Wickel (heiße)

Heiße Wickel bewirken auf eher passive Weise eine zunächst lokale, periphere Gefäßerweiterung und verstärkte Durchblutung. Dadurch verbessert sich die Stoffwechselaktivität, und es kommt zur Entkrampfung und Entspannung. Die intensive Wärme selbst dringt nicht bis zu den inneren Organen durch, sie bleibt relativ oberflächlich. Über eine lokale Anregung bestimmter Hautsegmente können jedoch über spinale Reflexbahnen auch innere Organe beeinflusst werden. Man unterscheidet Brustauflagen, Bauchauflagen und Gelenkwickel.

Allgemeine Anmerkungen

  • Wickel und Auflagen sind in einem warmen Zimmer durchzuführen
  • Wickel und Auflagen sind im Bett durchzuführen. Dabei sollte sich der Patient schon vor der Anwendung ins Bett gelegt haben um die nötige Körperwärme zu entwickeln
  • Vor der Anwendung sollte der Patient seine Blase entleeren
  • Patient darf bei der Anwendung keine kalten Füße haben. Eventuell Socken anziehen.
  • Nachruhe nach der Anwendung ist wichtig
  • Wickel werden erst am Bett zubereitet. Es empfielt sich das heiße Wasser in einer Thermosflasche zu transportieren um sich selber vor Verbrühungen zu schützen.

Feucht heiße Brustauflage

Indikation

  • Atemunterstützung (Pneumonieprophylaxe)
  • trockener Husten
  • Bronchitis
  • erbesserung der Atmung

Kontraindikation

  • Fieber
  • allgemeinem Schwächezustand
  • starken Herz-Kreislaufbeschwerden

Anwendungsdauer und -häufigkeit

  • So lange, wie die Person den Wickel noch als warm und angenehm empfindet.
  • 1x täglich über mehrere Tage

Material

  • Gefäß oder Schüssel mit einem Liter heißem Wasser
  • Trockenes Innentuch
  • Außentuch
  • zusätziches Tuch als Auswringtuch

Durchführung