Subkutan

Der Begriff subkutan (von lat. sub = unter, cutis = Haut, Abk. s.c.) bedeutet "unter der Haut (befindlich)" oder "unter die Haut verabreicht".

Das subkutane Fettgewebe ist das unmittelbar unter der Haut liegende, die subkutane Verabreichung von Medikamenten ist einfacher und schneller zu bewerkstelligen als die intravenöse, die Resorption und Verteilung des Medikaments aus dem Unterhautgewebe ist allerdings langsamer als bei intravenöser Gabe. Zum Spritzen ist nur eine kurze Kanüle notwendig und die Anforderungen an die Desinfektion sind weniger streng. Dadurch eignet sich dieses Verfahren gut, um vom Patienten selbst angewandt zu werden. Das Verfahren ist relativ schmerzarm. Eine Sonderform ist die intrakutane Injektion, bei der die Haut nicht durchstochen wird, sondern das Medikament in die Haut selbst eingebracht wird. Diese Technik wird z. B. bei Allergietests oder Tuberkulintests angewendet.

Quelle : Wikipedia

Durchführung einer subkutanen Injektion

mit Pen, Spritze mit Kanüle oder Fertigspritze (Hinweis: Spritzen mit festangebrachter Kanüle sind für die Klinik ungeeignet, da keine Aufziehkanüle benutzt werden kann)

  • Injektions-Orte der ersten Wahl: seitlich und unterhalb des Bauchnabels, laterale Oberschenkel
  • Orte der zweiten Wahl: Aussenseite der Oberarme, Flanken, ober- und unterhalb der Schulterblätter

Insulin sollte möglichst nur in Orte der ersten Wahl injiziert werden. Gerade bei Injektion in den Oberarm ist eine versehentliche intramuskuläre Verabreichung nicht auszuschliessen.

Material

  • Tablett
  • Desinfektionsmittel (Kodan®,Softasept®) [1]
  • mehrere (2-3) Tupfer [2]
  • Medikamenten-Ampulle [3]
  • Pflaster [4]
  • Spritze [5]
  • Kanüle zum Aufziehen [6]
  • Injektionskanüle [7]
  • Kanülenabwurfbehälter zum sofortigen Entsorgen der Kanüle

Vorgehen

  • Patient informieren über Art, Hergang, Häufigkeit und Wirkung
  • hygienische Händedesinfektion
  • Material vorbereiten (Spritze aufziehen)
  • Injektionsort aufsuchen, inspizieren
  • Hautdesinfektion (Einwirkzeit beachten, Haut ist trocken)
  • Hautfalte bilden
  • zügig einstechen (Kanüle bis 12mm 90°, über 12mm oder Kachexie 45°)
  • langsam injizieren
  • zügig herausziehen, Kanüle sofort in Abwurfbehälter entsorgen
  • jetzt die Hautfalte loslassen
  • Einstichstelle nicht abtupfen
  • bei Nachblutung Pflaster aufkleben

Komplikation

  • Hämatombildung; ist aber bei häufigen Heparininjektionen kaum zu vermeiden

Kontraindikationen

Subcutane Injektionen dürfen auf keinen Fall durchgeführt werden, wenn an der entsprechenden Körperstelle keine "normalen Verhältnisse" herrschen. Es darf nicht injiziert werden in

ein Ödem
ein Hämatom
paretische Körperteile
die Umgebung von Operationswunden, Rötungen
in infiziertes Gewebe (z.B. durch Pilz), Hautveränderungen (Ekzem)
in Narbengewebe, Verhärtungen
Gebiete proximal von Lymphektomien (z.B. Arm nach Ablatio mammae)

Auch folgende Gründe verbieten die Durchführung der Injektion:


Unverträglichkeit des Wirkstoffs
Schock (keine Hautdurchblutung -> keine Resorption)
keine Patienteneinwilligung

Quelle : www.pflegewiki.de