Dampfsterilisation

Die Dampfsterilisation (Erhitzen im Autoklaven) ist das Standardverfahren in den meisten Labors und Krankenhäusern zur Sterilisation.

Darmverschluss

Der Ileus (latinisierte Form des griechischen ειλεός, ileós, von altgriechisch eilein, „einschließen“, „zusammendrängen“) oder Darmverschluss ist eine Unterbrechung der Darmpassage. Als lebensbedrohliches Krankheitsbild bedarf er im Allgemeinen einer sofortigen Krankenhauseinweisung und oft einer chirurgischen Intervention.

Débridement

Als Débridement oder Wundtoilette bezeichnet man das medizinische Vorgehen zur Entfernung von abgestorbenem (nekrotischem) Gewebe aus Geschwüren, Verbrennungs- und anderen Wunden oder bei Organzerfall (z. B. nekrotisierende Pankreatitis). Ziel ist es, die Wundbeobachtung zu gewährleisten, den Heilungsprozess zu initiieren und eine sekundäre Infektion des verbliebenen gesunden Gewebes zu verhindern und auf diese Weise ein Fortschreiten der Infektion, die zur Sepsis und Tod führen kann, zu stoppen. Zwar kann der Körper Nekrosen selbstständig abbauen, doch grade bei großflächig verteilten Gewebstrümmern (z. B.: Verbrennung) besteht die Gefahr einer Intoxikation (Bluteiweißvergiftung) mit irreversiblen Leberschäden.

Decortin H

Decortin H ist ein Medikament welches auf Prednisolon basiert und bei schweren allergischen Reaktionen, schwerem Asthma-Anfall und akuten Entzündungsreaktionen eingesetzt wird.

Defibrillation

Die Defibrillation ist eine Behandlungsmethode gegen die lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen Kammerflimmern und Kammerflattern, bei der durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wieder hergestellt werden soll.

Defibrillator

Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und Kardioversion. Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (Defibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern (Kardioversion) beenden. Defibrillatoren werden auf Intensivstationen, in Notfallaufnahmen, an vielen anderen Orten im Krankenhaus sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes und vielen Arztpraxen bereitgehalten, seit den 1990er-Jahren zunehmend auch in vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien. Auch gibt es bereits Angebote und Geräte für Privathaushalte, da diese nach Sprachanweisung von jedermann bedient werden können und entsprechende Notfälle überwiegend zu Hause auftreten.

Dehnlage

Die Dehnlage ist eine Seitenlage, die zum Zweck der Atemerleichterung durchgeführt wird. Die Dehnung der jeweils freiliegenden Oberkörperhälfte wird durch Hochlagerung des Armes erreicht; somit wird die Last des Schultergürtels vom Brustkorb genommen. Dieses kann zusätzlich durch Anbringen eines gerollten Kissens unter den Flanken und eines kleinen Kissens unter dem Kopf unterstützt werden.

Dehydratation

Als Dehydratation bezeichnet man die übermäßige Abnahme der Körperflüssigkeit durch pathologisch verringerte Flüssigkeitsaufnahme bzw. krankhaft gesteigerten Flüssigkeitsverlust, was zur Exsikkose führt. Der Flüssigkeitsverlust kann über den Magen-Darm-Trakt (Stuhlgang), die Lunge (Atemluft), die Nieren (den Urin) oder über die Haut (Transpiration) erfolgen. Erkrankungen, zum Beispiel der Nieren oder Fieber, beziehungsweise starke körperliche Anstrengungen können zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust und damit zu einem Flüssigkeitsungleichgewicht führen.

Dekubitus

Ein Dekubitus, auch Wundliegen, Druckbrand, Dekubitalulkus oder Druckgeschwür genannt (Mehrzahl: Dekubiti, Dekubitalulzera), ist eine chronische Wunde, die sehr unterschiedliche Größen erreicht und von den oberflächlichen Hautschichten über die tiefer liegenden Bindegewebsschichten bis hin zum Knochen reichen kann.

Delegation (ärztliche)

Unter der Delegation ärztlicher Maßnahmen versteht man, dass der persönlich anwesende Arzt eine Tätigkeit nicht selbst durchführt, sondern von einem anderen Helfer durchführen läßt.

Deltamuskel

Der Musculus deltoideus (Deltamuskel) wird aufgrund seiner Lage (Entfernung von Nerven oder Arterien) zur intramuskulären Injektion von Medikamenten genutzt. Der Musculus deltoideus ist ein dreieckiger Skelettmuskel, der wie ein Paket über dem Schultergelenk liegt und ihm Halt verleiht, indem er den Kopf des Oberarmknochens in die Gelenkpfanne drückt. Der Musculus deltoideus ist wesentlich an der Kontur der Schulterregion beteiligt und dient der Hebung des Oberarms.

Dentosafe®

Die Zahnrettungsbox Dentosave® ist ein mit Zellnährlösung gefülltes Schraubglas, in der ein ausgeschlagener Zahn oder das Bruchstück eines Zahnes mehr als 24 Stunden aufbewahrt werden kann, ohne dass die Zellen der Wurzeloberfläche absterben. Wenn der Zahn innerhalb dieser Zeit vom Zahnarzt in den Kiefer zurückgesetzt wird, bestehen gute Chancen, dass der Zahnhalteapparat ausheilt, der Zahn sich im Kiefer wieder festigt und das weitere Knochenwachstum des Kiefers nicht behindert wird.

Desinfektion

Desinfektion macht einen wesentlichen Teil der antiseptischen Arbeitsweise aus. Laut dem Deutschen Arzneibuch (DAB) bedeutet Desinfektion: „Totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“.

Dexpanthenol

Dexpanthenol ist eine Vorstufe des Vitamins Pantothensäure, das im Organismus zur Bildung von Coenzym A benötigt wird. Coenzym A hat zentrale Funktionen in vielen Stoffwechselvorgängen. Dexpanthenol wird hauptsächlich äusserlich zur Behandlung von Erkrankungen der Haut und Schleimhaut verwendet.

Diarrhö

Durchfall (medizinisch auch die Diarrhoe oder Diarrhö von altgriechisch διάρροια diárrhoia „Durchfall“ aus διά- diá- „durch-“ und ῥέω rhéo „ich fließe“) ist der öfter als dreimalige Stuhlgang am Tag, wobei der Stuhl ungeformt ist und bei Erwachsenen ein Gewicht von 250 g pro Tag überschritten wird. Damit verbunden ist oft ein unbeherrschbarer Stuhldrang, der für den Betroffenen selbst oft das alleinige oder Hauptproblem darstellt. Je nach Ursache kann der Stuhl dabei Schleim, Eiter oder Blut enthalten. Häufige Darmentleerungen bei funktionellen Darmbeschwerden bei normalem Stuhlgewicht oder eine Stuhlinkontinenz sind somit im medizinischen Sinn nicht als Durchfall zu bezeichnen. Eine Diarrhoe von mehr als zwei Wochen Dauer wird als „chronisch“ bezeichnet.

Diclofenac

Diclofenac ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID) und wird bei Entzündungen und Schmerzen eingesetzt.

Differentialblutbild

Das Differentialblutbild ist eine Routineuntersuchung in der medizinischen Labordiagnostik, die die zelluläre Zusammensetzung der Leukozyten (weißen Blutkörperchen) des Blutes angibt. Durch mikroskopische Auszählung ("Hand-Differentialblutbild") eines Blutausstrichs oder mit Hilfe moderner automatisierter Zählgeräte ("Automaten-Differentialblutbild") werden die prozentualen Anteile der einzelnen Blutzelltypen bestimmt. Die mikroskopische Auszählung ist aufwendiger und quantitativ weniger präzise, aber häufig zur abschließenden qualitativen Bewertung unerlässlich. Die weißen Zellen des normalen Blutes umfassen die Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile), die Lymphozyten und die Monozyten. Das Differentialblutbild ergänzt das kleine Blutbild und spielt für die Diagnostik von Blutkrankheiten aber auch Infektionen und Entzündungen eine wichtige Rolle. Die Bestimmung des Differentialblutbildes ist u. a. zur Abklärung einer Leukopenie oder Leukozytose erforderlich.

Diffusion

Diffusion (v. lat.: diffundere „ausgießen, verstreuen, ausbreiten“) ist ein physikalischer Prozess, der zu einer gleichmäßigen Verteilung von Teilchen und somit zur vollständigen Durchmischung zweier Stoffe führt. Diffusion beruht auf der thermischen Eigenbewegung von Teilchen. Bei den Teilchen kann es sich um Atome, Moleküle oder Ladungsträger handeln. Bei ungleichmäßiger Verteilung bewegen sich statistisch mehr Teilchen aus Bereichen hoher in Bereiche geringer Konzentration bzw. Teilchendichte als umgekehrt

Dimenhydrinat

Dimenhydrinat ist ein hydrophiles, apothekenpflichtiges (als Injektionslösung verschreibungspflichtiges) Antihistaminikum. Es wirkt auf das zentrale Nervensystem und wird gerne zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei der so genannten Reisekrankheit (Kinetose) angewandt.

Diphtherie

Bei der Diphtherie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine Infektion der oberen Atemwege mit dem Gram-positiven Corynebacterium diphtheriae hervorgerufen wird. Gefürchtet ist das von diesen Erregern abgesonderte Exotoxin Diphtherietoxin, welches zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann. Eine schützende Impfung durch einen Toxoidimpfstoff ist verfügbar.

Disoprivan®

Disoprivan® Wirkstoff Propofol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Hypnotika (Schlafmittel), der aufgrund seiner kurzen Plasmahalbwertszeit und relativ geringen Kumulation als gut steuerbar gilt. In den handelsüblichen Präparaten ist Propofol in einer Lipidemulsion (Sojaöl) gelöst und besitzt daher ein milchig-weißes Aussehen. Propofol wirkt als Hypnotikum (Schlafmittel), hat jedoch keine analgetische (schmerzlindernde) Wirkung. Es wird zur Sedierung, etwa bei Magen- (Gastroskopie) oder Darmspiegelungen (Koloskopie), oder zusammen mit einem Analgetikum zur Einleitung und auch zur Unterhaltung einer Allgemeinanästhesie verwendet.

distal

distal (lateinisch distare „sich entfernen“) bedeutet vom Körperzentrum entfernt gelegen oder verlaufend

Dobutamin

Dobutamin ist ein Arzneistoff, der als Notfallmedikament bei akuter Herzinsuffizienz oder kardiogenem Schock eingesetzt wird. Es kann nur intravenös verabreicht werden. In Deutschland wird Dobutamin u. a. unter dem Handelsnamen Dobutrex® vertrieben

Dobutrex®

Siehe Dobutamin

Dolantin®

Dolantin® Wirkstoff Pethidin wurde 1939 als ältestes vollsynthetisches Opioid bei den I.G. Farben synthetisiert. Während Pethidin in Deutschland immer weiter durch modernere Präparate abgelöst wird, ist es weltweit nach wie vor eines der wichtigsten starken Analgetika.

Dolobene

Doloben ist ein sogenanntes Antikoagulanz, also ein Wirkstoff der das Blut weniger gerinnen läßt. Auf diese Weise wird einer erhöhten Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) entgegengewirkt. Angewendet wird Dologen laut Hersteller bei Entzündungen und bei Fibromyalgie.

Donati Naht

Die Donati-Naht ist eine besondere Nahtform beim Nähen in der Medizin. Dabei wird der Faden auf einer Seite der zu verschließnden Wunde eingestochen, auf der anderen Seite aus- und näher am Wundrand wieder eingestochen, um dann unter der Hautoberfläche wieder zur ersten Seite zurückgeführt und hier über der Haut verknotet zu werden.

Dopamin

Dopamin (DA) ist ein biogenes Amin aus der Gruppe der Katecholamine und ein wichtiger Neurotransmitter. Im Volksmund gilt es als Glückshormon, das z. B. bei intensivem Flow-Erlebnis ausgeschüttet wird. Die therapeutische Anwendung von Dopamin als Katecholamin bei Schockzuständen, sehr niedrigem Blutdruck oder Nierenversagen tritt zunehmend in den Hintergrund, da es neben offensichtlichen unerwünschten Wirkungen wie Herzrhythmusstörungen zu Immunsuppression und endokrinologischen (Low-T3-Syndrom) Störungen kommt, die gerade bei der Behandlung schwerstkranker Patienten in der Intensivmedizin problematisch sind.

dorsal

(dorsum „Rücken“): rückenseits, am Rücken gelegen

Down-Syndrom

Als Down-Syndrom bezeichnet man eine spezielle Genommutation beim Menschen, bei der das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach (Trisomie) vorliegen. Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21. Neben für das Syndrom als typisch geltenden körperlichen Merkmalen sind in der Regel die kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Menschen beeinträchtigt, so dass es zu einer geistigen Behinderung kommen kann.

Dragée

eine meistens runde oder ovale Tablette, die dragiert, also mit einem Überzug aus Zucker oder Zuckersirup versehen ist. Der Überzug kann in seinen Eigenschaften so gestaltet sein, dass die Dragees erst im Magen- oder Darmmilieu zerfallen. So kann die Freisetzung der Wirkstoffe gezielt erfolgen. Wenn z. B. Wirkstoffe nicht säurestabil sind, werden diese mit einer speziellen Isolierung so überzogen, dass der Wirkstoff erst im Darm freigesetzt wird. Das kann mit Schellack erfolgen. Es können auch mehrere Schichten aufgetragen werden, die einen Teil der Wirkstoffe sofort, den anderen erst später abgeben. Damit wird eine Retard -Wirkung erzeugt.

Dreiecktuch

Das Dreiecktuch ist ein Verbandmittel. Als solches ist es üblicherweise Bestandteil eines Verbandkastens.
Es hat die Form eines annähernd rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreiecks mit einer Basislänge von meist etwas über 1,3 m und Kathetenlängen von knapp unter 1 m. Es besteht aus Baumwolle oder modernen Faserstoffen. Die Farbe ist in der Regel naturweiß, schwarz oder beim Militär oliv.

Dreiecktuchkrawatte

Für viele Dreiecktuchverbände werden Krawatten benötigt. Es ist einfach aus einem Dreiecktuch eine Dreiecktuchkrawatte zu falten.

Dreiecktuchverband Armverband

Ein einfacher Verband für die Stillung von Blutungen am Unterarm mithilfe eines Dreiecktuches und einer oder mehrerer Wundauflagen.

Dreiecktuchverband Hand

Ein einfacher Dreiecktuchverband zur Blutstillung von Wunden im Bereich der Ober oder Unterhand.

Dreiecktuchverband Kopf

Der Dreiecktuchverband Kopf ist ein Verband zur Stillung von Wunden im Bereich der Stirn und des Hinterkopfes und wird mit einem Dreiecktuch und einer oder mehrerer Wundauflagen ausgeführt.

Dreiecktuchverband Unterschenkelverband

Verband zur Blutstillung von Verletzungen am Unterschenkel. Dieser Verband wird entsprechend dem Dreiecktuch Armverband ausgeführt.

Druckinfusion

In Fällen in denen eine schnelle Infusion notwendig ist (Paradebeispiel hierzu ist der Volumenmangelschock) besteht die Möglichkeit dies mittels einer Druckinfusion zu tun. Das Prinzip hierbei ist es, nicht nur den hydrostatischen Druck (also den durch den Höhenunterschied zwischen Infusion und Patient entstehenden Druck der Infusionslösung) zur Infusion zu nutzen sondern zusätzlich Druck auszüben. Hierzu muss die gewünschte Infusionslösung in einem Kunststoffbeutel vorhanden sein. Die einfachste Methode zur Durchführung einer Druckinfusion ist den Infusionsbeutel manuell zu komprimieren. Eleganter lässt sich dies mittels spezieller Druckmanschetten lösen, die vom Aufbau prinzipiell einem Blutdruckmessgerät entsprechen (und sich auch durch ein solches improvisieren lassen).

Druckverband

Der Druckverband ist eine Erste Hilfe-Maßnahme, die bei einer stark blutenden Wunde durchgeführt wird. Das Stillen starker Blutungen hat höchste Priorität bei der Versorgung von Verletzten, da es bei großem Blutverlust schnell zu einem lebensbedrohlichen Schock kommen kann. Der Druckverband wurde 1811 in der Medizin durch Johann Georg Heine eingeführt.

Ductus arteriosus

Der Ductus arteriosus (auch Ductus arteriosus Botalli oder Ductus Botalli genannt, nach Leonardo Botallo) stellt im fetalen (vorgeburtlichen) Blutkreislauf eine Verbindung zwischen Aorta (der Hauptschlagader) und Truncus pulmonalis (Lungenarterie) her. Da die Lunge noch nicht belüftet ist und somit auch noch nicht relevant durchblutet wird, fließt das Blut über den Ductus arteriosus aus der Lungenschlagader direkt in die Aorta. Embryonal entsteht der Ductus arteriosus aus der linken 6. Kiemenbogenarterie.

Dünndarm

Der Dünndarm (lat. Intestinum tenue) ist der Teil des menschlichen Verdauungstraktes, der zwischen Magen und Dickdarm liegt. Der Dünndarm ist der längste Teil des Verdauungstraktes.

Duodenum

Das Duodenum (zu deutsch der Zwölffingerdarm) ist der erste kurze Abschnitt des Dünndarms. Er ist beim Menschen circa 30 cm lang, was etwa 12 Fingerbreiten entspricht (daher der Name). Seine Form entspricht beim Menschen dem Aussehen eines 'C's, bei Tieren wie ein nach vorn offenes Hufeisen. Er umrandet den Kopf der Bauchspeicheldrüse und ist mit der Bauchhöhle an der Rückwand verwachsen. In das Duodenum münden der galleführende Gang und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse.

Durchfall

Durchfall (medizinisch auch die Diarrhoe oder Diarrhö von altgriechisch διάρροια diárrhoia „Durchfall“ aus διά- diá- „durch-“ und ῥέω rhéo „ich fließe“) ist der öfter als dreimalige Stuhlgang am Tag, wobei der Stuhl ungeformt ist und bei Erwachsenen ein Gewicht von 250 g pro Tag überschritten wird. Damit verbunden ist oft ein unbeherrschbarer Stuhldrang, der für den Betroffenen selbst oft das alleinige oder Hauptproblem darstellt. Je nach Ursache kann der Stuhl dabei Schleim, Eiter oder Blut enthalten. Häufige Darmentleerungen bei funktionellen Darmbeschwerden bei normalem Stuhlgewicht oder eine Stuhlinkontinenz sind somit im medizinischen Sinn nicht als Durchfall zu bezeichnen. Eine Diarrhoe von mehr als zwei Wochen Dauer wird als „chronisch“ bezeichnet.

Dyspnoe

Als Dyspnoe (von griech- dys "schwierig" und pnoe "Luft"; engl.: dyspnea) wird eine als unangenehm empfundene, erschwerte Atemtätigkeit bezeichnet, wobei Ursachen, Wahrnehmung und Folgen dieses Symptoms sehr unterschiedlich sein können. Treten solche Beschwerden nur unter Belastung auf, handelt es sich um eine Belastungsdyspnoe, wird schon das Sprechen zur Belastung, um eine Sprechdyspnoe. Kommt es schon in Ruhe zu einer erschwerten Atmung, wird von einer Ruhedyspnoe gesprochen. Bei einer Orthopnoe kann die bestehende Ruhedyspnoe nur durch aufrechtes Sitzen und den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur gebessert werden. Atemnot (Lufthunger) wird im Gegensatz dazu als Luftmangel mit akuter Lebensbedrohung erlebt, wobei der Begriff selbst schon auf die subjektive Erlebnisqualität verweist.