Coma diabeticum

Das diabetische Koma oder Coma diabeticum entsteht bei Insulinmangel.Im Endstadium einer Entgleisung des Stoffwechsels kommt es zu Störungen des Bewusstseins (von griech. koma = tiefer Schlaf). Die Behandlung des diabetischen Komas erfolgt auf der Intensivstation, wobei es auch heute nicht immer gelingt, einen tödlichen Verlauf zu verhindern.

Man unterscheidet zwei Formen des diabetischen Komas, wobei auch Mischformen auftreten können:

  • Das ketoazidotische oder Übersäuerungskoma („Ketoazidose“). Es tritt vor allem bei Typ-1-Diabetes (absoluter Insulinmangel) auf. Durch Insulinmangel staut sich der Zucker in der Blutbahn. Vermehrter Fettabbau und Bildung von Ketonkörpern führen zu einer Übersäuerung des Blutes (Azeton im Urin und in der Atemluft). Die Blutzuckerwerte bleiben meist unter 1000 mg/dl (55,5 mmol/l).
  • Das hyperosmolare oder Austrocknungskoma betrifft vor allem Typ-2-Diabetiker. Hierbei tritt keine Übersäuerung des Blutes auf, weil geringe noch vorhandene Insulinmengen den Fettabbau bremsen. Der Blutzucker kann auf über 1000 mg/dl (55,5 mmol/l) ansteigen, was zu einer erhöhten Zuckerausscheidung über den Urin und damit zu einem starken Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust führt.

Quelle : www.diabetiker-ratgeber.de