Steri-Strip®

Steri-strips® sind Wundnahtstreifen der Firma 3M Medica. Steri-Strip® sind Klebestreifen , welche das Annähern von Wundrändern erlaubt, entweder alleine oder in Kombination mit einfachen Stichen oder einer fortlaufenden Naht. Ohne Nadel und Faden können Wunden geschlossen werden, so daß keine Narben entstehen können. Perfekter Wundverschluss, schnelle Heilung. Es existieren verschiedene Breiten zur Anwendung an verschiedenen Körperteilen. 

Artikel Einheit Verpackung Körperteile Art. Nr. Pharmacode
3 * 75 mm 12 * 5 Streifen braun Gesicht, Finger 1540P 1999247
6 * 75 mm 12 * 3 Streifen lila Gesicht, Finger 1541P 1329512
6 * 100 mm 12 * 10 Streifen orange Hand, Fuss 1546P 1329529
12 * 100 mm 12 * 6 Streifen blau Stamm, Extremitäten 1547P 1329535

Wundversorgung mit Steri-Strips®

Eine relativ einfache und Narben reduzierende Versorgung von Schnittwunden lässt sich mit Steri-Strips® auch für den Laien realisieren.

  • Nachdem die Wunde gereinigt wurde, ggf. desinfiziert wurde und getrocknet ist, wird auf die intakten Hautpartien neben der Wunde Benzoe-Tinktur aufgetragen. Wird diese Tinktur nicht vertragen oder ist es unbekannt ob sie vertragen wird, wird auf diesen Arbeitsschritt verzichtet.
  • Steri-Strips® werden abwechselnd von links und rechts der Wunde, quer zum Wundverlauf in ca. 1 cm Abständen aufgeklebt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Wundränder zueinander gezogen werden und ohne Falten zu werfen (dann ist der Zug zu groß) direkt nebeneinander zum liegen kommen.
  • Sind alle Steri-Strips® geklebt, klebt man im Idealfall mit Tape eine Art Sicherungsstreifen parallel zum Wundverlauf auf die Enden der Steri-Strips®. Dies gilt natürlich für beide Enden der Steri-Strips®.
  • Anschließend kommt noch ein Verband mit steriler Wundauflage auf das Ganze drauf. Ist es eine Stelle,an der die Haut großer Bewegung ausgesetzt ist wie z.B. an Gelenken, so sollte das entsprechende Gelenk geschient werden, um eine Bewegung der Haut an der Stelle zu unterbinden.
  • Der Verband (nicht die Steri-Strips®!!!) sollten 2x täglich gewechselt werden. Hierbei ist der Heilungsverlauf zu begutachten. Tauchen eitrige Stellen an der Wunde auf, so sind die Steristrips zu entfernen, die Wunde wieder zu öffnen und die Entzündung zu behandeln. In diesem Fall ist eine Narben reduzierende Wundversorgung mit Steri-Strips® fehlgeschlagen und der Verletzte wird eine Narbe in Kauf nehmen müssen.
  • Steri-Strips® müssen mehrere Tage auf der Wunde belassen werden. Wenn möglich 7 Tage.

Erste-Hilfe im Gelände

Anwendung bei Kindern

Es handelt sich um Klebestreifen, welche das Annähern von Wundrändern erlaubt, entweder alleine oder in Kombination mit einfachen Stichen oder einer fortlaufenden Naht. Es existieren verschiedene Breiten zur Anwendung an verschiedenen Körperteilen: Die breitesten Streifen (12 x 100mm, blaue Verpackung, Code R 1547) werden für die Wundbehandlung am Stamm und Extremitäten benötigt. Die Mittleren (6 x 100mm, orange Verpackung, Code R 1546) eignen sich für Hand- und Fussverletzungen sowie gelegentlich für den Gesichtsbereich. Die kleinsten (3 x 75mm, braune Verpackung, Code R 1540) sind ideal für Verletzungen im Gesicht, und manchmal am Finger. Klebestreifen sollten in ihrer ganzen Länge benutzt werden um die Spannung besser zu verteilen. Vor dem Gebrauch sollte man die Haut mit Äther entfetten. Falls die Steri-Strip® lange halten müssen, kann man vorher Benjoin-Tinktur auf die Wundrändern geben. Beim Kleben der Steri-Strip® sollte die Wundlinie in rechtem Winkel gekreuzt werden, ohne zu viel Zug anzuwenden. Zu viel Zug kann Phlyktene unter den Steri-Strip® auslösen. Um Finger und Zehen sollten Steri-Strip® nie zirkulär angewendet werden, um die distale Durchblutung nicht zu gefährden. Man muss den Eltern empfehlen, die Steri-Strip® nicht nass werden zu lassen und sie nicht vorzeitig abzulösen. Sollten Streifen in einer geöffneten Verpackung übrig bleiben, können diese der Familie mitgegeben werden, um losgelöste Streifen zu ersetzen. Die Steri-Strip® werden sich nach und nach ablösen vom Moment an (nach einer Woche bis zehn Tagen), indem man dem Kind erlaubt, diese nass zu machen; wenn man sie vorher lösen will, wird das durch die Anwendung von Alkohol/Äther oder medizinischem Benzin auf dem Streifen erleichtert. Danach erfasst man eine Seite des Streifens mit einer anatomischen Pinzette und zieht ihn in Richtung der Wunde ab, während man die gleiche Prozedur von der andern Seite der Wunde her vollzieht.

Quelle : /www.swiss-paediatrics.org