C-Griff

Der C-Griff ermöglicht es, mit einer Hand eine Beatmungsmaske über Mund und Nase eines beatmungspflichtigen Menschen zu halten, während man mit der anderen Hand mit dem Beatmungsbeutel Luft in die Atemwege presst. Damit bezweckt man einen dichten Sitz der Maske, was für eine suffiziente Beatmung unabdingbar ist.

C-TRAC

C-TRAC ist ein Gerät zur nicht operativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms. Das C-TRAC Gerät sieht einem klassischen Blutdruckmessgerät sehr ähnlich. Es besitzt ein Manometer und einer Handpumpe. Ein Luftpolsterkissen wird um Unterarm und Hand gelegt und aufgepumpt, Das Luftpolsterkissen dehnt den Karpaltunnel und befreit den eingeklemmten Nerv. Dazu wird über die Handpumpe das Luftpolsterkissen auf 180-190 mm/HG aufgepumpt. Diesen Druck hält man dann etwa 2 Minuten lang.

Cafedrin-Theodrenalin

Cafedrin-Theodrenalin ist eine feste Kombination der beiden Wirkstoffe Cafedrin und Theodrenalin (Kombipräparat), die in Form einer Injektionslösung unter dem Handelsnamen Akrinor® vertrieben wird. Das Arzneimittel wird vor allem in der Anästhesiologie während Operationen eingesetzt, um den Blutdruck in hypotonen Situationen anzuheben. Zum Beispiel wird es regelmäßig bei der Kaiserschnittentbindung in Spinalanästhesie zur Behebung des häufig entstehenden Blutdruckabfalls eingesetzt. 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 200 mg Cafedrinhydrochlorid und 10 mg Theodrenalinhydrochlorid.

Candidose

Eine Candidose ist eine Infektion der Haut, der Schleimhäute oder der inneren Organe mit einem Hefepilz der Gattung Candida. Erreger der auch als Candidiasis, Candidamykose oder Hefemykose bezeichneten Erkrankung ist meist Candida albicans. Eine Candidose der Haut oder Schleimhäute bezeichnet man auch als "Soor".

CardioPump®

Eine ACD-Thoraxsaugglocke entwickelt von der Firma Ambu.

Catapresan®

Catapresan® Wirkstoff Clonidin ist ein Medikament welches bei der Behandlung  der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck), bei der Ausleitung von Langzeitnarkosen und bei der Dämpfung von Entzugserscheinungen verwendet wird. Er kann oral als Tablette und intravenös verabreicht werden. Es wirkt bereits in sehr geringer Dosierung: eine Tablette enthält nur 75, 150 oder 300 µg Clonidin. 

Catgut

Catgut medizinisches Nahtmaterial Bezeichnet irreführend unterschiedliche Materialien aus Schafs- und anderen Naturdärmen. Italienische Sattelmacher verwendeten früher den Darm wilder Bergschafe als Garn, um Leder zu vernähen. Als sich heraußtellte, daß sich das Material auch gut für Saiten von Musikinstrumenten eignet, verkauften sie es als Katzendarm, um es vor Nachahmern zu schützen.

Cerebellum

Das Cerebellum - Lateinisch, auf Deutsch Kleinhirn, ist ein Teil des Gehirns, der sich dem Hirnstamm hinten auflagert und sich unterhalb der Okzipitallappen des Großhirns in der hinteren Schädelgrube befindet. Zusammen mit dem verlängerten Rückenmark (Myelencephalon) und der Brücke (Pons) bildet es das Rautenhirn (Rhombencephalon). Brücke und Kleinhirn werden als Hinterhirn (Metencephalon) zusammengefasst. Gut untersucht und allgemein anerkannt ist die Rolle des Kleinhirns für Planung, Koordination und Feinabstimmung von Bewegungen, wobei die unterschiedlichen Abschnitte auch verschiedene Funktionen übernehmen. Auch bei Lernvorgängen wird dem Kleinhirn eine wichtige Rolle zugeschrieben. Zudem werden seit einiger Zeit Thesen über die Rolle des Kleinhirns bei kognitiven Prozessen diskutiert. Der Begriff kognitiv stammt aus der Psychologie und bezeichnet solche Funktionen des Menschen, die mit Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen.

Cerebrum

Als das Gehirn (Hirn, lateinisch cerebrum, altgriechisch ἐγκέφαλον, enképhalon) bezeichnet man den im Kopf gelegenen Teil des Zentralnervensystems (ZNS).  Es liegt geschützt in der Schädelhöhle, wird umhüllt von der Hirnhaut und besteht hauptsächlich aus Nervengewebe.

Charrière

Charrière (CH) bezeichnet in der Medizin ein Maß für den Außendurchmesser von Kanülen und Kathetern. Im englischen Sprachraum wird die Größe vereinfacht als French (FR) bezeichnet. Ein Charrière entspricht einem Drittel Millimeter. Namensgeber war Joseph-Frédéric-Benoît Charrière.

Chemisches Element

Chemisches Element ist die Sammelbezeichnung für alle Atomarten mit derselben Anzahl an Protonen im Atomkern. Somit haben alle Atome eines chemischen Elements dieselbe Kernladungszahl (auch Ordnungszahl). Die Elemente werden im Periodensystem nach steigender Kernladungszahl angeordnet.

Cheyne-Stokes-Atmung

Bei der Cheyne-Stokes-Atmung handelt es sich um ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen.

Chiropraktik

Die Chiropraktik ist ein Verfahren zum Einrichten gegeneinander verschobener, verrenkter und verkanteter Wirbelkörper. Durch Wirbelverschiebungen können Organstörungen und Nervenreize entstehen, die durch das Einrenken der verlegten Wirbel wieder ihre Funktion erhalten. Erwiesen ist, daß durch Lageveränderung der Wirbelsäule das Zwischenwirbelloch beengt wird. Es werden dadurch Druckkräfte auf jene Nerven frei, die durch diese Öffnung verlaufen. Die Folgen sind heftige Schmerzen im Gewebe, sowie Organ- und Drüsenkomplikationen. Oft sind Wirbelverschiebungen auf Fehlhaltungen, falsches Schuhwerk, Stricken und Maschinenschreiben zurückzuführen, aber auch auf Gewaltakte wie schweres Heben und Verrenkungen. Die Chiropraktik kann heute mit geübtem Griff
rasch helfen.

Cholera

Die Cholera (gr.: Gallenbrechdurchfall) ist eine schwere, bakterielle Infektionskrankheit, die vorwiegend den Dünndarm befällt. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Aufnahme der Erreger über verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung. Die Bakterien können extremen Durchfall und starkes Erbrechen verursachen, was zu einer schnellen Austrocknung (Exsikkose) mit Elektrolytverlust führen kann. Obwohl die meisten Infektionen ohne Symptome verlaufen (etwa 85 %), beträgt die Letalität bei Ausbruch der Krankheit unbehandelt zwischen 20 und 70 %. Die Krankheit kann epidemisch auftreten und ist in Deutschland meldepflichtig.

Cholesterin

Cholesterin ist ein lebenswichtiges Lipid und ein wichtiger Bestandteil der Plasmamembran. Hier erhöht es die Stabilität der Membran und wirkt zusammen mit Proteinen in der Zellmembran an der Ein- und Ausschleusung von Signalstoffen mit. Der Cholesteringehalt des menschlichen Körpers beträgt etwa 140 g. Da es wasserunlöslich ist, befinden sich über 95 % des Cholesterins intrazellulär. Der Name leitet sich vom griechischen „chole“ (Galle) und „stereos“ (fest) ab, da es in Gallensteinen bereits im 18. Jahrhundert gefunden wurde.

Chromosomen

Chromosomen (von griechisch χρώμα, chróma, „Farbe“ und σώμα, sóma, „Körper“, also „Farbkörper“) sind Strukturen, die Gene und damit Erbinformationen enthalten. Sie bestehen aus DNA, die mit vielen Proteinen verpackt ist. Diese Mischung aus DNA und Proteinen wird auch als Chromatin bezeichnet.

Cincinnati Stroke Scale (CPSS)

Cincinnati Stroke Scale oder auch Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS) ist ein in Amerika entwickelter Test zur Feststellung ob ein Patient einen Schlaganfall erlitten hat. Der Test kann auch von Laien effektiv durchgeführt werden.

circulus vitiosus

Unter einem circulus vitiosus versteht man in der Medizin einen pathophysiologischen Prozess, bei dem sich zwei (oder mehr) gestörte Körperfunktionen im Sinne einer positiven Rückkoppelung wechselseitig beeinflussen und die Erkrankung dadurch aufrechterhalten oder beständig verstärken. Die Pathophysiologie ist die Lehre von den krankhaft veränderten Körperfunktionen sowie ihrer Entstehung und Entwicklung.

CK-MB

Die Kreatinkinase CK ist ein menschliches Enzym, das vor allem in den Muskeln und im Gehirn vorkommt. Im Herzmuskel existiert eine bestimmte Art des Enzyms Kreatinkinase CK-MB. Da Zellen des Herzmuskels nach einem Infarkt absterben, wird vom Herz dieses Enzym vermehrt freigesetzt und kann im Blut nachgewiesen werden.

Clauden® Watte

Clauden® Watte ein Verbandsstoff zur schnellen Blutstillung bei kleineren Platz- und Risswunden und bei Nasenbluten.

Clonidin

Clonidin ist ein Wirkstoff welcher zur Behandlung von der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck), bei der Ausleitung von Langzeitnarkosen und bei der Dämpfung von Entzugserscheinungen zur Anwendung kommt. Er kann oral als Tablette und intravenös verabreicht werden. Es wirkt bereits in sehr geringer Dosierung: eine Tablette enthält nur 75, 150 oder 300 µg der Substanz. Clonidin wird unter den Handelsnamen Catapresan® und Clonistada® vertrieben.

Clopidogrel

Clopidogrel ist ein chiraler Arzneistoff, der als Thrombozytenaggregationshemmer ähnlich der Acetylsalicylsäure (ASS, z. B. Aspirin®) eingesetzt wird. Das heißt, er behindert Teile des Gerinnungssystems im Blut und bewirkt damit einen gewissen Schutz vor Arterienverschlüssen, wie beispielsweise bei Myokardinfarkt und Schlaganfall. Clopidogrel wirkt durch die Hemmung der ADP-abhängigen Thrombozytenaktivierung (Gi-Protein) durch irreversible Blockierung des P2Y12-Rezeptor. Der Wirkungseintritt des Medikamentes ist erst nach sieben bis zehn Tagen zu erwarten, bei Gabe einer üblichen Ladedosis von 300 mg oder – nach der ISAR-REACT-Studie besser – 600 mg Clopidogrel dagegen schon nach zwei (bis sechs) Stunden.

CPR

CPR Cardiopulmonary Resuscitation zu Deutsch Herzlungenwiederbelebung (HLW) , vereinfacht auch oft Wiederbelebung oder Reanimation genannt, versteht man das Durchführen von Maßnahmen, die einen Atem- und Kreislaufstillstand beenden sollen. Dabei lassen sich Basismaßnahmen, die im Rahmen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, von erweiterten Maßnahmen unterscheiden. Gelegentlich bezieht sich der Begriff auch nur auf die Basismaßnahmen.

CPPV

Die CPPV-Beatmung (Continuous Positiv Pressure Ventilation) ist ein Beatmungsverfahren, bei dem am Ende der Ausatmung ein Restdruck in den Atemwegen erhalten bleibt, der positiv endexpiratorische Druck (PEEP). Die Atemmittellage verschiebt sich zugunsten einer größeren funktionellen Residualkapazität.

Codan Limited

CODAN Limited ist ein australisches High Tech Unternehmen im Süd Australischem Adelaide. Bekannt wurde Codan Limited mit der Herstellung von Kurzwellenfunkgeräte für Internationale Hilfsorganisationen und die Vereinigten Nationen (UN). Neben Kurzwellenfunkgeräten ist Codan Limited im Bereich Satellitentechnik und im Bereich Metalldetektoren aktiv. Hilfsorganisationen in 150 Ländern der Welt benutzen Codan Funkgeräte für ihre interne und externe Kommunikation. Besonders das Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und viele UN Organisationen verwenden Codan Kurzwelle in ihren Einsatzfahrzeugen. Codan Limited ist auch im Bereich militärischer Kommunikation aktiv. Desweiteren liefert Codan Limited Geräte für die Kommunikation in den Australischen "Outbacks" wie z.B. "Flyimg Doctor Service" und "Kurzwellen CB Funk". Codan Funkgeräte sind für Ihre lange Antenne bekannt die oft an der Stoßstange eines geländegängigen Fahrzeuges befestigt wird.

Coma diabeticum

Das diabetische Koma oder Coma diabeticum entsteht bei Insulinmangel.Im Endstadium einer Entgleisung des Stoffwechsels kommt es zu Störungen des Bewusstseins (von griech. koma = tiefer Schlaf). Die Behandlung des diabetischen Komas erfolgt auf der Intensivstation, wobei es auch heute nicht immer gelingt, einen tödlichen Verlauf zu verhindern.

Combi-Tubus

Ein Combitubus (Herstellerbezeichnungen Combitube oder modifiziert Easytube) ist ein Hilfsmittel zur Atemwegssicherung. Er stellt eine Alternative zur endotrachealen Intubation dar und wird vor allem in Notfällen eingesetzt, wenn letztere nicht gelingt. In diesem Rahmen ist die Anwendung in den Richtlinien verschiedener Fachgesellschaften vorgesehen, wie etwa bei der Reanimation. Im klinischen Routinebetrieb der Anästhesie spielt der Combitubus hingegen keine Rolle. Er wurde 1987 in Wien entwickelt.

COPD

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – englisch: chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD, seltener auch chronic obstructive lung disease, COLD – bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. In erster Linie sind die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem zu nennen. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass vor allem die Ausatmung (Exspiration) behindert ist. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind „Raucherlunge“ für die COPD und „Raucherhusten“ für das Hauptsymptom.

Cor pulmonale

Cor pulmonale (lateinisch „Lungenherz“) bezeichnet ein druckbelastetes rechtes Herz infolge einer Drucksteigerung im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie), wenn deren Ursache in der Lunge und nicht am Herzen zu finden ist

Cortison

Cortison (von lateinisch cortex, „Rinde“) auch Kortison ist oxydiertes Cortisol, einem Hormon welches in den Nebennieren produziert wird. Umgangssprachlich werden Medikamente mit Cortisolwirkung häufig fälschlicherweise als „Cortison“ bezeichnet.

Cramer-Schiene

eine biegsame, leicht abzuwinkelnde leiterförmige Drahtschiene für die Knochenbruchbehandlung; entwickelt vom Chirurgen Friedrich Cramer (* 1847,  1903).

Credé-Handgriff

Der Credé-Handgriff (auch Handgriff nach Credé oder Credéscher Handgriff) ist ein geburtshilfliche Technik, sie wurde 1856 in Leipzig von Carl Siegmund Franz Credé, einem deutschen Gynäkologen, erstmals beschrieben und nach ihm benannt. Mit Hilfe dieser Technik wird versucht, in der Nachgeburtsperiode die sicher gelöste Plazenta aus dem Uterus (Gebärmutter) zu exprimieren.

Cuffdruckmessgerät

Ein Cuffdruckmessgerät ist ein medizinisches Gerät welches in der Intensivmedizin Verwendung findet. Ein Cuffdruckmessgerät ist ein mit Manometer versehener Gummiball, Niederdruckballon und ähnelt dem Manometer eines klassischen Blutdruckmessgerätes.
Es findet bei einer endotrachealen Intubation mithilfe von Endotrachealtuben oder bei einer Ösophagusintubation mit Laryxtuben Verwendung. Auch Trachealkanülen mit Cuff können mit dem Messgerät kontrolliert werden. Mit einem Cuffdruckmessgerät können Endotrachealtuben, Larynxtuben geblockt und der Druck auf den Cuff des Tubuses mithilfe des Manometers gemessen werden.

Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom [ˈkʊʃɪŋ-] ist ein nach dem Neurologen Harvey Williams Cushing benanntes Syndrom. Es können zwei Formen des Cushing-Syndroms unterschieden werden: Cushing-Syndrom Typ I und Typ II. Beim Cushing-Syndrom Typ I handelt es sich um körperliche Veränderungen, die durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut (Hyperkortisolismus) verursacht werden. Das häufige exogene Cushing-Syndrom entsteht durch die längerfristige Einnahme von Kortison. Dem seltenen endogenen Cushing-Syndrom liegt eine Überproduktion von Kortisol, einem Hormon aus der Nebennierenrinde, zugrunde. Typ II ist eine seltene Erkrankung, bei der ein Tumor im Bereich von Pons oder Cerebellum gleichseitige Schädigungen der Hirnnerven VI, VII und VIII hervorruft. Ausfallerscheinungen des Kleinhirns und Hirndruckzeichen sind im Rahmen dieser Erkrankung ebenfalls beschrieben. Die aktuelle Bezeichnung lautet Kleinhirnbrücken-Symptomatik.