Sonnenstich

Ein Sonnenstich (Insolation, Heliosis) entsteht durch lange andauernde direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und den Nackenbereich. Der für diese Schädigung verantwortliche Teil der Sonnenstrahlung ist der langwellige, d. h. die Wärmestrahlung des Sonnenlichtes. Das führt zu einer Schwellung der Hirnhaut. So gesehen ist ein Sonnenstich ein isolierter Hitzschlag des Kopfes, also ein rein thermisches Problem. Die immer wieder auftauchende Erklärung, die Hirnhautreizung entstehe durch den UV-Anteil des Sonnenlichtes, ist ein Mythos. Die UV-Strahlung kann die Haut nicht durchdringen, geschweige denn den knöchernen Schädel.[1] Der Sonnenstich äußert sich durch Schwindel, Übelkeit, die zum Erbrechen führen kann, und Nackenschmerzen bis hin zu Nackensteifigkeit (Meningismus). Auch Ohrgeräusche kommen vor. Bei Kleinkindern kann intensive Sonnenbestrahlung eine Hirnhautentzündung herbeiführen, die sogar mit dem Tod enden kann. Die Fontanellen sowie die spärliche Kopfbehaarung der ersten beiden Lebensjahre tragen zu diesem Krankheitsrisiko bei.

Der Sonnenstich unterscheidet sich von den vorgenannten Hitzeschäden dadurch, dass nicht der gesamte Körper, sondern zunächst nur der Kopf betroffen ist. Wenn die UV-Strahlen der Sonne lange Zeit auf den unbedeckten Kopf oder Nacken auftreffen, kann eine Reizung der Hirnhäute hervorgerufen werden. Besonders Personen mit einer Glatze, Kleinkinder und Säuglinge können davon betroffen sein. Schwindel, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen sind Anzeichen für einen Sonnenstich. Der Betroffene hat einen hochroten Kopf. Auch Bewusstlosigkeit ist möglich.

Maßnahmen

Sollte mit einigen Stunden Verzögerung nach der Sonneneinstrahlung plötzlich hohes Fieber auftreten, ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Den Patienten in den Schatten bringen, flach aber mit erhöhtem Kopf lagern, Runterkühlen des Kopfes mit lauwarmen feuchten Tüchern (Kälte wäre nur eine weitere Belastung für den Körper). Bei Bewusstlosigkeit des Betroffenen stabile Seitenlage durchführen und anschließend den Rettungsdienst alarmieren.

 

Quelle : Wikipedia

Quelle : www.familienhandbuch.de

Was ist ein Sonnenstich?

Ein Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhäute, die durch lang andauernde und intensive Sonneneinstrahlung insbesondere auf den ungeschützten Kopf und Nacken entsteht. Die im Kopf angestaute Hitze reizt die Hirnhäute, die sich daraufhin entzünden können.

Die Entzündung kann eine Hirnschwellung mit Steigerung des Hirndrucks zur Folge haben. Je nach Schweregrad kann die Hirnhautentzündung zu Kopfschmerzen und Übelkeit, zu einem Kollaps, zur Bewusstseinstrübung, zum Koma und schließlich zum Tod führen (Hitzschlag). Besonders anfällig für einen Sonnenstich sind Säuglinge und Kleinkinder, Kahlköpfige und Personen mit hellen Haaren.

Übermäßige Sonneneinstrahlung kann neben dem bekannten Sonnenbrand weitere Symptome auslösen:

Hitze-Synkope: Kurzzeitiger Schwindel ohne Körperüberwärmung; geht meist rasch vorüber.
Sonnenstich: Hauptsymptome sind ein hochroter, heißer Kopf und durch die Hirnhautreizung bedingte Beschwerden (Schwindel, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen), meist aber ohne starke zentrale Körperüberwärmung.
Hitzekrämpfe: Treten oft erst nach Beendigung der körperlichen Aktivität auf, sind sehr schmerzhaft, aber in der Regel ungefährlich.
Hitzeerschöpfung: Vorstadium eines Hitzschlages, aber noch ohne extreme zentrale Körperüberwärmung und ohne Schockzeichen. Im Mittelpunkt steht der durch das Schwitzen entstandene Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel.
Hitzschlag: Bedrohliches Krankheitsbild, das bei nicht hitzegewöhnten Personen auftritt, vor allem bei anhaltender körperlicher Aktivität und unzureichender Flüssigkeitszufuhr. Erhöhung der Körperkerntemperatur auf 40 bis 43 Grad, Bewusstseinstrübungen und Schockzeichen.

Wie bemerkt man einen Sonnenstich?

Ein Sonnenstich äußert sich durch Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Betroffene klagen über Nackensteife, Mattigkeit und sind möglicherweise bewusstseinsgetrübt und verwirrt. Die Kopfschmerzen verstärken sich durch Beugen des Kopfes nach vorn. Möglicherweise treten Ohrgeräusche auf. Der Kopf ist hochrot und heiß, während der übrige Körper eine vergleichsweise kühle Temperatur aufweist (im Gegensatz zum Hitzschlag). Ein erniedrigter Blutdruck kann zum Kreislaufkollaps führen. Im Extremfall treten Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit auf. Kleinkinder mit Sonnenstich verweigern oder erbrechen die Nahrung und schreien schrill.


Wie leistet man bei einem Sonnenstich erste Hilfe?

Besteht der Verdacht auf einen Sonnenstich, sollte der Patient immer zum Arzt gebracht werden. Bis dahin steht die Kühlung des Betroffenen im Vordergrund der Erste-Hilfe-Maßnahmen. Dazu ist es zunächst notwendig, den Betroffenen an einen kühlen und ruhigen Ort ohne Sonneneinstrahlung zu bringen, ihn zu entkleiden und in halb sitzender Position zu lagern.

Die Temperatur von Kopf und Nacken sollte mit kühlen, feuchten Tüchern gesenkt werden. Die Gabe von gekühlten Getränken (kein Alkohol) empfiehlt sich nur bei bewusstseinsklaren Patienten. Ein Kleinkind mit Sonnenstich sollte beruhigt und nicht allein gelassen werden.

Ist der Patient bewusstlos, sollte umgehend der Notarzt informiert werden. Bis zum Eintreffen des Notarztes sollte der Patient in die stabile Seitenlage gebracht sowie die Atmung und der Herzschlag regelmäßig geprüft werden.

Quelle : www.barmer.de