Braunol®

Standardisierte, wässrige PVP-Iod-Lösung zur schmerzfreien Haut und Schleimhautdesinfektion. Wirkt bakterizid, sporozid, fungizid, protozoozid, tuberkulozid, mit remanenter Wirkung. Virusinaktivierend inkl. HBV/HIV.

Braunol ist ein Antiseptikum

  • Handelsnamen: Braunol; Betaisodona, Traumasept, PVP-Iod ...
  • Konzentrationen: 05 % bis 10 % ( bis 1 % bezogen auf Iod)
  • Einwirkzeit 5 Minuten
  • Wirkungsspektrum: Bakterien, Pilze, Viren
  • Vorteil: Preiswert, breites Wirkungsspektrum unter Beachtung der Einwirkzeit
  • Nachteil:nicht bei Schilddrüsenerkrankungen, nicht bei Säuglingen unter 6 Monaten, nicht bei Schwangeren; Färbung stört Wundbeobachtung und -beurteilung, Inaktivierung durch Blut, Eiter; Resistenzen gegen Staphylokokken und Pseudomonas, Eiweißfehler, Perkutane Resorption (cave bei großflächiger Anwendung)

Quelle www.pflegewiki.de

Wie wirkt das Mittel?

Der Polyvidon-Jod-Komplex setzt konstant Jod frei. Jod inaktiviert und tötet Erreger ab. Braunol wirkt gegen Bakterien, Tuberkuloseerreger, Pilze, Viren, Sporen und Trichomonaden (bestimmte Einzeller). Das Mittel wirkt sofort und langanhaltend. Wenn es unverdünnt angewandt wird, wird die Wirkung durch Kontakt mit Eiweiß, Serum oder Blut nicht beeinträchtigt. Braunol ist auch für Personen verträglich, die gegen Jod allergisch sind. Da der Säuremantel der Haut nicht angegriffen wird, ist das Mittel gut hautverträglich.

In welchen Anwendungsgebieten wird das Mittel eingesetzt?

Zur schmerzfreien Desinfektion: Von Schleimhäuten, insbesondere in der Frauenheilkunde, Urologie (Heilkunde für Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane), Hautheilkunde, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde etc. und auf Intensiv- und Infektionsstationen Vor, während und nach Operationen, Gewebsentnahmen, Venenpunktionen, Blutentnahmen, Injektionen und Katheterisierungen Bei Vaginalduschen Bei Spülung von Körperhöhlen

Wie wird das Mittel angewandt?

Die Haut wird mit Tupfern zweimal bestrichen, bis sie vollständig von Braunol bedeckt ist. Bei Vaginalduschen und der Desinfektion von Körperhöhlen sollte je nach Fall mehrfach gespült werden.

Wann darf das Mittel nicht eingesetzt werden?

Bei: Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe des Mittels Vorsicht bei der Anwendung bei: Stillenden Säuglingen bis zum 6. Monat Allergikern Nierenfunktionsstörung (Insuffizienz) Schilddrüsenüberfunktion Knotigem Kropf Geplanter Radiojodbehandlung

Darf das Mittel von schwangeren und stillenden Frauen angewandt werden?

Über die Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet der behandelnde Arzt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Selten Irritationen (Reizungen)

Wechselwirkungen sind mit folgenden Substanzen bekannt:

Enzymatischen Wundsalben Silberhaltigen Desinfektionsmitteln Quecksilberhaltigen Präparaten Eiweiß Ungesättigten organischen Verbindungen

Quelle : www.netdoktor.at