FAST®

Das F.A.S.T.1™ ist eine intraossäres Infussions System der Firma Pyng Medical. GUIDELINES 2005 AHA und ERC führen als geeignete Alternative für einen intravenösen Zugang bei Advance Life Support einen Intra-Ossären Zugang an. Mit F.A.S.T.1™ wird der obere Teil des Sternums punktiert.

Fehlerhaft geleistete Erste Hilfe

Kommt es trotz der Hilfeleistung zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder gar zum Tod des Verletzten, so macht sich ein Ersthelfer grundsätzlich nicht strafbar, wenn er die Hilfeleistung mit der gebotenen Sorgfalt, d.h. seinen persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten und den Umständen entsprechend, durchführt. Das Gleiche gilt, wenn der Ersthelfer im Zuge der Erste-Hilfe-Leistung zusätzliche Körperschäden beim Verletzten verursacht.

Fehlerstromschutzschalter

Ein Fehlerstromschutzschalter, FI-Schutzschalter oder FI-Schalter, neue Bezeichnung RCD (Residual Current protective Device), ist eine Schutzeinrichtung in Stromnetzen. In Europa werden Fehlerstromschutzschalter normalerweise zusätzlich zu den (in Deutschland vorgeschriebenen) Überstromschutzeinrichtungen im Sicherungskasten installiert. In Deutschland sind Fehlerstromschutzschalter seit 1984 für Feuchträume in Neubauten vorgeschrieben. Seit 1. Februar 2009 müssen außerdem alle Steckdosen-Stromkreise, welche durch elektrotechnische Laien genutzt werden, mit einem RCD ausgestattet sein (in Innenräumen Stromkreise bis 20 Ampere, im Außenbereich bis 32 Ampere).

Fenistil®

Fenistil® Wundheilgel ist für die Behandlung von leichten Verbrennungen und Wunden (z.B. Abschürfungen, Schnittwunden) vorgesehen. Fenistil® Wundheilgel kann sowohl bei offenen Wunden (ohne tiefer gehende Gewebeschädigungen) als auch bei oberflächlichem Dekubitus (hier nur unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal) verwendet werden.

Fenoterol

Fenoterol ist ein bronchial erweiternder Wirkstoff. Es wird primär zur Behandlung von Astmaamfällen eingesetzt. Das auf Fenoterolhydrobromid basierende Berotec® wird von der Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG produziert und vertrieben.

Fentanyl

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das als potentes Schmerzmittel in der Anästhesie (bei Narkosen) sowie als transdermales therapeutisches System zur Therapie von chronischen Schmerzzuständen, die nur mit Opiatanalgetika ausreichend behandelt werden können, eingesetzt wird.

Fernotrac® Splint 444

Fernotrac® Splint 444 ist eine Streckschiene der Firma Ferno. Sie dient zur Ruhigstellung und Extension von Extremitätenfrakturen besonders bei offenen und geschlossenen Frakturen der Unterschenkelknochen Tibia und Fibula.

Fettbrand

Fettbrände sind Brände von über ihren Brennpunkt erhitzten Speisefetten oder -ölen, typischerweise meist im Küchenbereich auftretend. Besonders problematisch sind Fettbrände, weil Löschversuche mit Wasser zu einer Fettexplosion führen.

Feuerlöschdecke

Eine Feuerlöschdecke ist ein Kleinlöschgerät und wird hauptsächlich zum Ablöschen von Entstehungsbränden verwendet. Die Hauptlöschwirkung einer Löschdecke, das Ersticken, entsteht durch die Trennung von Sauerstoff und brennbarem Stoff. Löschdecken werden hergestellt aus flammhemmend behandelter Wolle, auch aus Glasfasergewebe oder Nomex, früher vor allem aus Asbest. Nach DIN EN 1869 wird sie nur als Löschdecke bezeichnet. In der Praxis wird sie als Feuerlöschdecke bezeichnet. Die DIN 14 155 ist für Löschdecken nicht mehr gültig. Eine Löschdecke kann zum Ablöschen von brennenden Personen und bei Entstehungsbränden aller Art genutzt werden.

Feuerlöscher

Ein tragbarer Feuerlöscher ist ein tragbares Kleinlöschgerät mit einem Gesamtgewicht von maximal 20 Kilogramm. Er dient dem Ablöschen von Klein- und Entstehungsbränden. Er enthält Löschmittel, das durch gespeicherten oder bei Inbetriebnahme erzeugten Druck ausgestoßen wird.

Fibrinogen

Fibrinogen, der Blutgerinnungsfaktor I, ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Blutstillung und Blutgerinnung. Es ist die Vorstufe des Fibrins.

Fieber

Das Fieber (aus mittelhochdeutsch vieber, dies von althochdeutsch fiebar, nachweisbar seit dem 9. Jahrhundert und entlehnt aus lateinisch febris, eigentlich „Hitze“ ist ein Zustand erhöhter Körperkerntemperatur, der meistens als Begleiterscheinung der Abwehr gegen eindringende lebende Mikroorganismen oder andere als fremd erkannte Stoffe auftritt, sowie seltener im Rahmen anders verursachter Entzündungsvorgänge, Traumata oder als Begleiterscheinung bei manchen Tumoren vorkommt. Entgegen einem häufig vorkommenden Missverständnis ist Fieber damit in den meisten Fällen nicht Ursache von Krankheit, sondern Teil der Antwort des Organismus auf Krankheit. Entsprechend ist es zwar eine häufige Praxis, Fieber ab einer bestimmten Höhe symptomatisch zu senken, um vermeintlichen Schaden vom Kranken abzuwenden; diese häufige Praxis entspricht aber oft nicht dem Forschungsstand der Fieberphysiologie. Anstelle einer routinemäßigen Senkung des Fiebers ab einer bestimmten Temperatur sollte sich eine symptomatische Therapie an der Befindlichkeit und an sekundären Risiken des Fiebers für bestimmte Patientengruppen orientieren.

Fibula

Die Fibula lateinisch „Heftnadel“, „Spange“ ist neben dem Schienbein (Tibia), an dem es seitlich anliegt, einer der beiden Knochen des Unterschenkels. Das Wadenbein ist der dünnere der beiden Knochen und ein typischer Röhrenknochen

First-Pass-Effekt

Als First-Pass-Effekt oder Effekt der ersten Passage wird die Eigenschaft einiger Arzneistoffe bezeichnet, bereits vor beziehungsweise während ihrer ersten Passage (engl. first pass) durch die Leber zu einem hohen Anteil durch biochemische Reaktionen abgebaut beziehungsweise deaktiviert zu werden. Von Relevanz ist dieser Effekt für die betreffenden Arzneistoffe, wenn sie in sogenannten peroralen Arzneiformen verabreicht werden. Dies sind alle Arzneiformen, die geschluckt werden, beispielsweise Tabletten, Kapseln, Dragées und zum Trinken vorgesehene Lösungen.

Flotationsverfahren

Das Prinzip des Verfahrens ist das in Lösungen mit höherem spezifischen Gewicht Oozysten ( Eier ) und Zysten sowie aber auch Larven mit einer geringeren Dichte an die Oberfläche schwimmen. So das man diese dann mikroskopieren kann. Das Flotationsverfahren ist ein mikroskopisches Nachweisverfahren ( Kotuntersuchung) Flotationsverfahren wird in der Human- & Tier- Medizin angewandt.

Flumazenil

Flumazenil ist ein Benzodiazepin-Antagonist. Es wird als Antidot gegen Arzneistoffe der Benzodiazepin-Gruppe, sowie andere an der Benzodiazepin-Bindungsstelle angreifende Nicht-Benzodiazepinagonisten, wie Zopiclon (z. B. Imovane®), Zolpidem (z. B. Stilnox®) und Zaleplon (z. B. Sonata®), eingesetzt und hebt sämtliche Wirkungen derselben auf.

Flüssigkeitsbilanz

Unter einer Flüssigkeitsbilanz versteht man die Erfassung aller Flüssigkeiten die ein Patient in einem Zeitraum von 24 Stunden aufnimmt und ausscheidet. Die Daten werden auf einem Bilanzblatt gesammelt. Flüssigkeitsbilanzen werden geführt bei Patienten mit parenteraler Ernährung, bei Nieren oder Herzinsuffizienz.

Foramen Ovale (Herz)

Im Herzen ist das Foramen ovale eine türartige Verbindung zwischen den Herzvorhöfen, die im fetalen (vorgeburtlichen) Kreislauf den Blutübertritt von rechts (Lungenkreislauf) nach links (Körperkreislauf) zulässt. Da die Lunge noch nicht belüftet ist und somit auch noch nicht funktionell durchblutet wird, fließt das Blut über das Foramen ovale in den linken Vorhof und durch den Ductus arteriosus (oder auch Ductus arteriosus Botalli) aus der Lungenschlagader in die Aorta. Das Foramen ovale verschließt sich normalerweise in den ersten Lebenstagen oder -wochen.

Fortecortin®

Fortecortin® Wirkstoff Dexamethason ist ein Corticoid, also ein Cortisolpräperat. Fortecortin® wird bei Entzündungen, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Arthrose, Allergie, Asthma und entzündlich-rheumatische Erkrankungen eingesetzt. Fortecortin® ist in Tablettenform und als Ampulle erhältlich.

Franzbrandwein

Franzbranntwein (spiritus vini gallici) ist eine alkoholische Lösung, hauptsächlich bestehend aus reinem Alkohol, Campher, Menthol und verschiedenen Duftstoffen wie Fichtennadel- oder Latschenkieferöl. Die Anwendung erfolgt überwiegend äußerlich zum Einreiben und Massieren oder zum Inhalieren und zur tropfenweisen Einnahme. Er fördert die Durchblutung und soll durch diesen Mechanismus insbesondere gegen Muskelkater helfen.

Freilagerung

Die Freilagerung ist eine Lagerungstechnik die der Dekubitusprophylaxe dient. Beim Dekubitus, aus dem lateinischen, von decubare = liegen. handelt es sich um ein Druckgeschwür daß durch langes Liegen auf einer Körperstelle enstehen kann. Gefährdete oder betroffene Körperstellen können durch eine Freilagerung entlastet werden. Die Fersen eignen sich besonders gut für diese Form. Als Lagerungshilfsmittel kann ein einfaches Handtuch dienen. Bei der Freilagerung ist jedoch darauf zu achten, dass man durch diese Maßnahme keine anderen Körperstellen extrem belastet bzw. einem Druck aussetzt, der die Blutzirkulation beeinträchtigt. Folglich dürfen Sitzringe aus Schaumstoff oder aus Gummi nicht eingesetzt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Knie nicht überstreckt ist, was mit einer Handtuchrolle unter dem Knie leicht zu vermeiden ist.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, engl. tick-borne encephalitis, TBE, Frühsommer-Meningitiserkrankung) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, verläuft. Bei dem Großteil der Patienten treten bei einer Infektion jedoch keine Krankheitszeichen auf. Übertragen wird die Krankheit durch den Stich einer infizierten Zecke in Risikogebieten, hauptsächlich durch Ixodes ricinus, dem gemeinen Holzbock. Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich. Neben allgemeinen Schutzmaßnahmen wie dem Absuchen des Körpers nach einem Waldbesuch kommt die aktive Impfung als vorbeugende Maßnahme in Frage. Sie wird, national etwas unterschiedlich, für alle Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, empfohlen. Der direkte und indirekte Nachweis des FSME-Erregers ist meldepflichtig.

Funkrufnamen DRK

In Baden Württenberg sind die Funkrufnamen des DRK durch einen Erlass des Innenministeriums mit der Bezeichnung "Funkrufnamenplan für die nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Baden-Württemberg" geregelt. Der Funkrufnamen setzt sich aus dem Namen der Organisation, Namen des Kreises und zwei oder 3 Teilkennzahlen zusammen. Dabei bezeichnet das erste Teilkennzeichen den Standort innerhalb des Kreises, das zweite Teilkennzeichen die Art der Funkstelle, meistens die Art des Fahrzeuges. Das 3. Teilkennzeichen wird nur verwendet wen ein Standort innerhalb eines Kreises mehrere Funkstellen / Fahrzeuge einer bestimmten Art vorhält. Beispiel: Rot Kreuz Biberach 1/83-2 ist der Funkrufnamen des zweiten Rettungswagens der Wache 1 (am Kreiskrankenhaus Biberach) des Kreisverbandes Biberach des DRK.

Funkrufnamen Feuerwehr

In Baden Württenberg sind die Funkrufnamen der Feuerwehr durch einen Erlass des Innenministeriums mit der Bezeichnung "Funkrufnamenplan für die nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Baden-Württemberg" geregelt. Der Funkrufnamen setzt sich aus dem Namen der Organisation in diesem Fall Florian für Feuerwehr , Namen der Geminde und zwei oder 3 Teilkennzahlen zusammen. Dabei bezeichnet das erste Teilkennzeichen den Standort innerhalb der Gemeinde, das zweite Teilkennzeichen die Art der Funkstelle, meistens die Art des Fahrzeuges. Das 3. Teilkennzeichen wird nur verwendet wen ein Standort innerhalb einer Gemeinde mehrere Funkstellen / Fahrzeuge einer bestimmten Art vorhält. Beispiel: Florian Ulm 1/50-1 ist der Funkrufnamen des ersten Voraus-Rüstwagen der Wache 1 (Hauptamtliche Wache) der Feuerwehr Ulm.

Furosemid

Furosemid (Handelsnamen u. a. Lasix®) ist ein Arzneistoff und Vertreter der sogenannten Schleifendiuretika, die im aufsteigenden Teil der Henle-Schleife in der Niere ein Transportprotein (einen Ionenkanal, den Natrium-Kalium-Chlorid-Cotransporter) hemmen und so zur Ausscheidung großer Mengen von Gewebeflüssigkeit führen. Bei venöser Gabe des Medikaments sind Ausscheidungsmengen von bis zu 50 Liter pro Tag möglich. Furosemid wurde 1962 von Hoechst patentiert.