Easy Cap II

Easy Cap II ist ein Einmaladapter zur Messung von CO2 an intubierten Patienten durch Farbumschlag  Geeignet für Erwachsene bzw. für Kinder ab einem Körpergewicht von 15 kg Zur gesicherten Lagekontrolle nach einer endotrachealen Intubation. Die gleiche Messung kann man mit einem Kaptometer durchführen.

Ebrantil®

Ebrantil® ist ein Antihypertensivum (blutdrucksenkendes Mittel) aus der Gruppe der α1-Rezeptorenblocker, und wird vor allem bei akuten Blutdruckerhöhungen eingesetzt.

eCall

Bei eCall handelt es sich um die von der Europäischen Union geplante Einführung eines automatischen Notrufsystems für Kraftfahrzeuge. Diese Geräte sollen einen Verkehrsunfall an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 melden und durch die rascher initiierten Rettungsmaßnahmen helfen, die Zahl der Verkehrstoten zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr zu reduzieren. eCall ist ein wichtiges Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission, die dazu beitragen will, die Anzahl der Unfalltoten bis 2010 zu halbieren. Als Option beim Neuwagenkauf soll eCall in Europa ab September 2010 angeboten werden (eine so genannte opt-in Lösung).

Eisenhut (blauer)

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) ist eine Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Der Blaue Eisenhut ist eine der giftigsten einheimischen Pflanzen Europas, wenn nicht sogar die giftigste europäische Pflanze überhaupt. Mit feuchten Händen droht bereits eine Vergiftung beim bloßen, längerfristigen Hautkontakt, denn einige der beinhaltenden Giftstoffe können mit etwas Feuchtigkeit durch die gesunde und geschlossene Haut dringen, lediglich die dicke Hornhaut an den Hand- und Fußunterseiten ist bei erwachsenen Menschen kaum durchdringbar für die Giftstoffe.

EDTA Ethylendiamintetraessigsäure

EDTA  Ethylendiamintetraessigsäure ist ein Gerinnungshemmer des Blutes. Er wird eingesetzt um eine Gerinnung des Bluts zu verhindern. Dabei bindet das EDTA das Kalzium des Bluts, das als Faktor IV für die Blutgerinnung erforderlich ist. EDTA wird zur Konservierung von Blutproben eingesetzt.

Eklampsie

Die Eklampsie (griechisch eklámpein: hervorleuchten) ist eine plötzlich auftretende, schwere Erkrankung vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft, die mit Krämpfen einhergeht. Sie kann auch kurz nach der Geburt oder im Wochenbett auftreten. Die Vorstufe wird als Präeklampsie bezeichnet. Gewöhnlich tritt die Eklampsie nicht ohne entsprechende Vorgeschichte auf. Die Patientinnen haben meist zuvor eine Präeklampsie, die durch Wassereinlagerungen (Ödeme), Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) gekennzeichnet ist. Vor diesem Hintergrund kommt es bei der Eklampsie zum Auftreten von tonisch-klonischen Krämpfen mit oder ohne Bewusstseinsverlust. Vorboten eines solchen Anfalls können ein rascher Blutdruckanstieg mit starken (meist frontalen) Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen, neblig doppeltes oder verschwommenes Sehen und eventuell Übelkeit und Erbrechen sein.

Ellbogenverbände

Ellbogenverbände können mit Dreiecktüchern mit Wundauflagen, Fixierbinden mit Wundauflagen, Schlauchmull mit Wundauflagen und wenn möglich mit Wundschnellverbänden realisiert werden. Dabei ist darauf zu achten, daß der Verband gut sitzt, die Bewegungsfähigkeit des Patienten aber so wenig wie möglich eingeschränkt wird.

EMMA® Notfall-Kapnometer

Kapnometrie (v. griech. καπνός „Rauch“ und μέτρον „Maß“) ist ein medizinisches Verfahren, um den Kohlenstoffdioxidgehalt der Ausatemluft eines Patienten zu messen und zu überwachen. Das moderne, quantitativ messende EMMA® Nofall-Kapnometer nutzt modernste Komponenten- und Mikroprozessortechnologie und ist einzigartig hinsichtlich Vielseitigkeit und Design. Mit Hilfe der IRMA Mainstream-Technologie ermittelt das EMMA Notfall-Kapnometer präzise endexspiratorische CO2-Konzentrationen und Atemfrequenzen. EMMA® Nofall-Kapnometer wird von der Firma Phase In hergestellt.

Endoskopie

Das Endoskop (griechisch ἔνδον éndon ‚innen‘; σκοπεῖν skopein ‚beobachten‘) ist ein Gerät, mit dem das Innere von lebenden Organismen, aber auch technischen Hohlräumen untersucht oder gar manipuliert werden kann. Ursprünglich für die humanmedizinische Diagnostik entwickelt, wird es heute auch für minimal-invasive operative Eingriffe eingesetzt.

Endothel

Als Endothel (lat.: endothelium) bezeichnet man die zum Gefäßlumen hin gerichteten Zellen der innersten Wandschicht von Lymph- und Blutgefäßen (Intima). Unabhängig von ihrem je nach Gefäßart unterschiedlichen Aufbau sind alle Gefäße aus dem Herz-Kreislauf-System mit einer einzelligen Lage von Endothelzellen ausgekleidet. Letztendlich beträgt so das Gesamtgewicht aller Endothelzellen eines Durchschnittsmenschen 1 kg, die Anzahl der Endothelzellen eines menschlichen Körpers gut 10.000 Milliarden, die dabei mit dem Blut in Kontakt tretende Fläche 4.000 bis 7.000 m². Das alleine zeigt schon die Bedeutung des endothelialen Systems für den Gesamtorganismus.

Endotrachealtubus

Der Endotrachealtubus ist ein Hilfsmittel zur Sicherung der Atemwege im Bereich der Anästhesie und Notfallmedizin, der mittels einer Intubation eingebracht wird. Ein solcher Tubus besteht normalerweise aus einem dünnen, an beiden Enden geöffneten Schlauch. Kurz oberhalb der unteren Öffnung befindet sich bei Endotrachealtuben für Erwachsene eine Blockmanschette (Cuff). Diese Vorrichtung kann über einen dünnen Schlauch, der an der Seite des Tubus verläuft, aufgeblasen werden, dichtet dann die Luftröhre (Trachea) ab und vermindert so das Risiko einer Aspiration. Am oberen Ende ist der Endotrachealtubus mit einem normierten Verbindungsstück ausgestattet, das den Anschluss an ein Beatmungsgerät oder einen Beatmungsbeutel ermöglicht.

Enteritis

Als Enteritis auch Gastroenteritis – umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, Happe oder Bauch-Grippe, wird ganz allgemein eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes bezeichnet. Eine Magen-Darm-Grippe geht in der Regel mit Erbrechen und Durchfall einher, hat aber mit der „echten Grippe“ (Influenza) nichts zu tun. Eine Gastroenteritis kann verschiedene Ursachen haben. Die Behandlung besteht in symptomatischen Maßnahmen. Zur Prophylaxe können im wesentlichen hygienische Maßnahmen beitragen.

enterohepatischer Kreislauf

Als enterohepatischer Kreislauf oder auch Leber-Darm-Kreislauf wird das mehrfache Zirkulieren bestimmter Substanzen im Körper von Säugetieren zwischen Darm, Leber und Gallenblase bezeichnet. Dies betrifft neben körpereigenen Substanzen wie beispielsweise den Gallensäuren auch eine Reihe von Arzneistoffen und Giften. Der enterohepatische Kreislauf ist keine eigenständige anatomische Struktur des Körpers mit spezifischer Aufgabe, wie beispielsweise der Blutkreislauf, sondern beschreibt das Verhalten bestimmter Stoffe im Körper, das sich aus ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften ergibt.

Enterostoma

Das Enterostoma (v. Stoma griech. στὁμα „künstlich geschaffener Spalt“, „Mund“ oder „Öffnung“, auch künstlicher Darmausgang, Kunstafter, Bauchafter, veraltet: Anus praeternaturalis, Kurzform Anus praeter = „außernatürlicher After“, umgangssprachlich auch Seitenausgang) ist eine chirurgisch herbeigeführte Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung der Ausscheidungen dient.

Enzyme

Enzyme (altgriechisches Kunstwort ἔνζυμον, énzymon), veraltet Fermente (lateinisch fermentum), sind Proteine, die biochemische Reaktionen steuern können. Enzyme haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel: Sie steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen - von der Verdauung bis hin zum Kopieren (DNA-Polymerase) und Transkribieren (RNA-Polymerase) der Erbinformationen

EPH-Gestose

EPH-Gestose, Präeklampsie, Spätgestose oder Schwangerschaftsintoxikation) bezeichnet eine hypertensive Erkrankung in der Schwangerschaft (Schwangerschaftshypertonie). Charakterisiert wird die Präeklampsie traditionell durch die prognostisch richtungsweisenden Leitsymptome Hypertonie (erhöhter Blutdruck) und einer Proteinurie (Eiweiß im Urin). Ödeme (Wassereinlagerungen) allein beeinflussen die Prognose von Mutter und Kind nicht. Aus diesen ehemals drei Leitsymptomen ergibt sich auch der heute nicht mehr gebräuchliche Name EPH-Gestose: Edema (engl.) für die Ödeme, Proteinurie und Hypertension für den Bluthochdruck.

Epigastrium

Das Epigastrium des Menschen ist die Bauchregion zwischen Rippenbogen und Bauchnabel und wird daher auch als Oberbauch bezeichnet. Im Oberbauch liegen Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, sowie rechts Leber und Gallenblase, links unter dem Rippenbogen in der Tiefe des Bauches die Milz. Ansonsten sind auch Teile des Dickdarm und Dünndarms im Oberbauch gelegen. Bei schlanken Personen kann zumindest oberhalb des Nabels die Aorta links der Mittellinie getastet werden.

Epikard

Das Epikard (von lat. Epicardium) ist die äußerste Schicht der Herzwand. Der Begriff Epikard heißt wörtlich übersetzt „auf dem Herzen“.

Epilepsie

Epilepsie (altgriechisches Substantiv ἐπίληψις, epílēpsis [heute ἐπιληψία], „der Anfall, der Übergriff“ bezeichnet ein Krankheitsbild mit mindestens einem spontan auftretenden Krampfanfall, der nicht durch eine vorausgehende erkennbare Ursache (beispielsweise eine akute Entzündung, einen Stromschlag oder eine Vergiftung) hervorgerufen wurde. Ein epileptischer Anfall ist die Folge einer Funktionsstörung des Gehirns, bei der es zu zeitgleichen elektrischen Entladungen der Nervenzellen kommt. Als Folge treten unkontrollierte Nerven- und Muskelerregungen mit Verkrampfungen oder rhythmischen Zuckungen auf.

Epinephrin

Epinephrin (INN) oder Adrealin ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttetes Hormon. Als Stresshormon vermittelt Adrenalin eine Steigerung der Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erweiterung der Bronchiolen, eine schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Es reguliert ebenso die Durchblutung (Zentralisierung) und die Magen-Darm-Tätigkeit (Hemmung). Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen (Nervenzellen) vor. Seine Effekte vermittelt Adrenalin über eine Aktivierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, den Adrenozeptoren.

EpiPen®

Ein Epipen® ist ein medizinisches Notfallgerät bei anaphlaktischen Reaktionen. EpiPen® enthält Adrenalin zur notfallmässigen Behandlung von Allergien und Anaphylaxien.

Epistaxis

Epistaxis (von gr. σταζω „tröpfeln“, ἐπισταξις „Darauftröpfeln“) ist das medizinische Fachwort für Nasenbluten. Nasenbluten ist zwar in den meisten Fällen nicht gefährlich, es kann jedoch auch lebensbedrohlich und kaum zu beherrschen sein. Gefährliche Blutungen stammen meist aus den hinteren Nasenabschnitten (Arteria ethmoidalis anterior).

ERC European Resuscitation Council

Das European Resuscitation Council (ERC) befasst sich wissenschaftlich mit der Reanimation und dem instabilen kardiologischen Patienten im weiteren Sinne. Dies umfasst insbesondere die Förderung der Forschung, die Publikation relevanter Forschungsergebnisse, das Entwickeln und Publizieren von Behandlungsrichtlinien und Kurse für verschiedene Adressaten.

ERV Expiratorisches Reservevolumen

Die Luftmenge, die nach normaler Expiration zusätzlich ausgeatmet werden kann (rund 1500 ml beim Erwachsenen).

Erythrozyten

Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten, Singular der Erythrozyt; aus dem griechischen ἑρυθρός für „rot“ und κύτος für „hohl“ oder „Zelle“) sind die häufigsten Zellen im Blut.
Sie erscheinen unter dem Mikroskop als ungefähr gleich große, blasse, runde Scheiben, die in der Mitte von beiden Seiten leicht eingedellt sind (bikonkav). Sie dienen dem Transport von Sauerstoff von der Lunge zu den diversen Körpergeweben.

Erysipel

Das Erysipel (wörtliche Bedeutung etwa gerötete Haut) ist eine bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege und zeigt sich als scharf begrenzte starke Rötung. Das Erysipel geht von kleinen Hautverletzungen aus und tritt meist im Gesicht, an Armen oder Beinen und seltener am Nabel auf. Andere Bezeichnungen für das Erysipel sind Wundrose und Rotlauf.

Esmarch Handgriff

Der Esmarch-Handgriff (nach Friedrich von Esmarch) ist eine Notfallmaßnahme, die zum Freimachen und Freihalten der Atemwege eines Bewusstlosen dient. Er ist ein Teil der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

ESR Erythrozytensedimentationsrate

Die Erythrozytensedimentationsrate, kurz ESR auch BSG für Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit  , ist ein relativ unspezifischer Suchtest bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen. Sie kann auch Hinweise bei der Verlaufsbeurteilung von entzündlichen Erkrankungen geben. Die ESR wird aus frisch entnommenem venösen Blut (1,6 ml) bestimmt, das in standardisierten Röhrchen mit 3,8% Natrium-Zitrat gemischt wird. Das korrekte Mischungsverhältnis ist entscheidend für die sachgerechte Bestimmung der BSG.

Etomidate

Etomidate ist ein reines Hypnotikum, also ein schlaferzwingendes Medikament ohne schmerzstillende (analgetische) oder oder muskelrelxierender Wirkung.

Etomidat-Lipuro®

Etomidat-Lipuro® Wirkstoff Etomidate ist ein reines Hypnotikum, also ein schlaferzwingendes Medikament ohne schmerzstillende (analgetische) oder oder muskelrelxierender Wirkung. Etomidat-Lipuro® ist eine Weiterenrtwicklung des ursprünglichen Etomidate basierenden Medikaments Hypnomidate®. Im Gegensatz zu Hypnomidate® tritt durch eine geänderten lipidhaltigen Lösungsvermittler kein starker Injektionsschmerz auf.

Exsikkose

Als Exsikkose (lat. ex „aus“ und siccus „trocken“) wird in der Medizin die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet. Sie ist die Folge einer Dehydratation.

Extrasystole

Eine Extrasystole ist ein Herzschlag, der außerhalb des normalen Herzrhythmus auftritt. Dabei kann der Herzrhythmus unbeeinflusst bleiben oder verschoben werden.