herzfüllungsphase und deshalb unter anderem auch abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der großen Gefäße). Man sagt dann beispielsweise „105 zu 70“.
In Ruhe beträgt der normale systolische arterielle Druck 13,3–17,4 kPa (100–130 mmHg) und der diastolische Wert 8,0–11,3 kPa (60–85 mmHg). Dieser pulsatile Druck unterliegt dem Gesetz von Hagen-Poiseuille und entspricht dem Produkt aus Herzminutenvolumen und Gefäßwiderstand. Darüber hinaus finden der mittlere arterielle Druck und die Pulsamplitude (Differenz zwischen systolischem und diastolischem arteriellen Druckwert) Anwendung.

Blutdruckmessung

Bei der Blutdruckmessung ermittelt man mit Hilfe eines technischen Verfahrens den Druck in einem Blutgefäß. Man unterscheidet die Messung des arteriellen Drucks, des venösen Drucks (wie z. B. den Zentralen Venendruck), sowie die Messung in der Lungenschlagader (pulmonalarterieller Druck) und im Lungenkapillargebiet (pulmonalkapillärer Druck). Während die meisten Methoden spezielle Untersuchungsverfahren benötigen und teilweise Spezialverfahren außerhalb der Routine sind, spielt die Messung des arteriellen Druckes eine wichtige Rolle im medizinischen Alltag, da sie leicht durchführbar ist.

Blutentnahme

Bei der Blutabnahme wird dem Körper eine zur Untersuchung ausreichende Menge Blut, maximal etwa 30 ml, entnommen und in unterschiedliche Röhrchen gefüllt. Der Blutverlust durch die Blutabnahme ist hierbei nicht gefährlich, manchmal nur etwas schmerzhaft.

Blutgasanalyse

Die Blutgasanalyse (kurz BGA) ist ein Verfahren zur Messung der Gasverteilung (Partialdruck) von O2 (Sauerstoff), CO2 (Kohlendioxid) sowie des pH-Wertes und des Säure-Basen-Haushaltes im Blut.

Blutgerinnung

Die Blutgerinnung ist ein lebenswichtiger Prozess, der die bei Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stehen bringt. Dadurch wird der übermäßige Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf verhindert und die Voraussetzung für eine Wundheilung geschaffen. Die Blutstillung muss im Fall einer Verletzung hinreichend schnell einsetzen, um größeren Blutverlust zu vermeiden. Sie muss auf den Bereich der Verletzung beschränkt bleiben und darf nicht fälschlicherweise durch andere Ereignisse wie Entzündungen oder Infektionen ausgelöst werden.

Blutgruppen

Das menschliche Blut wird in Blutgruppen eingeteilt. Dabei bezieht man sich auf bestimmte Eingenschaften der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Das AB0-System der Blutgruppen wurde 1901 von Karl Landsteiner aufgestellt Es ist das wichtigste Blutgruppenmerkmal bei der Bluttransfusion und umfasst vier verschiedene Hauptgruppen: A, B, AB und 0. Zusätzlich wird das Blut nach dem Rhesusfaktor unterschieden. Auch der Rhesusfaktur ist eine Eigenschaft der roten Blutkörperchen.

Blutplasma

Das Blut besteht etwa zur Hälfte (56 %) aus einer eiweißreichen Flüssigkeit, dem Plasma, und zur anderen Hälfte (44 %) aus Zellen (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten). Das Plasma ist eine klare, gelbliche Flüssigkeit. Entfernt man das Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren aus dem Blutplasma, erhält man das Serum. Im Plasma werden verschiedene Botenstoffe des Körpers und die zur Erhaltung aller Funktionen wichtigen Nahrungsstoffe transportiert.

Blutserum

Unter Blutserum, auch kurz nur Serum genannt, versteht man jenen flüssigen Anteil des Blutes, den man erhält, wenn man aus einer geronnenen Blutprobe durch Zentrifugieren die zellulären Bestandteile (rote und weiße Blutkörperchen) abtrennt, die mit den Blutplättchen und den Gerinnungsfaktoren zu einem sogenannten Blutkuchen verbacken sind.

Blutzucker

Unter Blutzucker versteht man im Allgemeinen die Höhe des Glucoseanteils (Glucosespiegel) im Blut. Glucose ist ein wichtiger Energielieferant des Körpers. Die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind zur Energiegewinnung auf Glucose angewiesen. Glucose ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und versorgt so das Gehirn.

BMI (Body-Mass-Index)

Der Body-Mass-Index auch Körpermasseindex (KMI), Kaup-Index oder Körpermassenzahl (KMZ) – ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen. Sie wurde von Adolphe Quételet entwickelt. Da Übergewicht ein weltweit zunehmendes Problem darstellt, wird die Körpermassenzahl vor allem dazu verwendet, auf eine diesbezügliche Gefährdung hinzuweisen.

Borkenflechte

Die Borkenflechte lateinisch Impetigo contagiosa ist eine hochinfektiöse bakterielle Hautinfektion, die hauptsächlich bei Kindern sowie Neugeborenen auftritt und deren Symptome besonders stark im Bereich des Gesichts und der Extremitäten zu sehen sind.

Borreliose

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine multisystemische Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi aus der Gruppe der Spirochäten ausgelöst wird. Es kann jedes Organ, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen werden.Die Übertragung erfolgt vor allem durch den Holzbock, eine Zeckenart; sehr selten auch durch Stechmücken oder Pferdebremsen.

Botulismus

Botulismus ist eine lebensbedrohliche, meist durch verdorbenes Fleisch hervorgerufene Vergiftung (hier auch „Fleischvergiftung“, „Wurstvergiftung“), die von Botulinumtoxin, einem vom Bakterium Clostridium botulinum („botulus“ ist das lateinische Wort für Wurst) produzierten Giftstoff, verursacht wird.

Braden-Skala

Die Braden-Skala ist eine Werteskala zur Beurteilung einer Dekubitusgefährdung. Beim Dekubitus, aus dem lateinischen, von decubare = liegen. handelt es sich um ein Druckgeschwür daß durch langes Liegen auf einer Körperstelle enstehen kann. Die Beurteilungskriterien sind Sensorisches Empfindungsvermögen, Aktivität, Mobilität, Feuchtigkeit, Ernährung, Reibung und Scherkräfte. Die Braden-Skala wurde 1987 von Barbara Braden und Nancy Berstrom entwickelt.

Brandschutzhaube

Brandschutzkissen und Brandschutzhauben bieten im Brandfall Schutz für Atmung, Augen und Kopf gegen Rauch und Brandgase. Im Brandfall bieten Brandschutzhauben und Brandschutzkissen einen wirksamen Schutz gegen das Einatmen von Atemgiften. Sie können so sich selbst retten oder die Chancen für eine Rettung durch die Feuerwehr ermöglichen.

Bradykardie

Als Bradykardie (auch "Bradikardie", griech. βραδυκαρδία, bradykardía, wörtl.: „Langsamherzigkeit“) wird in der Medizin ein langsamer Herzschlag unter 50 Schläge pro Minute bezeichnet. Das Gegenteil von Bradykardie wird als Tachykardie bezeichnet und beschreibt eine Ruhe-Pulsfrequenz von über 100 Schlägen pro Minute.

Brandklasse

Als Brandklassen bezeichnet man eine Klassifizierung der Brände nach ihrem brennenden Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmittel durch die Feuerwehr zu treffen. Nach der Europäischen Norm EN 2 erfolgt die Einteilung der brennbaren Stoffe in die Brandklassen A, B, C, D und F.

Brandklatsche

Die Brandklatsche (auch Brandpatsche, Brandbatsche oder Feuerpatsche genannt) ist ein einfaches Gerät, welches u. a. die Feuerwehr zur Bekämpfung von Flächenbränden einsetzt. Es ist einfach handhabbar, sowohl im Fahrzeug als auch vor Ort leicht transportierbar.

Brandwunde

Eine Brandwunde auch Verbrennung (Combustio, Brandverletzung, Verbrennungstrauma) ist in der Medizin eine Schädigung durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Diese kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), elektrischen Strom oder Reibung entstehen. Bei der Brandwunde werden primär Haut und Schleimhaut geschädigt. 

Brandwundenverbandpäckchen

Verbandpäckchen mit Wundauflage aus aluminiumbedampftem Vliesstoff zur Anwendung bei größeren Verbrennungen.

Braunol®

Braunol Standardisierte, wässrige PVP-Iod-Lösung zur schmerzfreien Haut- und Schleimhautdesinfektion. Wirkt bakterizid, sporozid, fungizid, protozoozid, tuberkulozid, mit remanenter Wirkung. Virusinaktivierend inkl. HBV/HIV.

Broca-Index

Der Broca-Index ist ein Maß zur Berechnung des „Normalgewichtes“ einer Person. Er wurde von Paul Broca, einem französischen Chirurgen (1824–1880), entwickelt.

Brustauflage (heiße, feuchte)

Heiße Brustauflagen bewirken auf eher passive Weise eine zunächst lokale, periphere Gefäßerweiterung und verstärkte Durchblutung. Dadurch verbessert sich die Stoffwechselaktivität, und es kommt zur Entkrampfung und Entspannung. Die intensive Wärme selbst dringt nicht bis zu den inneren Organen durch, sie bleibt relativ oberflächlich. Über eine lokale Anregung bestimmter Hautsegmente können jedoch über spinale Reflexbahnen auch innere Organe beeinflusst werden. Heiße Brustauflagen kommen als Pneumonieprophylaxe, zur Verbesserung der Atmung, bei trockenem Husten und bei Bronchitis zur Anwendung.

Brustbein

Das Brustbein oder lat. Sternum ist ein platter, schwertförmiger Knochen in der vorderen Mitte des Brustkorbs, an dem die Rippen bzw. deren knorpelige Verlängerungen ansetzen. Für hinter dem Brustbein gelegene Strukturen verwendet man die Lagebezeichnung retrosternal, für seitlich des Brustbeins gelegene parasternal.

Brustbund

Der Brustbund (auch Rettungsbund, veraltet: Rettungsknoten) bezeichnet eine spezielle Art, eine Feuerwehrleine (früher: Fangleine) anzulegen, um eine Person im Notfall ohne Gerät wie Sicherheitsgurt oder Abseilgeschirr gegen Abstürzen (z. B. beim Herabführen auf einer Leiter) zu sichern, abzuseilen oder heraufzuziehen.

BSG Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit

Die BSG Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit auch Erythrozytensedimentationsrate, kurz ESR , ist ein relativ unspezifischer Suchtest bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen. Sie kann auch Hinweise bei der Verlaufsbeurteilung von entzündlichen Erkrankungen geben. Die BSG wird aus frisch entnommenem venösen Blut (1,6 ml) bestimmt, das in standardisierten Röhrchen mit 3,8% Natrium-Zitrat gemischt wird. Das korrekte Mischungsverhältnis ist entscheidend für die sachgerechte Bestimmung der BSG.

Burnout-syndrom

Ein Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.

BURP-Manöver

Das BURP-Manöver (backward, upward and rightward pressure) ist ein Handgriff, mit dem bei einer schwierigen endotrachealen Intubation die Sicht auf die Stimmlippen (Glottis) verbessert und das Einführen des Tubus erleichtert bzw. erst ermöglicht werden kann. Dabei wird ein nach hinten, oben und rechts gerichteter Druck auf den Schildknorpel des Kehlkopfes (Larynx) ausgeübt, im Gegensatz zum Sellick-Handgriff, der den Ringknorpel betrifft. Die Methode wurde 1993 durch den Kanadier Knill eingeführt.

Buscopan©

Buscopan© ist ein Medikament gegen Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Übelkeit und Blähungen also gegen das  Reizdarmsyndrom. In der Notfallmedizin wird es bei Krampf und Kolikartigen Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff von Buscopan ist Butylscopolamin. Buscopan wird u.a. von Boehringer-Ingelheim produziert.

Butylscopolamin

Siehe Buscopan®